Unfallversicherung sinnvoll – wann, wo und für wen?


Unfallversicherung sinnvoll oder nicht?


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Unfallversicherung sinnvoll oder nicht
Für wen macht eine private Unfallversicherung Sinn?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob eine private Unfallversicherung sinnvoll ist? Gibt es womöglich bessere Alternativen? Warum reicht die gesetzliche Unfallversicherung nicht aus? Über das PRO und CONTRA eines privaten Unfallschutzes scheiden sich die Geister. Nach unserem schweren Verkehrsunfall war die Antwort für uns ganz einfach: Es kommt ganz darauf an! Lesen Sie weiter und erfahren Sie, worauf genau.

Warum Otto die Unfallversicherung erfand?

Es war einmal im 19. Jahrhundert. Soweit reichen die Anfänge der Unfallversicherung zurück. Otto von Bismarck gründete 1885 die gesetzliche Unfallvorsorge. Hauptsächlich aus einem Grund: Die Arbeitsbedingungen in Deutschland waren katastrophal. Arbeiter hatten keinerlei Absicherung. Und fast ausnahmslos kein Geld. Daher rutschten die meisten Unfallopfer elend in die Armut ab. Das wollte Bismarck ändern.

Auch die private Unfallversicherung hat seit ihrer Erfindung nur eine wirklich wichtige Aufgabe. Das ist die finanzielle Absicherung für die Dauerfolgen einer gesundheitlichen Beeinträchtigung nach einem Unfall. Alle Zusatzleistungen entstanden über die Jahre als “schmückendes Beiwerk”. Das Wichtigste war, ist und bleibt jedoch die Vorsorge für den Invaliditätsfall. Vorsorge, wie sie die schwedische Popgruppe ABBA 1976 mit nur 3 Worten beschrieb: Money, Money, Money! 


Warum Ihr Kontostand entscheidet, ob für Sie eine Unfallversicherung sinnvoll ist


Unfallversicherung sinnvoll - Inhalte

Wie würden Sie eine Unfallversicherung bezeichnen?

  • sinnvoll
  • unverzichtbar
  • überflüssiger “Luxus”

Ob eine private Unfallversicherung vernünftig, unbedingt erforderlich oder gar Verschwendung ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die beiden alles entscheidenden Fragen lauten:

  1. Könnten Sie finanziell für immer auf Ihre Arbeitskraft verzichten?
  2. Wie viel ist Ihnen Ihre “Lebensfreude” wert?

Mit “Arbeitskraft” ist in diesem Fall Ihr geistiges und körperliches Leistungsvermögen gemeint. Wenn Sie morgens frei entscheiden, ob Sie aufstehen oder liegen bleiben und nur noch aus “Spaß an der Freud” arbeiten, dann ist eine private Unfallversicherung für Sie womöglich weniger sinnvoll als für die Mehrzahl aller Menschen.

Der Teufel ist ein Eichhörnchen

Wer kann schon sagen, was früher oder später einmal passiert. Wer weiß schon, ob er nicht irgendwann und irgendwo durch einen Unfall für immer gravierende und vor allem bleibende Gesundheitsschäden davonträgt. Getreu dem Motto: “Besser haben statt brauchen” sind die meisten Menschen mit Sicherheit gut beraten, wenn sie eine finanzielle Vorsorge mit einer leistungsstarken privaten Unfallversicherung treffen. Wichtig ist jedoch, dass Sie nicht irgendeine, sondern die beste Unfallversicherung für Ihren individuellen Bedarf wählen.

Häufig kommt es anders als man denkt 

Kennen Sie Murphys Gesetz oder besser bekannt als “Murphys Law”? In der Kurzform könnte man flapsig sagen: „Shit happens“. Aber diese Floskel hat einen sehr ernsthaften Hintergrund, welcher auch heute noch von Wissenschaftlern zur Vermeidung von Fehlerquellen herangezogen wird. Der Ingenieur Captain Murphy stellte 1949 nach einem fehlgeschlagenen Experiment die These auf: „Whatever can go wrong will go wrong.“ Was übersetzt so viel bedeutet wie: “Alles, was schiefgehen kann, wird auch (früher oder später) schiefgehen.”

Genau darum geht es bei einer Unfallversicherung: Um die plötzlich eintretenden Ereignisse, mit denen Sie nicht rechnen können. Die unerwartete Abweichung von “Plan A”, die Ihr Leben für jetzt und immer verändert. Um einen “Plan B”, der uns vor dem schützt, was unser Leben auszeichnet: Ungewissheit und stetige Veränderung!

Unfälle kann man nicht zu 100 Prozent vermeiden

Fakt ist: Selbst vorausschauende und übervorsichtige Menschen können nicht jeden Unfall vermeiden. Allerdings kann jeder Vorsorge treffen. Die meisten Menschen streben nach Stabilität und kalkulierbarer Sicherheit, doch Unfälle sind für den Einzelnen nicht berechenbar. Unfallereignisse treten aus heiterem Himmel und ohne Vorankündigung ein. Das Kölsche Grundgesetz beschreibt es so: “Et kütt wie et kütt.” Wenn es allerdings passiert, kann Ihr Schicksal für immer und alle Zeiten besiegelt sein.

Dass eine Unfallversicherung für die Mehrzahl der Menschen sinnvoll ist, wird im folgenden anhand von zahlreichen Beispielen und Fakten erläutert. Möglicherweise haben Sie für sich schon den Sinn dieser Police erkannt. Wichtig ist: Nur wenn Sie nach dem Lesen dieser Seite selbst das Gefühl haben, dass eine Unfallversicherung sinnvoll und notwendig ist, werden Sie langfristig mit dem Abschluss Ihrer Unfallversicherung zufrieden sein.

Das statistische Bundesamt beziffert die Zahl der Erwerbspersonen mit 41,84  Millionen (Februar 2015). Damit gibt es in Deutschland rund 42 Mio. Menschen, die ihr tägliches Brot mit eigener Arbeit erwirtschaften müssen und für die eine private Unfallversicherung sinnvoll ist. Demgegenüber ist die Gruppe der Euro-Millionäre in Deutschland mit rund 892.000 vergleichsweise klein (D.A.CH-Vermögensreport 2013). Unterm Strich kann man also mit Fug und Recht behaupten: Auf den ersten Blick sind rund 98 % aller Menschen mit einer Unfallversicherung sinnvoll und gut beraten.

Über den Unsinn und Sinn von Unfallversicherungen

Eine weit verbreitende Meinung ist: “Man kann sich nicht gegen alles versichern.” Das stimmt. Und selbst wenn, man sollte es auch nicht. Es gibt Versicherungen gegen dies und das. Viele Policen machen Sinn, andere sind nicht viel mehr als kreative Geistesblitze der Marketing-Strategen. Glaubt man der Berichterstattung in den Medien, nehmen Versicherungen teilweise hinsichtlich der versicherten Sachen und der Versicherungssummen geradezu absurde Formen an:

  • die Beine von Marlene Dietrichs: bereits 1930 versichert mit 1,8 Mio. Dollar
  • die Hände von Manuel Neuer: versichert mit 3 Mio. Euro
  • der Körper von David Beckham: versichert mit 195 Mio. Dollar (davon Beine: 3,5 Mio.)
  • das Brusthaar von Tom Jones: versichert mit 5,3 Mio. Dollar
  • der Po von Jennifer Lopez: versichert mit 20 Mio. Dollar

Für viele Versicherungspolicen gilt: “Nice to have”, aber sie sind kein “Must have”. Es gibt jedoch auch einige Versicherungen, die so essentiell sind, dass eine Diskussion, ob man diese Absicherung benötigt, nicht mehr auf die Tagesordnung gehört. Allenfalls muss man sich Gedanken machen, wie man den Vertrag optimal gestaltet und wo man die beste Police findet.


Eine private Unfallversicherung: Für körperlich Tätige zweifellos sehr sinnvoll!


Eine Unfallversicherung ist vor allem für Bauhandwerker sinnvoll

Jeder Mensch kann jederzeit einen Unfall erleiden. Für bestimmte Berufe birgt aber bereits die tägliche Arbeit ein erhöhtes Risiko. Außerdem sind die Beitragsunterschiede bei einigen Berufsbildern extrem. So kann der Beitrag für eine private Unfallversicherung für einen 30-jährigen Schreiner zwischen 245 und 992 Euro im Jahr variieren. (Grundsumme: 150.000 Euro mit 500 % Progression und 100 Unfallkrankenhaustagegeld).

