Invaliditätssumme berechnen Formel

Mit welcher Formel kann man die empfohlene Invaliditätssumme in der Unfallversicherung berechnen?

Mit welcher Formel kann man die Invaliditätssumme berechnen? Und welche Rolle spielt dabei Ihr Alter? Wie hoch soll die optimale Invaliditätssumme in der Unfallversicherung eigentlich sein? Schließlich handelt es sich bei der Invaliditätssumme um die wichtigste Leistung in jeder privaten Unfallversicherung. Diese Position ist viel wichtiger als ein Unfallkrankenhaustagegeld oder Bergungskosten. Mit dem kostenlosen Rechner auf dieser Seite können Sie die empfohlene Invaliditätssumme berechnen.

Es gibt viele Gründe, warum man eine Unfallversicherung braucht:

  • erstens zur Absicherung des Hauptversorgers
  • außerdem als Invaliditätsvorsorge für Kinder und Hausfrauen
  • und darüber hinaus im Rentenalter

Eine Unfallversicherung ist für die meisten Menschen sinnvoll. Nicht nur für gefährliche Berufe. Denn nur wenige Menschen haben wirklich ausgesorgt und können deshalb auf eine Absicherung ihrer Arbeitskraft verzichten. Doch wie berechnen Sie die für Sie geeignete Invaliditätssumme? Wenn Sie eine bestehende Unfallversicherung vergleichen, stellen sich im Hinblick auf die Versicherungssumme zunächst folgende Fragen. Ebenso wenn Sie einen neuen Vertrag abschließen möchten:

Was versteht man unter Invaliditätssumme?

Was bedeutet invalide? Zunächst denkt man die Opfer eines Krieges. Invalidität leitet sich vom lateinischen „invalidus“ ab. Im Mittelalter bedeutete in französischen Sprachraum „les invalides“ so viel wie „die Verwundeten“. Erst ab dem 19. findet man das Wort auch in der deutschen Sprache.

Unfallversicherer verstehen unter Invalidität eine andauernde körperliche und geistige Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit. Die Absicherung dieses „Dauerschadens“ ist das Kernstück in jeder privaten Unfallversicherung. Also die Vorsorge für die finanziellen Folgen einer Invalidität. Machen Sie den RisikoCheck und prüfen Sie, ob eine Unfallversicherung speziell für Sie sinnvoll ist:

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Unter der Invaliditätssumme versteht man die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme, welche ein Unfallversicherer im Fall einer Invalidität gegebenenfalls zahlen muss. Die Invaliditätssumme wird auch als Invaliditätsleistung oder Invaliditätsentschädigung bezeichnet.

Man unterscheidet:

  • Erstens die Grundsumme. Sie dient als Basis für die Berechnung der Entschädigung.
  • Weiter die Invaliditätssumme bei Vollinvalidität. Diese kann durch Progressionen oder Mehrleistungsklauseln bis zum 10fachen der Grundsumme betragen.

Die Begriffe Vollinvalidität und Teilinvalidität werden oft irreführend beschrieben. Denn unter Vollinvalidität versteht man eben nicht den vollständigen Verlust oder die Funktionsverlust eines Körperteils oder Sinnesorgans durch einen Unfall.

Vollinvalidität beschreibt vielmehr den Zustand, in dem ein Invaliditätsgrad von 100 Prozent erreicht wird. Dies kann je nach vereinbarter Gliedertaxe bereits durch den Verlust eines oder mehrerer Körperteile oder Sinnesorgane erreicht werden.

ℹ️ BEISPIEL: Die Bewertung eines Auges beträgt laut einer Gliedertaxe 50 %

a) Der vollständige Verlust eines Auges (50 %) führt nicht zur Vollinvalidität.
b) Beim Verlust beider Augen (50 % x 2 = 100 %) spricht man von Vollinvalidität.

Welche Invaliditätssumme ist empfehlenswert?

