Sturz vom Fahrrad

Sturz vom Fahrrad:
Wie du lebensgefährliche Verletzungen vermeidest

Sturz vom Fahrrad

Ein Sturz vom Fahrrad zieht oft tragische Folgen nach sich. Leider passieren Unfälle mit Fahrrädern immer häufiger. Zum Beispiel bei meinem Vater. Als meine Mutter vor ein paar Jahren gestorben ist, habe ich ihm geraten, ein E-Bike zu kaufen. Das ist jetzt 5 Jahre her. Gestern hat mein Vater die 35.000-km-Marke geknackt. Und das mit 83 Jahren! Vor zwei Jahren brach er sich allerdings das Handgelenk, als sein Lenker beim Abbiegen umknickte und er kopfüber auf den Asphalt knallte. Zum Glück blieb nichts zurück.

Dass Motorrad fahren gefährlich ist, weiß jedes Kind. Doch Fahrräder hat kaum jemand auf dem Schirm. Vor allem, da die Zahl der tödlich im Straßenverkehr verletzten Personen seit über zwei Jahrzehnten in Deutschland kontinuierlich sank. Während 1997 noch 8.549 Menschen auf der Straße getötet wurden, waren es zwanzig Jahre später weniger als die Hälfte (3.180 im Jahr 2017). Seit 2018 Jahren hat sich diese Entwicklung allerdings verändert, denn die Zahl der jährlichen Verkehrstoten legte wieder um ca. 100 Opfer zu. Die Statistiken belegen, warum vor allem Radfahrer eine Unfallversicherung brauchen.

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Sturz vom Fahrrad – Vor allem Jugendliche betroffen

Wohingegen Autofahrer und Fußgänger seltener ums Leben kamen, kletterte die Zahl der getöteten Radfahrer auf eine neue Rekordmarke von 432 Unfallopfern. Diese Tatsache ist ausgesprochen tragisch, denn es sind vor allem Jugendliche betroffen. Junge Menschen, die sich gesund und umweltfreundlich mit einem Fahrrad von A nach B fortbewegten. Obgleich Jugendliche nur etwa 8 % der Bevölkerung ausmachen, waren über 12 % der tödlich verletzten Unfallopfer im Alter von 18 bis 24 Jahre.

Ebenso wie bei einem Sturz beim Reiten oder beim Kiten hätte ein Schutzhelm auch vielen Radfahrern das Leben retten könne, denn Kopfverletzungen sind eine der häufigsten Todesursachen beim Sturz mit dem Fahrrad. Übrigens auch im Haushalt, weshalb die Sturzprophylaxe so wichtig ist. Doch im Gegensatz zu anderen Ländern wie Australien, Spanien oder Finnland existiert auf deutschen Straßen keine Helmpflicht wenn du mit einem Fahrrad unterwegs bist. In Deutschland wird noch debattiert, während andere handeln. Auch der gescheiterte Versuch von Verkehrsminister Andreas Scheuer mit dem provokanten Slogan „Looks like shit, but saves my life“, was so viel bedeutet wie „Sieht scheiße aus, rettet aber mein Leben“ änderte daran nichts.

Die 10 häufigsten Gründe warum Deutsche keinen Fahrradhelm tragen

Statista befragte im März 2019 in Kooperation mit You Gov 725 erwachsene Radfahrerinnen und Radfahrer, warum sie keinen Helm tragen. Hier das Ranking der deutschen Helmmuffel.

  • 44 Prozent finden Helme unbequem.
  • 37 Prozent fühlen sich auch „oben ohne“ sicher.
  • 30 Prozent schwitzen zu stark unterm Helm.
  • 25 Prozent ist der Helm beim Transport zu sperrig.
  • 23 Prozent sind zu eitel.
  • 20 Prozent haben Angst um ihre Frisur.
  • 18 Prozent schämen sich.
  • 12 Prozent bezweifeln, dass ein Helm schützt.
  • 9 Prozent ist ein Fahrradhelm zu teuer.
  • 8 Prozent tun nur, was sie müssen.

Sturz vom Fahrrad – Zahlen, Daten und Fakten

Kennst du das Sprichwort „Wo die Eitelkeit beginnt, hört die Vernunft auf“? Es gibt natürlich weitaus dekorativere Kopfbedeckungen als einen Fahrradhelm. Außerdem wollen die meisten Menschen gerne eine gute Figur machen. Doch ein Blick auf die Unfallstatistiken kann uns dabei helfen, vernünftig zu bleiben:

  • Der Radverkehr nahm von 2007-2016 um ca. 6 Mrd. Personenkilometer zu.
  • Die meisten Unfälle mit dem Fahrrad ereignen sich innerorts (68 %).
  • Fehlende Infrastruktur (keine bzw. zu wenig Radwege)
  • Der Platz in den Städten reicht für die wachsende Zahl von Fußgängern, Radfahrern, E-Bikes, Pedelecs, Hoverboards, E-Scootern, PKWs und Bussen nicht mehr aus.
  • Die wenigsten Autos, LKWs und Busse verfügen über Assistenzsysteme, welche dem Fahrer signalisieren, wenn sich Passanten oder Radfahrer im toten Winkel aufhalten. Wobei sich kinderleicht ein konvexer Weitwinkel-Rückspiegel nachrüsten lässt!
  • Pedelecs ermöglichen Senioren Geschwindigkeiten, welche sie womöglich nicht mehr beherrschen können.
  • Im Jahr 2018 trugen 18 % aller Radfahrer einen Helm.
  • Etwa 82 % aller Kinder von 6 bis 10 Jahre fahren mit einem Schutzhelm.
  • Bei den 11- bis 16-jährigen Radfahrern liegt der Anteil der Helmträger immerhin noch bei 38 %, wohingegen nur noch 7 – 23 % der Erwachsenen das Verletzungsrisiko bei einem Sturz vom Fahrrad durch einen Helm reduzieren.