Gemäß einer 2018 durchgeführten Analyse der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) bergen handwerkliche Berufe im Bauhaupt- und Baunebengewerbe das höchste Arbeitsunfallrisiko:

  • Maurer
  • Zimmerer
  • Steinmetze

Auf 1.000 Vollarbeiter (VA) wurden in den Bauberufen 138 Arbeitsunfälle gemeldet. Außerdem sind folgende Berufe besonders unfallträchtig:

  • Abfallentsorgung / Müllabfuhr (108 Arbeitsunfälle auf 1.000 VA)
  • Lokomotivführer (100 Arbeitsunfälle auf 1.000 VA)

Im Vergleich dazu liegen die Unfallschadenquoten auf 1.000 Vollarbeiter:

  • für Fertigungs-Hilfsarbeiter bei 95 Arbeitsunfällen
  • für Dachdecker, Fliesen- und Bodenleger, Stukkateure, Glas bei 94 Arbeitsunfällen
  • für Konditoren und Bäcker, Fleischer etc. bei 89 Arbeitsunfällen
  • für Fahrer von Gabelstaplern, Baggern und Kränen bei 77 Arbeitsunfällen
  • für Restaurantfachkräfte bei 12 Arbeitsunfällen
  • über alle Berufe bei 23 Arbeitsunfällen
  • für Büroangestellte bei 4 Arbeitsunfällen

Eine private Unfallversicherung ist insbesondere immer dann besonderes sinnvoll, wenn keine Berufsunfähigkeitsversicherung besteht beziehungsweise nicht abgeschlossen werden kann. In der Praxis gibt es dafür in der Regel 2 Gründe:

  • die Berufsunfähigkeitsversicherung ist zu teuer.
  • die Berufsunfähigkeitsversicherung wird aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigung vom Versicherer nicht angenommen. In diesem Fall bieten sich Unfallversicherungen mit und ohne Gesundheitsfragen an.

TIPP: Die Neuharlinger Versicherung (NV) stuft derzeit 112 Handwerksberufe in die günstigste Gefahrengruppe A ein.


Weshalb für Motorradfahrer eine Unfallversicherung extrem wichtig und sinnvoll ist


Besonders für Motorradfahrer ist eine Unfallversicherung sinnvoll

Motorradfahren ist eine Lebenseinstellung. Entweder man ist dafür oder dagegen. In etwa wie beim Camping – nur gefährlicher. Wenn Sie Biker sind oder die US-amerikanische Abenteuerkomödie “Born to be wild” u.a. mit John Travolta kennen, wissen Sie, was ich meine. Aber ist eine Unfallversicherung für Motorradfahrer sinnvoll? Auf diese Frage kann es nur eine seriöse Antwort geben und die lautet: Ja! Lesen Sie weiter wie Sie sich für kleines Geld als Motorradfahrer bestmöglich schützen können.

Eine Unfallversicherung ist so sinnvoll wie Helm und Protektoren

Aktuell gibt es in Deutschland etwa 4.000.000 zugelassene Motorräder. Kein Wunder, denn Motorradfahren macht riesigen Spaß. Aber es bleibt auch stets ein erhöhtes Risiko. Die Tochter und der Schwiegersohn meiner Nachbarn sind beide vor wenigen Jahren bei einem tragischen Unfall mit ihrem neuen Motorrad tödlich verunglückt.

Ich fahre derzeit selbst eine Yamaha XVS 650 Dragstar – mein Sohn eine Yamaha XTZ 660 Teneré. Auch wir kennen die Statistiken und wissen, weshalb Motorradfahren gefährlich ist. Zwar kann man mit geeigneter Schutzausrüstung und umsichtiger Fahrweise das Verletzungsrisiko minimieren, ganz vermeiden können Sie es jedoch nicht. Aus diesem Grund ist ein privater Unfallschutz gerade für Motorradfahrer so außerordentlich wichtig.

Biker haben keine Knautschzone

Für Motorradfahrer ist eine Unfallversicherung sehr sinnvoll, da vor allem schwerste Verletzungen des Kopfes, der Beine und der Füße zu beklagen sind. Der für einen Motorradunfall typische „Mehrfachanprall“ (zum Beispiel die Kollision mit dem eigenem Tank, mit dem eigenem Lenker, mit der Motorhaube des Gegners, danach mit der B-Säule bzw. Frontscheibe, sowie dem Dach und letzlich der Aufprall auf der Straße und das abschließende Rutschen über Pflaster und Asphalt) führt bei 25 % der Verunglückten zu einem Polytrauma.

Die Unfallforschung bestätigt den Sinn einer Unfallversicherung:

  • Motorrad-Unfallopfer sind nahezu ausschließlich männlich und
  • in 75 Prozent aller Fälle unter 30 Jahre alt.
  • 1/3 aller Motorrad-Unfälle passiert in den späten Nachmittags- und Abendstunden des Monats Mai – kurz nach der Winterpause.
  • Biker mit Fahrpraxis verunfallen deutlich seltener als unerfahrene Fahrer.
  • Die meisten Unfälle ereignen sich innerorts im Kreuzungsbereich bzw.
  • außerorts aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit. 
  • Gruppenfahren erhöht das Unfallrisiko.
  • Die Schutzfunktion von Helm und Kleidung wird überschätzt, denn bei einem Auf- oder Anprall kommen auch Protektoren an ihre Grenzen.
  • Bei nahezu 2 von 3 Motorrad-Unfällen sind andere KFZ beteiligt.
  • Das Risiko einer tödlichen Verletzung ist auf dem Motorrad 16 Mal höher als mit einem PKW.

Untersuchungen zeigen: Das Risiko eines Motorradunfalls wird in der Regel überschätzt, denn auf 100 Millionen Personenkilometer verunglücken “nur” 4,65 Motorradfahrer tödlich. Doch damit führen Biker die Unfallstatistik an. Aus diesem Grund und aufgrund des mangelnden Schutzes führt an einer Unfallversicherung für vorausschauende und verantwortungsvolle Biker kein Weg vorbei. Empfehlenswert ist eine Grundversicherungssumme von mindestens 200.000 Euro. Am sinnvollsten in Kombination mit einer Progression von 225 bis 350 Prozent.

UNFALLVERSICHERUNG FÜR MOTORRADFAHRER


Warum eine Unfallversicherung für Autofahrer empfehlenswert ist


Eine Unfallversicherung ist für Autofahrer sinnvoll

Die Zahl tödlicher Verkehrsunfälle war in 2019 in Deutschland auf dem tiefsten Stand seit 60 Jahren. Dessen ungeachtet endete die Fahrt für 3.059 Verkehrsteilnehmer tödlich. Gleich zwei Cousins von mir sind bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt. Dazu muss man wissen, dass wir eine sehr große Familie sind. Aber auch meiner Frau und mir zeigte ein unverschuldeter schwerer Verkehrsunfall im Jahr 1985, warum man als Autofahrer eine Unfallversicherung braucht. Als “positiver” Effekt von Corona Noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 wurden in einem Monat weniger Menschen bei Verkehrsunfällen getötet als im März 2020. Die Zahl der Verletzten sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 27 Prozent auf rund 20.400. Einzig im Februar 2010 hatte es in einem Monat weniger Verletzte bei Verkehrsunfällen gegeben (rund 19.500).

Zahlen, Daten und Fakten zum Unfallrisiko für Autofahrer

  • Knapp 70 % und damit die meisten Unfälle ereignen sich in der Ortschaft
  • Jeder 8. Verkehrsteilnehmer verunglückt tödlich auf einer Autobahn
  • Die Unfallfolgen bei Autobahn-Unfällen sind aufgrund des höheren Tempos folgenschwerer
  • Landstraßen sind gefährlicher, da oft eine Fahrbahn-Trennung ebenso fehlt, wie geeignete Möglichkeiten zum Überholen. Viele Kreuzungen und schlechte Einsicht z.B. durch Hecken und Büsche kommen hinzu. Ungesicherte Hindernisse wie Bäume erhöhen das Unfallrisiko.
  • 2,7 Millionen Unfälle im Jahr 2019 (+ 1,9 % zum Vorjahr)
  • Circa 300.200 Unfälle mit Personenschaden
  • In Deutschland wurden von 2007 bis 2016 2,12 Autofahrer pro Milliarde Personenkilometer getötet (im Vergleich dazu nur 0,13 Bahnreisende)

UNFALLVERSICHERUNG FÜR AUTOFAHRER


Ist eine Unfallversicherung als Rentner noch sinnvoll ?


Treppenstürze zeigen weshalb eine Unfallversicherung als Rentner noch sinnvoll ist

Senioren und Kinder bilden die Bevölkerungsgruppe mit dem höchsten Unfallrisiko. Nicht nur Stürze mit Rollatoren und Gehhilfen zeigen, warum eine Unfallversicherung für Rentner besonderes sinnvoll und notwendig ist. Studien belegen: Mit zunehmendem Alter steigt der Bedarf einer Unfallversicherung für Rentner. Experten rechnen bei etwa 14 Mio. in Deutschland lebenden Senioren mit fünf bis sechs Millionen Stürzen pro Jahr. Gerade im fortgeschrittenen Alter fragen sich daher viele Menschen:

“Ist eine Unfallversicherung im Alter noch sinnvoll?