Wie hoch sollte die Invaliditätssumme in der Unfallversicherung sein? Und braucht man für eine  Seniorenunfallversicherung im Alter noch die gleichen Versicherungssummen wie in jungen Jahren? Die Volksweisheit „Viel hilf viel“ gilt zwar nicht immer. In der Unfallversicherung aber schon, denn 99 % aller Policen sind wenig sinnvoll. Vor allem weil die Invaliditätssummen viel zu knapp bemessen werden. Die Versicherten wiegen sich in Sicherheit und erkennen die drohende Unterversicherung nicht. Damit eine Unfallversicherung wirklich Sinn macht, muss Ihnen nach einem Unfall eine ausreichend hohe Leistung zur Verfügung stehen.

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Welche Invaliditätssumme ist „ausreichend“?

Diese Antwort fällt bei jedem anders aus. Zum Beispiel kann eine Unfallversicherung für Profisportler bis zu mehreren Millionen Euro umfassen. Während für die meisten Menschen eine Grund-Invaliditätssumme von 200.000 bis 300.000 Euro ausreicht. Grundsätzlich sollte die für Sie optimale Unfallversicherung den finanziellen Mehraufwand und Einkommensverlust ausgleichen, welcher Ihnen nach einem Unfall droht. Darauf weisen Verbraucherschützer und Presse immer wieder hin:

Invaliditätssumme berechnen - Formel und Empfehlung

Bedenken Sie, dass jedoch die wenigsten Unfälle gleich zu einer Vollinvalidität führen. Das heißt: Nicht jeder sitzt nach einem Unfall lebenslang im Rollstuhl – nicht jeder ist auf beiden Augen blind. Dies kann zwar passieren, ist aber statistisch eher unwahrscheinlich. Viel häufiger sind teilweise Verluste oder Funktionsunfähigkeiten bestimmter Körperteile. Die Unfallentschädigung entspricht in diesem Fall dem festgestellten Invaliditätsgrad, welcher sich nach der Gliedertaxe richtet. Wenn Erkrankungen oder Gebrechen mitwirkten, wird gegebenenfalls außerdem noch ein Mitwirkungsanteil angerechnet.

So viel gibt es bei einem Unfall (Quelle: VBG 2019)

  • Fraktur im Gesicht bzw. am Schädel 21.000 Euro
  • Schwere Verletzung an der Hand 25.000 Euro
  • Fraktur am Unterschenkel 29.000 Euro
  • Schwere Verletzung am Knie 21.000 Euro
  • Fraktur des Fußes 23.000 Euro
  • Verletzung an Lendenwirbelsäule bzw. Becken 40.000 Euro
  • Fraktur an der Schulter bzw. Oberarm 26.000 Euro
  • Unfallverletzung an Rippen / Brustwirbelsäule 28.000 Euro
  • Fraktur am Oberschenkel 48.000 Euro
  • Schwere Hirnverletzung 99.000 Euro

Die genannten Zahlungen beinhalten auch Leistungen für REHA, Verdienstausfall, Renten etc.

Vorsicht: Eine Unterversicherung gefährdet Ihre Existenz!

Das Ergebnis einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zeigt: Jeder 3. Kunde mit einer Unfallpolice kennt seine Invaliditätssumme nicht. Viele haben nur eine Versicherungssumme von bis zu 50.000 Euro vereinbart. Das ist jedoch viel zu wenig, denn mit dieser Summe kann man noch nicht einmal überleben – geschweige denn angenehm leben!

Verbraucherschützer empfehlen: Die Grundversicherungssumme sollte auch für Kinder und Hausfrauen mindestens 200.000 Euro betragen. Am besten kombiniert man diese mit einer Progression von mindestens 225 Prozent.

Achten Sie daher nicht nur auf den Worst Case, also die Vollinvalidität. Denn auf keinen Fall sollten Sie Ihre Grundversicherungssumme zu niedrig wählen. Prüfen Sie auch Ihre aktuelle Police, denn oft lohnt eine Kündigung. Vor allem dann, wenn Sie für den gleichen Beitrag deutlich höhere Versicherungssummen erhalten. Vergleichen lohnt sich!

AUFGEPASST!

Da es kaum noch Sparzinsen gibt, müssen Sie quasi vom Kapitalverzehr ohne Zinsen leben können. Mit der folgenden Faustformel können Sie die minimale Versicherungssumme bestimmen. Das Ergebnis zeigt die Invaliditätssumme (Grundsumme), also ohne Progression oder Mehrleistungsklausel. Die VHV zum Beispiel bietet preiswerten Unfallschutz bis zu 1 Mio. Euro.