An potenziellen Konflikten zwischen Radfahrern und Autofahrern gibt es keinen Mangel. Vor allem innerhalb geschlossener Ortschaften. Das erlebe ich immer wieder, wenn ich meinen Sohn in Berlin besuche. Und da ich aus einer 1.000-Seelen-Gemeinde aus dem schönen Westerwald komme, treffen dann verkehrstechnisch Welten aufeinander. Gerade beim Überholen gibt es besonders viele Unstimmigkeiten, da viele Autofahrer nach ihrem Bauchgefühl entscheiden, ob sie einen Radfahrer überholen oder brav hinter ihm herfahren. Dabei gibt es eindeutige Regeln. Ich verrate dir hier, worauf du achten musst.

Obschon seit April 2020 aufgrund der Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) ein Mindestabstand von 1,50 Meter beim Überholen von Fahrrädern bzw. sogar 2,00 Meter für Fahrräder mit Kinderanhänger gilt, wird das Unfallrisiko auf dem Fahrrad gerade beim Passieren vermutlich auf Dauer hoch bleiben. Dies liegt vor allem daran, dass diese Abstandsregelung in vielen Innenstädten überhaupt nicht realisiert werden kann:

Sturz vom Fahrrad - StVO Abstandsregel 2020

Das größte Risiko bei einem Sturz vom Fahrrad

Schaut man in die Unfallstatistiken, fragt man sich, warum wieder mehr Radfahrer im Verkehr sterben. Die Gründe liegen auf der Hand:

  • Laut einer Analyse der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (2017) kommt es bei jedem 4. Sturz vom Fahrrad zu Kopfverletzungen.
  • 70 % aller Fahrradfahrer mit lebensgefährlichen Verletzungen sind schwer am Kopf verletzt.
  • Mehrfach-Verletzungen (Polytrauma)

Obwohl der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Urteil aus dem Jahr 2014 die Einführung einer Helmpflicht für Radfahrer verneinte, befürworten Unfallchirurgen, Unfallversicherer und das Bundesverkehrsministerium ausdrücklich das Tragen eines Schutzhelms. Dem kann ich mich nur anschließen, denn über 30 Jahre Risikomanagement mit tragischen Stürzen haben uns immer wieder gezeigt, wie wichtig ein Helm und eine Unfallversicherung für Radfahrer sind.

Innovativer Kopfschutz für Helm-Muffel

Wenn man bedenkt, dass 25 Prozent aller Fahrradunfälle zu Kopfverletzungen führen oder dass 2 von 3 Radfahrer mit lebensbedrohlichen Verletzungen Kopfverletzungen haben, kann ein Fahrradhelm Leben retten. Dennoch gibt es Radfahrer, die sich dafür entscheiden, keinen Schutzhelm zu tragen, zum Beispiel aus ästhetischen Gründen, vor allem im Stadtverkehr.

In diesen Fällen kann ein Hövding 3 Airbag Helm der Retter in der Not sein. Dieser Hightech-Helm besteht quasi nur aus einer Halskrause, welche über die integrierten Sensoren bei einem Sturz mit dem Fahrrad innerhalb von Sekundenbruchteilen den Airbag auslösen. Wissenschaftlichen Studien zu Folge ist ein Hövding 3 Airbag Helm sogar bis zu 8 Mal sicherer als ein klassischer Fahrradhelm.

Die 3 häufigsten Verletzungen Bagatellverletzungen bei Fahrradunfällen

Die Diagnosen der behandelten Unfallärzte nach einem Sturz mit dem Fahrrad lauten oft:

  • „Starke Schulterschmerzen nach Sturz vom Fahrrad“
  • „Nackenschmerzen nach Sturz vom Fahrrad“
  • „Nach Sturz vom Fahrrad chronische Kopfschmerzen
  • „Schmerzen nach Sturz vom Fahrrad“

Im besten Fall kommen Radfahrer/innen bei einem Sturz mit leichten bis mittelschweren Verletzungen davon. Aber die Folgen eines Sturzes vom Fahrrad können auch viel schlimmer sein und zu dauerhaften Schäden in Form von Behinderungen führen. Eine Invalidität ist die Folge.

  • 1. Prellungen
    • Prellungen (Kontusionen)
    • Hämatome (Blutergüsse)
    • Weichteilverletzungen bis in tiefe Haut- und Muskelschichten
    • Frakturen (Knochenbrüche)
    • Auffällig oft betroffen sind die oberen Gliedmaßen (Extremitäten) im Bereich der Arme und Schultern aufgrund des
      Abfang-Reflexes bei einem Sturz mit dem Fahrrad
    • Knieverletzungen
  • 2. Schürfwunden
    • Verletzungen der oberen Hautschicht (Epidermis) häufig an Armen und Beinen
    • Blutende Wunden wenn die tiefer liegende Lederhaut (Corium) verletzt wird
    • Wundinfektionen mit ggf. Wundstarrkrampf als Folge
  • 3. Verstauchungen (Distorsionen)
    • Überdehnungen häufig im Bereich des Handgelenks
    • Blutergüsse an bzw. in den Gelenkkapseln

Selbst mit der größten Vorsicht kannst du die Gefahren als Radfahrer im Straßenverkehr nur begrenzt reduzieren. Aus diesem Grund gilt: Eine private Unfallversicherung macht für jeden Sinn, der mit dem Fahrrad unterwegs ist. Vor allem, um existenzbedrohende finanzielle Folgen nach einem Unfall abzumildern.

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