Sicher gibt es auch Gründe, die gegen eine Unfallversicherung für Senioren sprechen. Zum Beispiel der finanzielle Aufwand, denn auch eine Unfallversicherung für Rentner kostet Geld. Gerade im Alter müssen viele Menschen angesichts sinkender Renten noch mehr rechnen als sonst. Dennoch sollte man nicht an der falschen Stelle sparen.

Grundsätzlich kann man festhalten:

Bis auf die Risiken, die früher einmal am Arbeitsplatz bestanden, gelten für den Rentner nahezu die gleichen Gefahren, wie während seines aktiven Berufslebens. Die Risiken als Fußgänger, Radfahrer oder als PKW-Führer/-beifahrer im Straßenverkehr, bei sportlichen Aktivitäten, bei Arbeiten im und ums Haus oder Wohnung, bei Wanderungen oder Spaziergängen oder auch nur einfaches Stolpern oder Ausrutschen zuhause können schnell zu Verletzungen mit Dauerfolgen führen.

Für Alleinstehende kann bereits ein Bagatellunfall der Auslöser für die Unterbringung im Pflegeheim sein. Häufig ist bei älteren Menschen nach einem Unfall nicht nur der Körper, sondern auch die Seele betroffen, denn gerade bei Senioren stellt man oft eine lebenslange Sturzangst fest. Manche Unfallversicherungen wie z.B. Prokundo bieten diesbezüglich bis zu 5.000 Euro für die psychische Verarbeitung eines Unfalls, z.B. beim vorliegen einer schweren Depression.

Ab 50plus wird am liebsten gewandert

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ging bereits 2009 von 370 Mio. Tageswanderungen aus. Damit stellt Wandern die Freizeitaktivität schlechthin dar. Laut einer Allensbach-Umfrage (2019) interessieren sich besonders Rentner und Senioren fürs Wandern.

  • 8,18 Mio. Freizeit-Wanderer sind 50 – 59 Jahre alt
  • 6,63 Mio. Freizeit-Wander sind 60 – 69 Jahre alt
  • 6,33 Mio. Freizeit-Wanderer sind 70 Jahre oder älter

Nicht nur erfahrene Mediziner wissen: Wandern ist gut für die Gesundheit – birgt aber auch erhebliche Risiken. Das Kraxeln über Stock und Stein bringt Gefahren mit sich. Selbst dem erfahrensten Wanderer kann es passieren, dass er durch einen Unfall schwerwiegende Verletzungen erleidet. Rund 7.800 Wanderer und Bergsteiger ziehen sich pro Jahr Sportverletzungen zu. 6.500 Wander-Unfälle werden durch Mountainbiker verursacht.

Mit dem Alter steigt das Verletzungsrisiko

Die wandertypischen Unfallverletzungen resultieren in 77 % der Fälle aus Stürzen durch stolpern und ausrutschen. Dreiviertel aller Unfälle passieren beim Abstieg. Dies liegt vor allem an folgenden Gründen, welche sich mit zunehmendem Alter häufen:

  • mangelnde körperliche Fitness und Kondition
  • eingeschränkte sportmotorische Fähigkeiten
  • unzureichende Konzentration
  • Überschätzung und Überforderung
  • Verirren und versteigen

Eine private Unfallversicherung macht vor diesem Hintergund für ältere Menschen vor allem dann Sinn, wenn unter anderem die folgenden Punkte erfüllt werden:

  • Weltweiter 24h-Vollzeitschutz
  • Mitversicherung von Erfrierungen sowie Sonnenbrand oder -stich
  • Einschluss von Infektionen infolge Hautverletzungen durch Tiere, z.B. Insektenstiche, Zeckenbisse wie z.B. Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) und Borreliose
  • Todesfall-Leistung auch bei Verschollenheit
  • Knochenbruchklausel, d.h. Leistungen bei Frakturen von Schädel, Wirbelsäule, Becken, Oberarm, Unterarm, Oberschenkel, Unterschenkel
  • Keine altersbedingte Beendigung
  • Erhöhte Kraftanstrengungen und Eigenbewegungen sind mitversichert
  • Kosten für Such-, Bergungs- und Rettungseinsätze, sowie der Transport ins Krankenhaus und Mehrkosten sind möglichst hoch, z.B. bis 1 Mio. Euro beitragsfrei mitversichert

Rentner sind rüstiger und reiselustiger

Lassen Sie mich Ihnen eine kurze wahre Geschichte von meinem Vater erzählen. Er ist Jahrgang 1939. Vor 2,5 Jahren motivierte ich ihn, sich ein eBike zu kaufen. In ein paar Monaten feiert er nun seinen 81. Geburtstag. In dieser kurzen Zeit ist er sage und schreibe über 14.000 km mit seinem elektrifizierten Drahtesel geradelt. Eine Wahnsinns-Leistung, stimmt’s? So gesehen ist er ein routinierter und sicherer Fahrer, aber es kam trotzdem wie es kommen musste…

Zu seinem achtzigsten Geburtstag hatten wir ihm ein verlängertes Wochenende in Holland geschenkt. Selbstverständlich nahm er sein geliebtes Fahrrad mit. Als er eines nachmittags an einer großzügig angelegten Ufer-Promenade zwischen zwei Felsblöcken hindurchradelt, tritt das Unvorhergesehene ein. Von einem Stein zum anderen war ein Seil gespannt, welches nur sehr schwer erkennbar war. Mein Vater hatte es nicht gesehen. Der Strick stoppte ihn abrupt in voller Fahrt und er knallte übel auf den Asphalt. Es ist ein Segen, dass ihm bis auf ein paar Schürfwunden und blaue Flecken nichts weiter passierte.

Warum erzähle ich Ihnen diese Geschichte? Weil Rentner heutzutage viel aktiver sind als früher. Mir ist bewusst, dass nicht jeder 80-jährige in einer derart körperlich guten Verfassung ist, aber insgesamt verreisen mehr Rentner, fahren weite Strecken mit dem Auto, gehen ihren Hobbys nach und treiben allerhand Sport. Udo Jürgens landete 1977 mit seinem Hit “Mit 66 Jahren fängt das Leben an” einen Volltreffer und beschrieb das Phänomen, aus dem vielfältige Unfallrisiken resultieren. Die gestiegene Aktivität älterer Menschen macht den Unfallversicherern zu schaffen, denn Senioren erleiden häufiger und schwerere Unfälle.

Deshalb sind die meisten Rentner mit einer Unfallversicherung sehr gut bedient sind. Doch Vorsicht! Viele Unfallversicherungen haben jedoch eine Altersgrenze. Ab diesem Zeitpunkt bieten einige Anbieter keinen oder nur noch einen stark eingeschränkten Unfallschutz an.

Zahlen, Daten und Fakten zum Unfallrisiko für Rentner

Die Unfallstatistiken belegen: Gerade im Ruhestand wird eine Unfallversicherung für Rentner immer sinnvoller. Alle Menschen wollen selbstbestimmt und mobil alt werden, doch oft führt ein Unfall gerade Senioren lebenslang in die totale Abhängigkeit.

  • Vor allem über 75-jährige Senioren sind zunehmend für Unfälle u.a. im Straßenverkehr verantwortlich.
  • Immer mehr Senioren verletzen sich bei Unfällen mit dem Fahrrad.
  • Ab 75 Jahren ist das Risiko, einen Unfall zu verursachen um 80 % höher als beim Durchschnittsfahrer.
  • Ab 80 Jahren ist das Unfallrisiko 3 Mal so hoch
  • Jedes 6. Fahrrad-Unfallopfer ist über 65 Jahre alt.
  • Bei Senioren sind nach einem Unfall häufig Knochenbrüche (Oberschenkelhalsbruch) und schwere Kopfverletzungen zu bedauern.

Stürze sind die Unfallursache “Nr.1”

  • Stürze verursachen in Deutschland rund 250.000 Krankenhaus-Einweisungen pro Jahr
  • ca. 120.000 Oberschenkelhalsfrakturen durch Stürze
  • die Hälfte aller Sturzopfer hat vor dem Unfall einen selbständigen Haushalt geführt
  • über 65 Jahre: ca. 30 % stürzen mindestens 1x pro Jahr
  • über 90 Jahre: ca. 56 % stürzen mindestens 1x pro Jahr
  • in Pflegeheimen kommen auf einen Bewohner 1,5 Stürze
  • Männer stürzen weniger oft als Frauen
  • Hüftfrakturen verursachen Kosten von ca. 2,8 Mrd. Euro p.a.

Bereits junge Menschen erleiden durch Stürze bleibende Schäden. Manchmal sogar mehr als das. So starb der deutsche Jahrhundert-Tenor Fritz Wunderlich im Alter von nur 35 Jahren einen Tag nach einem Sturz auf der Treppe im Jagdhaus von Freunden.