Erklärvideo: Invaliditätssumme berechnen

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Faustformel zur Berechnung der Invaliditätssumme

Die Ermittlung der Invaliditätssumme dauert ca.: 1 Minute.

Berechen Sie Ihre optimale Invaliditätssumme überschlägig mit dieser Faustformel. Oder individuell mit dem kostenlosen Invaliditätsummen-Tool.

  1. 30-Jährige = Bruttojahreseinkommen x 6

  2. 40-Jährige = Bruttojahreseinkommen x 5

  3. 50-Jährige = Bruttojahreseinkommen x 4

  4. Individuelle Bestimmung mit dem Invaliditätssummen-Tool

Das Invaliditätssummen-Tool

Noch einfacher geht es mit diesem kostenlosen Rechner. Damit ermitteln Sie die empfohlene Mindestversicherungsumme für den Invaliditätsfall (Grundsumme). So verwenden Sie den Invaliditätssummen-Rechner:

  1. Jahresbruttoeinkommen mit Schieberegler (Slider) einstellen
  2. Das Ergebnis zeigt die empfohlene Mindestversicherungssumme (Grundinvalidität) je nach Lebensalter.


Wie Sie Invaliditätssummen berechnen und vergleichen

Unfallversicherungen unterscheiden sich. Vor allem im Leistungsfall. Also dann, wenn es um die Zahlung geht. Was viele nicht wissen: Selbst wenn die Versicherungssumme und die Progression von zwei Unfallversicherungen gleich ist, kann sich dennoch unterm Strich eine andere Auszahlung ergeben. Die Ursache dafür sind verschiedene Gliedertaxen. Die besten Unfallversicherungen zahlen Ihnen bereits bei geringen Invaliditätsgraden eine möglichst hohe Leistung. Dies können Sie durch eine hohe Grundinvaliditätssumme in Kombination mit einer verbesserten Gliedertaxe erreichen.

Wer heute gesund und munter ist, kann sich oft nur schwer vorstellen, wie finanzielle Belastungen nach einem Unfall sein Leben bedrohen. Sehr schnell kommen 6-stellige Kosten zusammen. Deshalb sollten Sie die Invaliditätssumme nach unserer Formel berechnen und die Versicherungssumme so hoch wählen, dass Sie bei einem Unfall nicht nur alle anfallenden Kosten (z.B. Umbau der Wohnung), sondern langfristig auch Ihren Lebensunterhalt sichern, denn dafür kommt die gesetzliche Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) in den meisten Fällen nicht auf. Daher wäre nichts tragischer, als nach einem Unfall feststellen zu müssen, dass Sie eigentlich 300.000 EUR mehr benötigt hätten, als Sie in Ihrer Unfallversicherung vereinbart haben. In über 30 Jahren Versicherungspraxis haben wir vor allem eines festgestellt:

„Nach einem Unfall hat sich noch niemand beschwert, er hätte zuviel erhalten.“

EXPERTEN-TIPP!

Unfallschutz bis zu 1 Mio. Euro ist günstiger als die meisten glauben. Bei den richtigen Anbietern können Sie diese Absicherung sogar ohne Beantwortung von Gesundheitsfragen beantragen. Hier berechnen

Damit Sie nach einem Unfall insbesondere bei besonders gravierenden körperlichen und geistigen Einschränkungen, also bei hohen Invaliditätsgraden optimal abgesichert sind, empfiehlt sich die Vereinbarung einer Progression. Bei der Auswahl eines geeigneten Tarifs, sind vor allem die Leistungen, Gliedertaxen und beitragsfreien Erweiterungen, sowie Ausschlüsse relevant. Aufgrund des undurchsichtigen Tarifdschungels mit Beitragsunterschieden von bis zu 80 Prozent, sowie der komplexen Materie kann nur ein professioneller Tarifvergleich Licht ins Dunkel der Unfallversicherungen bringen. Das ???? TARIFCHECK-Tool zeigt Ihnen die Tops und Flops.

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