Wie tragisch sogar ein zunächst vollkommen banaler Treppensturz enden kann, zeigt das Beispiel von Katharina Gozdan. Sie verbrachte mit ihrer Mutter den Urlaub in Florenz. Nach einem unspektakulären nächtlichen Sturz auf einer Treppe ging sie zunächst nur von einer harmlosen Schürfwunde aus. Doch die Wunde wollte nicht richtig heilen. Als sie Monate später im Krankenhaus aus dem Koma erwachte, hatten ihr die Ärzte beide Hände und Beine amputiert. Was niemand ahnte: Katharina Gozdan hatte sich mit Streptokokken infiziert. Den Medizinern blieb keine andere Wahl. Eine Horrorvorstellung, bei der es mir kalt den Rücken hinunter läuft…

Je älter ein Mensch wird, desto häufiger stürzt er

Laut Statistik stürzt etwa 1/3 der über 65-jährigen mindestens einmal jährlich. Etwa jeder 5. Sturz zieht eine medizinische Betreuung nach sich. Vier von fünf Personen, die im Haushalt tödlich verunglückten sind älter als 65 Jahre (Quelle: Statistisches Bundesamt Wiesbaden). Aufgrund der Häufigkeit wird das Thema “Sturz im Alter” in der Geriatrie als spezielles medizinisches Problem behandelt.

Ursachen von Sturzunfällen im Alter:

  • Altersschwäche
  • eingeschränkte Mobilität
  • akute Erkrankungen
  • Sturzangst aufgrund zurückliegender Erlebnisse
  • Altersgebrechlichkeit
  • Bewegungs- und Balance-Störungen aufgrund Muskelschwäche
  • Mangelnde Kondition bei körperlicher Belastung
  • Eingeschränktes Seh- und Hörvermögen
  • Fortbewegungsgeschwindigkeit nimmt spürbar ab
  • Wahrnehmungsdefizite
  • Demenz
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Inkontinenz und Harndrang vor allem nachts
  • Schwindelanfälle
  • Kombinierte Einnahme von oftmals mehreren verschiedenen
  • Medikamenten wie z.B. Neuroleptika oder Antidepressiva
  • Falsch beleuchtete Räume und Treppen
  • glatte Böden und Oberflächen
  • falsches Schuhwerk
  • u.v.m.

Stürze passieren immer und überall:

  • von Leitern
  • auf Treppen
  • mit der Gehhilfe oder dem Rollator
  • beim spazierengehen und wandern
  • im Schwimmbad
  • mit dem eBike, Pedelec oder mit dem Fahrrad
  • beim Sport und Fitnessclub
  • bei Arbeiten im und ums Haus
  • auf glatter Straße im Winter

Bereits kleine Stürze haben große Auswirkungen

Nicht selten führen Sturzunfälle zu schweren Kopfverletzungen mit bleibenden Schäden. Ebenso häufig sind Oberschenkelhalsfrakturen zu verzeichnen. Die betroffenen Senioren werden auf Dauer benachteiligt und in ihrer Selbstständigkeit massiv eingeschränkt. Hinzu kommt das Problem, dass die Widerstandskraft und Regenerationsfähigkeit des Körpers ebenfalls nachlässt und schon kleinste Stürze zu enormen Problemen mit langfristigen Folgen führen. Beispielsweise komplizierte Knochenbrüche, welche die Bewältigung des Alltags noch schwieriger machen. Um in solchen Fällen nicht allein auf weiter Flur zu stehen und zumindest eine finanzielle Unterstützung genießen zu können, ist eine Unfallversicherung für Rentner sehr sinnvoll.

Viele Sturzfolgen ließen sich durch geeignete Schutzmaßnahmen verringern. Beispielsweise können Hüftprotektoren (Crash-Pads) insbesondere ältere Menschen wirksam schützen können. Doch wer will sein Leben nur noch mit Schutzausrüstung verbringen? Die beste Lösung ist eine Unfallversicherung, die auch für unfallbedingte Sturzfolgen wie z.B. Oberschenkelhalsfrakturen leistet. Doch viele Unfallversicherer bieten älteren Menschen keinen oder nur sehr stark eingeschränkten Versicherungsschutz.

In diesen Fällen zahlt die beste Unfallversicherung

Stürze waren im Jahr 2017 mit rund 85 Prozent oder 9.373 tödlichen Unfällen die Unfallgefahr Nummer eins in Deutschland. Besonders häufig sind Senioren betroffen, denn 7.990 Unfallopfer waren mindestens 75 Jahre alt. Ein Abbau der Muskelkraft, Beweglichkeit und des Balance-Gefühls kann bereits ab Mitte 50 beginnen. Dies wird jedoch oft von den Betroffenen nicht wahrgenommen bzw. hinsichtlich des Unfallrisikos unterschätzt.

Typische Schadenbeispiele für Sturzfolgen sind:

  • Kleinkinder stürzen vom Balkon in die Tiefe
  • Hausbesitzer stürzen beim Reinigen der Dachrinne von der Leiter
  • die alte Dame fällt die Kellertreppe hinunter
  • der Senior stolpert und stürzt über abgestellte Flaschen und Kartons
  • Jugendliche stolpern über ein Computerkabel
  • die Hausfrau stürzt beim Schränke-Abwaschen vom Tritthocker
  • der Vater stolpert beim Transport von Gartenabfall in eine Harke

Ein Unfall kann immer und überall passieren. Die beste Unfallversicherung für junge und alte Menschen sollte deshalb grundsätzlich einen 24-Stunden-Unfallschutz bietet. Das bedeutet für Sie, dass Sie rund um die Uhr gegen die finanziellen Folgen eines Unfalls geschützt sind. Darüber hinaus kennzeichnet die beste Unfallversicherung eine weltweite Geltung ohne Einschränkung auf berufliche oder private Aktivitäten.

Das überdurchschnittlich hohe Sturz-Risiko, macht eine Unfallversicherung sinnvoll für Senioren. Stürze im Alter gelten in der Altersmedizin (Geriatrie) als besonderes Risiko. Der Grund liegt auf der Hand:

Der Treppen-QuickCheck deckt Sturzrisiken auf

Nahezu jeder 3. Mensch im Alter von 65 Jahren fällt mindestens ein Mal jährlich. Die Forscher sprechen diesbezüglich vom “Alterssyndrom”. Fast jeder 5. Sturz muss medizinisch behandelt werden. Stürze ziehen nicht selten langwierige Behandlungen, eingeschränkte Mobilität, Unsicherheit und womöglich einen lebenslangen Pflegebedarf nach sich.

Mit einfachen Mitteln lassen sich viele Stürze vermeiden. Dabei hilft Ihnen der Treppen-QuickCheck und die 32-seitige kostenlose Broschüre “Sturzunfälle sind vermeidbar“.

Welche Leistungen sind in einer Unfallversicherung sinnvoll für Rentner und wenn ja, warum.

Während bei jüngeren Menschen die Unfallversicherung in erster Linie ein möglicherweise entfallendes Einkommen und unfallbedingte Mehrkosten abdecken soll, sieht die Lage beim Rentner anders aus. Er benötigt häufig nicht mehr den Einkommensersatz, hat dafür aber einen anderen Bedarf.

Die Invaliditätssumme kann daher niedriger gewählt werden. Eine Unfall-Rente – häufig ein sehr hoher Kostenfaktor und nur bedingt zu empfehlen – sollte höchstens so hoch gewählt werden, dass der Lebensunterhalt und eventuell notwendige Arznei- oder auch Heil- und Hilfsmittel bezahlt und der Bedarf an langfristigen Haushaltshilfen oder Pflegepersonal finanziert werden können.

Sinnvolle Unfallleistungen für Senioren:

  • Haushaltshilfe
  • Service-Leistungen z.B. Wäsche-Service und Essenszubereitung
  • Reinigung der Wohnung
  • Unterstützung bei Arztbesuchen, Bank- oder Behördengängen
  • Begleitung zu Behandlungen und Anwendungen
  • Kosten für die Einrichtung einer Notrufhilfe sowie ggf. die Übernahme der monatlichen Gebühr

TIPP: Neben attraktiven altersgerechten Zusatzleistungen sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Ihr Unfallschutz nicht mit dem 65. Lebensjahr automatisch endet. Viele Verträge beinhalten solche Klauseln und sehen mit Erreichen der “Altersgrenze” rigoros die Beendigung des Vertrages vor. Eine Unfallversicherung für Rentner ist dann sinnvoll, wenn sie dem Bedarf angepasste und bezahlbare Leistungen bis zum 100. Lebensjahr und auch darüber hinaus anbietet. Spezielle Hochleistungstarife ohne jegliche Altersbegrenzung bietet z.B. die InterRisk Unfallversicherung.

UNFALLVERSICHERUNG FÜR RENTNER


Weshalb für Kinder eine Unfallversicherung nicht nur sinnvoll sondern unverzichtbar ist


Eine Unfallversicherung ist besonders sinnvoll für Kinder

Häufig fragen sich besorgte Eltern, ob eine Unfallversicherung sinnvoll und notwendig für ihre Kinder sei. Meine Frau und ich haben uns diese Frage als Eltern von 3 Kindern ebenfalls gestellt. Die Antwort ist einfach: Gerade für Kinder ist eine Unfallversicherung sehr sinnvoll. Lesen Sie weiter, warum das so ist.

Fakt ist:  Das Verhalten von Kindern kann man nicht vorhersehen. Häufig entstehen Gefährdungen aus einer Situation heraus, die man als Erwachsener nicht sah und erkannte. So zum Beispiel in dem tragischen Umkipp-Unfall, als eine Ikea Malm-Kommode einen 2-jährigen Jungen erschlug. Ikea zahlte umgerechnet 41 Mio. Euro an die Eltern. Die Welt ist vollkommen anders, wenn man sie mit Kinderaugen betrachtet. Eine umfassende GfK-Studie aus dem Jahr 2012 zeigt: Eltern schätzen die Unfallgefahren für ihr Kind falsch ein!

TIPP: Gehen Sie doch einmal runter in die Hocke und betrachten Sie Wohnung, Balkon und mögliche Gefahrenquellen im Garten aus der Froschperspektive. Eine Veränderung des Standpunkts bringt oftmals wertvolle Erkenntnisse.

Das macht die Welt für Kinder so gefährlich:

Kinder wollen ihre Umwelt erkunden und in der Pubertät sogar ganz bewusst anders sehen und erfahren als ihre Eltern. Aus Prinzip! Kinder und Jugendliche nehmen daher die Welt tatsächlich ganz anders wahr. Deshalb gehören Unfälle für Kinder und Heranwachsende zu den größten Gesundheitsrisiken.

  • Kinder sind Forscher, Entdecker und Abenteurer
  • Jedes 3. hat bereits einen Unfall erlitten
  • Bei 6 % der Kinder kommt es zu einer dauernden Beeinträchtigung (Invalidität)
  • Neugier und Wissbegierde sind eine angeborene Überlebensstrategie
  • Mangels Erfahrung können Kinder Gefahrensituationen nicht richtig bewerten
  • Unbekanntes wird angefasst und oft auch in den Mund gesteckt
  • Bereits Kleinkinder ertasten ihre Umgebung mit Händen, Füßen und dem Mund
  • Stürze vom Wickeltisch sind bei Säuglingen die häufigste Ursache für
  • Verbrühungen, Ertrinken und Stürze sind die größten Risiken für Kinder bis 3 Jahre
  • Jährlich erleiden ca. 125.000 Kinder bis 5 Jahre einen Sturzunfall
  • Kinder bis 5 Jahre reagieren doppelt so langsam wie Erwachsene
  • Erst mit 7 Jahren können Kinder die Richtung eines Geräusches korrekt einordnen
  • Kinder können erst im Alter von 9 Jahren Entfernungen richtig einschätzen
  • Pubertierende Jugendliche suchen sich selbst
  • Jungs messen laufend, wer der Stärkere, der Schnellere, der Mutigere ist

Hier passieren die meisten Kinderunfälle

  • Regal und Schränke dienen als Klettergerüst
  • Betten werden zu Hüpfburg und Trampolin umfunktioniert
  • Spitze Ecken und scharfe Kanten führen zu Kopfverletzungen
  • Hohe Möbel und vor allem Kommoden mit Schubladen sind häufig nicht an der Wand befestigt und können nach vorne stürzen
  • Ungesicherte Steckdosen verleiten zur Untersuchung mit metallischen Gegenständen
  • Kinder haben ungehinderten Zugang zu elektrische Geräten
  • An steile Treppen fehlen Schutzgitter
  • Unverschlossene Chemikalien, Waschmittel, Reiniger, Spülmaschinen-Tabs oder bunte Tabletten ziehen Kinder magnetisch an
  • Heiße Speisen und frisch gekochter Kaffee oder Tee führen zu Verbrennungen oder Verbrühungen
  • Ungesicherte Biotope, Teiche, Pools oder Regenfässer werden zur tödlichen Falle
  • Unbeaufsichtigtes Planschen von Kleinkindern
  • Verzehr von giftigen Gewächsen

Der gesetzliche Schutz ist löchrig wie ein Schweizer Käse

Jeden Sommer beginnt für etwa 8 Mio. Kinder ein neues Schuljahr, davon für etwa 700.000 Schüler zum ersten Mal. Der erste Schultag steht bevor und damit “eine neue Welt”, mit unbekannten Gefahren auf dem Weg zur Schule und während der Schulzeit. Was viele Eltern nicht wissen: Bei einem Unfall auf dem Schulweg beziehungsweise in der Schule bietet die gesetzliche Unfallversicherung nur einen sehr geringen Schutz. So zum Beispiel nur eine Monatsrente von 387,33 EUR für ein achtjähriges Kind bei 60 Prozent Minderung der Erwerbsfähigkeit. Welches Kind soll davon ein Leben lang leben?

Für 60 Prozent aller Unfälle, welche in der Freizeit passieren, besteht überhaupt kein gesetzlicher Versicherungsschutz, denn Kinder, Schüler und Studenten sind gesetzlich nur in der Kindertagesstätte (KiTa), Schule oder Uni versichert. Gleiches gilt für die direkten Wege dorthin und zurück. Das bedeutet jedoch: Kinder sind die meiste Zeit des Tages NICHT versichert. Aber gerade in der Freizeit, am Nachmittag, abends, am Wochenende und in den Ferien passieren die meisten Unfälle.

Die Lösung – Eine ausgezeichnete Kinderunfallversicherung vom Testsieger

Kinderunfallversicherung ist nicht gleich Kinderunfallversicherung. Deshalb sollten Eltern unbedingt darauf achten, dass eine möglichst solide Invaliditätsabsicherung von mind. 200.000 EUR für ihre Kinder besteht. Gerade dann, wenn Kinder bereits in jungen Jahren aufgrund von Hobbys (z.B. Reitsport, Motorsport, Inline-Skating) riskanter leben. So ist zum Beispiel eine Reiterunfallversicherung für Kinder in jedem Fall sinnvoll. Vorausschauende Eltern sollten in Erwägung ziehen, dass Kinder sich in diesem Stadium noch nicht selbst absichern können. Einem Kind später womöglich erklären zu müssen, warum es gegen Unfallrisiken privat nicht abgesichert war ist nicht nur traurig, sondern überzeugend auch gar nicht durchzuführen. Die sehr niedrigen Beiträge machen eine Unfallversicherung sinnvoll und bezahlbar – vor allem für Kinder.

UNFALLVERSICHERUNG FÜR KINDER


Ist eine Unfallversicherung bereits für Säuglinge und Kleinkinder sinnvoll?


Ein Unfallversicherung ist bereits für Säuglinge und Kleinkinder empfehlenswert

Unfälle sind das größte Gesundheitsrisiko für Kinder. In Bezug auf Stürze stellen Säuglinge und Kleinkinder eine Hochrisikogruppe dar. Da ist sich die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e. V. sicher. Jeder 2. Unfall bei Kindern unter 5 Jahren ist auf ein Sturzereignis zurückzuführen.

Studien zeigen jedoch: Die tatsächlichen Risiken werden von Eltern falsch eingeschätzt, denn 66 Prozent aller Unfälle von Kindern bis zum Alter von 5 Jahren ereignen sich im Haushalt. Demgegenüber erleiden Kinder zwischen 1 und 4 Jahren relativ seltener Unfälle im Straßenverkehr. Wenn, dann in der Regel als Mitfahrer in einem PKW oder auf einem Fahrrad. Kinder im Vorschulalter oft auch selbst als Fußgänger. Das Kind meiner Tante riss sich als Kleinkind von der Hand der Mutter los, wurde von einem Auto erfasst und dabei tödlich verletzt.

Die häufigsten Unfallarten bei Säuglingen und Kleinkindern

Neugeborene und Kinder von 0 – 6 Monate

  • Stürze von der Wickelkommode
  • Unfälle beim Transport z.B. in einer Babytrage
  • Ersticken
    • schwere Kopfkissen oder Decken und Tücher
    • ebenso Windeln, Lammfelle oder Kuscheltiere
    • Schlafen im Elternbett durch Erdrücken
    • Plastiktüten
    • Geldstücke
    • Knöpfe
    • Pinwand-Magnete
    • Knabbereien wie z.B. Erdnüsse
    • Kleine Teile an Kinderspielzeug
    • Knopfbatterien
    • durch Einatmen von Baby-Puder
    • Bänder, Schnullerketten, Kordeln

Kinder im Alter von 7 Monaten bis ca. 4 Jahre

Vor allem wenn Kinder mobil werden und frei laufen lernen, sollten Sie der Vermeidung von Unfällen eine ganz besondere Bedeutung beimessen. Denn gerade im 2. und 3. Lebensjahr kommt es in den folgenden Situationen häufig zu Unfällen:

  • Verschlucken von Sachen
  • Vergiftungen bzw. Verätzungen
    • Putzmittel und Reiniger
    • ätherische Duftöle
    • Lampenöle
    • Arzneimittel
    • Farben und Lacke
    • Giftige Pflanzen im Haus und im Garten
    • flüssiger Grillanzünder
    • Zigaretten
  • Verbrühungen bzw. Verbrennungen
    • Herd
    • heiße Töpfe
    • Grill
    • Kamin
    • Ofen
  • Stürze beim Treppensteigen
  • Stürze durch Lauflernhilfen und Babywalker z.B. “Gehfrei”
  • Unfälle durch einen elektrischen Schlag
    • Einführen von Gegenständen in eine Steckdose
    • Ungesicherte Stromkabel oder -verlängerungen
  • Ertrinken auf dem eigenen oder benachbarten Grundstück
    • Badewanne
    • Planschbecken
    • Swimmingpool
    • Gartenteich
    • Regentonne
    • Wassereimer
    • Feuchtbiotope
    • Bäche
  • Konfrontationen mit Haustieren wie z.B Biss durch Hund oder Katze

Kleinkinder ab ca. 5 Jahren

  • Unfälle bei der Ausübung von Sport- und Freizeitaktivitäten
    • Sturzunfälle
    • Unfälle durch Zusammenprallen
  • Verkehrsunfälle

Mit einem Sicherheits-Check für das Kleinkindalter können Sie leicht potenzielle Gefahren erkennen und mit wenig Aufwand entschärfen.


Eine Unfallversicherung ist für die ganze Familie sinnvoll


In Deutschland existieren rund 28 Millionen Unfallversicherungen. Doch nur wenige Tarife könnte man zu Recht als überdurchschnittlich sinnvoll für Familien bezeichnen. Zwar haben sich Versicherungsbedingungen über die Jahre immer weiter verbessert, doch nach wie vor sind viele Unfallversicherungen sind nur zweite Wahl. Unabhängige Tests von Verbraucherschutz-Organisationen belegen immer wieder: Wo beste Unfallversicherung für Familien drauf steht, muss noch lange nicht eine beste Unfallversicherung für Familien drin sein!

Es ist doch so: Die Unfallversicherer bieten inzwischen zigtausend Tarifvarianten… unter anderem mit allerlei unnötigem Schnick-Schnack. Die wichtigen Basisleistungen einer guten Unfallversicherung treten dabei vermehrt in der Hintergrund. Das immer aggressivere Wettrennen um den Kunden inspiriert die Fantasie der Marketing-Abteilungen.

Was die beste Unfallversicherung für Familien leisten muss

Eine Unfallversicherung für Familien muss vor allem gut und günstig sein. Das Wichtigste ist, dass eine möglichst hohe Grundversicherungssumme für den Invaliditätsfall für alle Familienmitglieder zur Verfügung steht. Experten empfehlen pro Kopf mindestens eine Grundversicherungssumme von 200.000 Euro. Am besten in Kombination mit einer Progression von 225 – 350 %.

Eine Familienunfallversicherung sollte darüber hinaus grundsätzlich eine weltweite Geltung ohne zeitliche Einschränkung (d.h. 24 Stunden-Schutz) haben, damit auch alle Aktivitäten der Familie ohne wenn und aber versichert sind. Dies gilt für:

  • Aktivitäten zu Hause (Arbeit, Schule, Sport, Haushalt, Freizeit)
  • Schüleraustausch
  • Work & Travel
  • Familienurlaub
  • Geschäftsreisen ins Ausland
  • Schüleraustausch

TIPP: Selbst manche Extremsporten sind bereits je nach Versicherer und Unfalltarif automatisch versichert. Für bestimmte Sportarten benötigt man jedoch Spezial-Lösungen zur Unfallversicherung.


Weshalb für Hausfrauen und Hausmänner eine Unfallversicherung außerordentlich wertvoll ist


Unfallversicherung für Hausfrauen und Hausmänner - Nicht nur beim Putzen sinnvoll

Nichts ist gefährlicher als der eigene Haushalt, denn hier passieren die meisten Unfälle. Eine private Unfallversicherung ist daher nicht ohne Grund für jede Hausfrau sinnvoll,  denn die gesetzliche Unfallversicherung schließt Hausfrauen zudem vom Unfallschutz aus. Als Absicherung für die Hausfrau bleibt somit vielfach nur eine private Unfallversicherung. Dies gilt insbesondere für alleinerziehende Hausfrauen – und ebenso natürlich auch für alle Hausmänner.

Was macht die eigenen vier Wände eigentlich so gefährlich?

Es ist die vertraute Umgebung, welche uns Gefahren nicht mehr als solche erkennen lässt. Denn zuhause fühlen wir uns sicher und geborgen. Die daraus resultierende Leichtsinnigkeit fördert das Unfallrisiko. Oftmals sind es ganz banale Situationen oder Sachen, von denen ein erhebliches Verletzungsrisiko ausgeht wie beispielsweise mit Druckluft betriebene Sahnesyphons. Sie führen zu abgebrochenen Zähnen, Rippenfrakturen oder im tragischsten Fall sogar zum Tode. Wie bei der 33-jährigen französischen Fitness-Bloggerin Rebecca Burger, die 2017 nach einer Explosion ihres Sahnespenders verstarb.

Im Frühjahr und Herbst fallen die Menschen von den Leitern

„Der große Frühjahrsputz…“, das klingt antiquiert. Vor allem in einer Zeit, in der automatische Staubsauger und Roboter-Rasenmäher sogar während der Nachstunden die sagenumwobenen Heinzelmännchen ersetzen. Tatsächlich ist der Frühjahrsputz eine Überlieferung aus längst vergangenen Tagen. Während der Wintermonate wurde mit offenen Feuerstellen geheizt. Dies führte zu erheblichen Rußablagerungen in der Wohnung. Spätestens im nächsten Frühjahr wurde reiner Tisch gemacht.

Die Zeiten haben sich geändert. Moderne saubere Heizsysteme verursachen deutlich weniger Staub. Dennoch tut man von Zeit zu Zeit gut daran, noch gründlicher zu putzen als sonst. Doch vor allem bei der Hausarbeit heißt es: Aufgepasst, denn gerade beim Großreinemachen zeigt sich, warum eine Unfallversicherung überaus sinnvoll ist.

Der Frühjahrsputz: gefährlich wie anno dazumal

Arbeiten im Haushalt bieten vielfältige Gefahrenpotenziale. Das zeigen unterschiedliche Studien, nach denen vor allem in den Monaten März, April und Mai die meisten Unfälle im Haushalt passieren. Für Hausfrauen und Hausmänner ist deshalb in dieser Jahreszeit eine Unfallversicherung besonders sinnvoll – im restlichen Jahr aber ebenso.

Bedenkt man, dass sowieso rund 70 Prozent aller Unfälle im Haushalt passieren, wundert es nicht, dass diese Zahlen gerade während der Frühjahrsputz-Phase in deutschen Haushalten nochmals rapide ansteigen. Wenn die Hausfrau in der Wohnung oder der Herr des Hauses außen auf die Leiter klettert, steigen auch die Unfallzahlen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, nach welcher gerade im Frühling viele Missgeschicke in den eigenen vier Wänden geschehen.

So gefährlich ist es in den eigenen vier Wänden

  • Rund 10.000 tödliche Unfälle im Haushalt
  • In Haus und Wohnung sterben doppelt so viele Menschen wie im Straßenverkehr
  • Laut Robert-Koch-Institut (RKI) verletzten sich 2,8 Mio. Menschen bei einem Unfall zuhause (im Straßenverkehr ca. 370.000)
  • Während der Freizeit werden 5,9 Mio. Menschen durch einen Unfall verletzt

Das sind die Unfall-Hotspots im Haushalt

Hausarbeit ist weitaus gefährlicher als der Straßenverkehr. Doch das Unfallrisiko ist nicht in allen Räumen gleich hoch. Frauen leben in der Küche am gefährlichsten. Die meisten verunfallen bei der Essenzubereitung und beim Aufräumen. Demgegenüber verletzt sich das starke Geschlecht überdurchschnittlich oft beim Basteln und Heimwerken, als auch beim Räumen von schweren Möbeln.

Hier passieren die meisten Unfälle im Haushalt:

  • 32 % in der Küche
  • 24 % im Garten
  • 8 % im Badezimmer
  • 7 % im Wohnzimmer
  • 6 % auf Treppen
  • 1,8 % im Kinderzimmer

Auch im Garten lauern Gefahren

Gartenarbeit ist gesund, entspannt und macht Spaß. Doch auch im Garten lauern viele Gefahren. Nicht umsonst, witzelt der Volksmund: “Nur die Harten kommen in den Garten.” Was viele nicht wissen: Bei etlichen Arbeiten wie z.B. beim Baumschnitt besteht kein gesetzlicher Unfallschutz. Deshalb ist eine private Unfallversicherung auch für Hobbygärtner so sinnvoll.

  • Unfälle durch spitze und scharfe Gartenwerkzeuge
  • Stürze vom Baum oder von einer Leiter
  • Giftige Dämpfe, z.B. durch Vermischung von verschiedenen Reinigungsmitteln

Schadenbeispiel 1: Sturz bei Balkon-Arbeiten

Unser Kunde wollte ein schadhaftes Brett an seinem Balkon erneuern. Als er ganz oben auf der Leiter stand, rutschte diese weg und er stürzte in die Tiefe. Glücklicherweise hatte er unseren Rat befolgt und wenige Jahre zuvor den Sinn einer privaten Unfallversicherung erkannt. Die durch uns vermittelte Unfallversicherung zahlte ihm kulant die vereinbarte Invaliditätsentschädigung in Höhe von 52.460,00 Euro aus.

Auszug aus dem Abrechungsschreiben der Unfallversicherung:

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Schadenbeispiel 2: Leitersturz bei Dachrinnen-Reinigung

Vögel hatten die Dachrinne mit Gräsern und kleinen Ästen stark verunreinigt, so dass das Regenwasser nicht mehr ablaufen konnte. Deshalb wollte unser Kunde die Dachrinne seines Wohnhauses säubern. Als er auf die Alu-Leiter kletterte, rutschte diese oben entlang der Metalldachrinne weg und er stürzte ca. 4 bis 5 Meter in die Tiefe. Dabei verletzte er sich schwer. Sein Glück im Unglück: Vor ein paar Jahren hatte er aufgrund unserer Empfehlung erkannt, wie sinnvoll eine private Unfallversicherung ist. Diese zahlte reibungslos die vereinbarte Invaliditätsentschädigung in Höhe von 24.160,00 Euro an ihn aus.

Auszug aus dem Abrechungsschreiben der Unfallversicherung:

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Weiß Gott nicht alle Unfälle enden im Rollstuhl. Umgekehrt verlaufen sehr viele Unfallereignisse alles andere als harmlos. Auch schwerwiegende Verletzungen mit lebenslangen Dauerfolgen oder gar Todesfälle sind zu beklagen.

Workaround statt Problembehebung

Viele Menschen behelfen sich beim Fensterputz beispielsweise mit Drehstühlen, wackligen Kisten und umgestülpten Eimern. Andere nutzen diverse Möbel auf abenteuerlichste Art und Weise. Otto Waalkes “Otto” beschreibt die Kreativität in einem seiner Gags: “Meine Mutter ist beim Gardinen bügeln von der Leiter gefallen und jetzt macht es immer so einen Krach wenn sie mit ihrem Gipsbein die Dachrinne hochklettert.

Die 5 häufigsten Unfallursachen im Haushalt

  1. Stress und Eile
  2. Unaufmerksamkeit und Ablenkungen
  3. Leichtsinnigkeit
  4. ungeeignete Hilfsmittel
  5. Nichtbeachtung von Sicherheitsregeln

Typische Unfallsituationen im Haushalt und im Garten

  • Waghalsige Balance-Akte beim Glühlampenwechsel
  • Montage-Arbeiten auf wackeligem Mobiliar
  • Stromschlag bei Elektroinstallationen im Do-it-yourself-(DIY)-Verfahren
  • Verzicht auf Sicherheitstechnik wie z.B. einen FI-Fehlerstromschutzschalter
  • Hantieren an elektrischen Geräten ohne diese zuvor vom Stromnetz zu trennen
  • Schnitt- und Stichwunden bei Gartenarbeiten
  • Verbrennungen in der Küche
  • Nicht ordnungsgemäß verstaute Messer und Scheren
  • Stolperstürze durch vagabundierende Kabel
  • Ausrutschen auf Gegenständen (z.B. Kinderspielzeug) am Boden
  • Mangelhafte Beleuchtung auf Treppen
  • Zweckentfremdung von Maschinen und Werkzeugen
  • Reparatur von defekten Geräten ohne entsprechende Fachkenntnis
  • Verzicht auf Schutzausrüstung, z.B. Rasenmähen mit leichtem Schuhwerk oder Sandalen

Da sich Improvisationen in der Praxis wohl nie ganz vermeiden lassen, ist der Abschluss einer Unfallversicherung sinnvoll und empfehlenswert. Unfallversicherungen decken nahezu alle relevanten Schäden im und ums Haus ab. Rund um die Uhr. Weltweit!

Deshalb ist beim Frühjahrsputz eine Unfallversicherung sinnvoll

Dass eine Unfallversicherung notwendig und angeraten ist, ist unbestreitbar. Die Police leistet für alle Unfälle im Haushalt und zahlt hohe finanzielle Entschädigungen wenn Unfallereignisse dauerhafte Beeinträchtigungen (Invalidität) nach sich ziehen. Vor allem zur Absicherung von Spätfolgen ist eine Unfallversicherung sinnvoll.

„Warum gerade beim Hausputz eine Unfallversicherung sinnvoll ist, bemerkte ich, als mein Bekannter bei der Dachrinnen-Reinigung mit seinen 95 kg inklusive Alu-Leiter aus 4 ½ Metern Höhe auf das Geländer eines Kellerschachts stürzte und sich in diesem Zusammenhang schwerste Verletzungen zuzog.“

Die Erstattung aus einer Unfallversicherung kann für Behandlungsmaßnahmen, Umbauten oder als Ersatz für einen Verdienstausfall eingesetzt werden. Es ist gut zu wissen, dass Vater Staat manche Menschen zunächst komplett im Regen stehen lässt. Hausfrauen und Nicht-Erwerbstätige haben beispielsweise überhaupt keinen Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung und sind beim alljährlichen Frühjahrsputz deswegen ganz besonders gefährdet. In zahlreichen Fällen schützt eine Unfallversicherung die Opfer somit vor einer Verbraucherinsolvenz.

Diese Gefahren lauern beim Frühjahrsputz

Beim Frühjahrsputz lauern einige Gefährdungspotenziale, welche den Abschluss einer Unfallversicherung sinnvoll und empfehlenswert machen. So kommt es häufig zu Stromschlägen, wenn der Netzstecker vor Reinigungsarbeiten nicht gezogen wird oder Steckdosen und Kabel mit feuchten Händen berührt werden. Wenn Putzmittel vermischt werden, kann es zur Bildung giftiger Dämpfe kommen. Die Folge: Verätzungen mittels agressive Reinigungsmittel an Händen, Atemwegen und Augen ziehen oftmals lange Behandlungen nach sich.

Da Kinder besonders gefährdet sind, ist speziell für sie eine Unfallversicherung sinnvoll. Die Kleinen wollen es den Großen gleich tun: sie wollen Mutti und Vater gerne helfen. Beim Frühjahrsputz, kommt es häufig zu kleinen und größeren Verletzungen, die ohne Unfallversicherung im besten Fall nur ein Loch in die Haushaltskasse reißen, und im schlimmsten Fall die Existenz des Kindes gefährden.

Auch in ungünstig beleuchteten Räumen lauern diverse Gefahren. Im schummrigen Keller rutscht man leichter aus, auf dem düsteren Dachboden verletzt man sich womöglich am verwinkelten Gebälk und in der Waschküche lauern Seifenreste und Staub. All dies sind potentielle Risiken, die nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollten. Eine private Unfallversicherung bietet Sicherheit und verhindert, dass zu den Verletzungen noch finanzielle Schäden hinzukommen.

Fazit: So übersteht jeder den Frühjahrsputz

Wer sich selbst und seine Familie versichern möchte, sollte erst einmal überprüfen, ob bereits eine private Unfallversicherung besteht. Sollte diese nicht mehr den Erwartungen genügen, so kann ohne weiteres eine weitere Unfallversicherung zur Ergänzung abgeschlossen werden. Was viele nicht wissen: Man kann sehr wohl mehrere Unfallversicherungen haben. Diese „behindern“ sich nicht.

Auf den gesetzlichen Unfallschutz sollte man sich dagegen nicht verlassen, denn dieser greift nur bei Arbeitsunfällen und ist deshalb für Kinder, Hausfrauen, Rentner und Arbeitssuchende keine Alternative. Gerade für diese Personengruppe ist eine private Unfallversicherung sinnvoll. Wichtig ist es, eine private Unfallpolice mit einer ausreichend hohen Invaliditäts-Versicherungssumme abzuschließen und diese wirklich auf den eigenen Bedarf abzustimmen.

Der alljährliche Frühjahrsputz ist gegenwärtig noch genauso riskant wie anno dazumal. Arbeiten im Privathaushalt bieten nach wie vor vielfältige Gefahrenpotenziale. Studien beweisen: Vor allem in den Monaten März bis Mai passieren die meisten Unfälle im und ums Haus. Für Hausfrauen und Hausmänner ist jedoch das ganze Jahr hindurch eine Unfallversicherung sinnvoll, denn 70% aller Unfälle passieren im Haushalt.

Frauen achten erfahrungsgemäß verstärkt auf Ihr Äußeres. Darüber hinaus genießen sie in der Doppelrolle als Hausfrau und Mutter eine besondere Stellung in der Familie. Als Hausfrau sollten Sie Ihre Unfallversicherung vergleichen und dabei folgende Leistungsmerkmale detailliert prüfen:

Sinnvolle Leistungen für Hausfrauen und Hausmänner:

  • Ist eine Haushaltshilfe nach einem Unfall mitversichert?
    • für 46 Prozent aller Frauen ist dies wichtig
    • 37% der Männer sehen dies genauso
  • Sind kosmetische Operationen mitversichert? Wenn ja, wie hoch?
    • Beseitigung von ästhetischen Beeinträchtigungen
    • Narbenkorrektur im Gesicht
  • Sind Zahnbehandlungs- und Zahnersatzkosten mitversichert? Wenn ja, wie hoch?
    • Sind auch Eckzähne mitversichert?
    • Ist auch die Zerstörung von bereits erfolgtem Zahnersatz wie z.B. Brücken, Kronen, Gebissen und Implantaten mitversichert.
  • Sind Ihre Kinder beitragsfrei schon während einer Schwangerschaft mitversichert?

TOPSCHUTZ FÜR FRAUEN


Weshalb für behinderte Menschen nicht jede Unfallversicherung sinnvoll ist


Für behinderte Menschen ist nicht jede Unfallversicherung sinnvoll

Insbesondere Menschen mit Behinderungen sollten bei Unfallversicherungen dem Passus „Mitwirkung von Krankheiten“ besondere Aufmerksamkeit schenken. Der Mitwirkungsanteil entscheidet, ob und in welcher Höhe der Versicherer seine Leistung aufgrund einer bestehenden Vorerkrankung (Behinderung) kürzt. Für Sie als Versicherten gilt deshalb: „Je höher der vereinbarte Mitwirkungsanteil, um so besser für Sie“.

Während marktübliche Standard-Policen einen Mitwirkungsanteil von nur 25% vorsehen, erfolgt bei erstklassigen Tarifen eine Anrechnung erst bei einer Mitwirkung von 100 Prozent. Besser geht es nicht. Achten Sie beim Vergleich auf folgende, oft beitragsfreie Merkmale:

  • Krankheitsbedingte Unfallfolgen werden nur bei 100 %-iger Mitwirkung berücksichtigt
  • Durch Gebrechen bedingte Unfallfolgen werden nicht berücksichtigt
  • Keine Kürzung des Invaliditätsgrades bei Krankheitsmitwirkung (Progressionsvorteil)
  • Infolge Entführung/Geiselnahme nicht oder falsch verabreichte Medikamente
  • Bewusstseinsstörungen durch Medikamente sind mitversichert

UNFALLVERSICHERUNG FÜR BEHINDERTE


Eine Unfallversicherung ist sinnvoll wenn Sie gerne Fahrrad fahren


Eine Unfallversicherung ist sinnvoll für Fahrradfahrer

Pro Tag stirbt mindestens ein Fahrradfahrer auf deutschen Straßen. Alle 30 Minuten wird ein Radler durch einen Fahrradsturz oder eine Kollision mit einem anderen Kraftfahrzeug im Straßenverkehr verletzt.

Ich habe dies im Bekanntenkreis vor ein paar Jahren selbst erlebt, denn auch der Arbeitskollege meiner Schwester verunglückte tödlich mit dem Fahrrad. Wir kannten uns von Geburtstagsfeiern. Er war auf dem Nachhause-Weg durch die Stadt. So wie schon hunderte Male zuvor. Ein Drama! Viele Radler stellen sich daher jeden Tag die Frage:

Zahlt eine Unfallversicherung auch bei einem Fahrradsturz?

Ja! Ein Fahrradsturz ist ein versichertes Ereignis in der privaten Unfallversicherung. Es besteht noch nicht ein Mal eine Helmpflicht. Nichtsdestotrotz empfiehlt sich das Tragen eines Schutzhelms, denn Studien zeigen: Ein Schutzhelm kann die Zahl von tödlichen oder schweren Unfallfolgen für Radfahrer deutlich reduzieren. Allerdings lassen sich Todesfälle und schwere Verletzungen nie ganz vermeiden.

Maximale Sicherheit bieten Airbag-Helme. Diese Helme wurde speziell für Fahrradfahren in der Stadt entwickelt. Integrierte Sensoren lösen bei einem Fahrradsturz in Sekundenbruchteilen den Airbag aus. Laut wissenschaftlichen Studien ist die Airbag-Technologie 8 Mal sicherer ist als herkömmliche Fahrradhelme.

Eine gesetzliche Helmpflicht würde die gesellschaftlichen Gesundheitskosten zwar um 472 Mio. Euro reduzieren. Allerdings ließen sich auch rund 4,5 Prozent der Biker durch die obligatorische Kopfbedeckung das Radeln ganz vermiesen. Viele Drahtesel blieben mit Helmpflicht stehen.

Zahlen, Daten und Fakten zu Unfällen mit dem Fahrrad:

  • Alles in allem verunfallten 88.850 Radfahrer in Deutschland (+ 11% zum Vorjahr)
  • 445 Verkehrstote mit einem Fahrrad (+ 63 Radler zum Vorjahr)
  • Seit 2010 ist die Zahl der tödlichen Unfälle mit einem Fahrrad seit 2010 um 16,8 Prozent merklich angestiegen
  • Kinder erlitten in 21 Fällen eine tödliche Verletzung
  • Der Anteil von Kindern als Unfallopfer mit dem Fahrrad stieg auf 10.225 Kinder
  • Zusammenstöße zwischen Fahrrad und Auto werden zu 75 % vom PKW-Fahrer verursacht

Da ständig mehr Menschen Alternativen zum Auto suchen, steigt der sowieso schon beengte Radverkehr an und das Unfallrisiko für Fahrradfahrer klettert in die Höhe. E-Scooter verschärfen diesen Zustand.

Häufigste Ursachen für Fahrradunfälle:

  • Rechtsabbiegende Lkw
  • Zusammenstöße mit anderen KFZ
  • insbesondere beim Einbiegen, Überqueren oder Abbiegen

Typische Verletzungsmuster bei Fahrradunfällen

  • Häufige Weichteilverletzungen wie z.B.
    • Abschürfungen
    • Risswunden
    • Quetschwunden
  • Tiefere Wunden mit Infektionsgefahr
  • Schlüsselbein, Schulterblatt und Akromioklavikular-Gelenk
  • Oberschenkelhalsbruch bei Anprall an ein Auto oder Aufprall auf den Asphalt
  • Ellbogen-, Unterarm- und Handgelenksfraktueren bei Abfangversuchen
  • Kopfverletzungen mit schweren Schädel-Hirn-Traumata

UNFALLVERSICHERUNG FÜR FAHRRADFAHRER


Unfallversicherung sinnvoll für Fußgänger


Dieser tragische Verkehrsunfall in München zeigte uns, warum irgendwann und irgendwo auch für jeden Fußgänger eine Unfallversicherung sinnvoll und existenzsichernd sein kann. Was war passiert? Am 27.04.2015 wurden wir unfreiwillig Zeuge eines schweren Verkehrsunfalls mit zwei Fußgängern. Ich war nachmittags gemeinsam mit meiner Frau und meiner Tochter zusammen in München unterwegs. Nur wenige Minuten bevor wir in entspannter Feierabend-Laune an der Bayerischen Staatsoper vorbei schlenderten, ereignete sich dort ein Drama:

Ein 23-jähriger Audi-Fahrer raste vom Max-Joseph-Platz kommend in die Maximilianstraße. Er übersah einen BMW, welcher die Maximilianstraße entlang fuhr und rammte diesen am Heck. Der Aufprall war aufgrund der Geschwindigkeit der beiden Fahrzeuge so heftig, dass der Audi auf unseren Gehweg schleuderte und dort in zwei Fußgänger prallte. Ein 65-jähriger Mann erlitt schwere Verletzungen. Eine Passantin (ca. 50 Jahre) wurde von dem Fahrzeug überrollt. Die Frau in meinem Alter erlitt schwerste Verletzungen. Jegliche Versuche der Rettungskräfte, die Frau zu animieren, waren vergeblich – sie verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus. Dieser Vorfall machte uns allen nochmals schlagartig bewusst: Wenn wir diesen Ort nur wenige Minuten früher besucht hätten, wären womöglich wir die Opfer gewesen. Es ist ein Fakt: Auch als Fußgänger ist eine private Unfallversicherung sinnvoll.

Fußgänger sind schutzlos in Schrittgeschwindigkeit unterwegs

Fußgänger sind langsam. Im Vergleich zu anderen Verkehrsteilnehmen sogar sehr langsam. Sie gehen in „Schrittgeschwindigkeit“. Das bedeutet zwischen 3 – 5 km/h. Im Vergleich zu einem Fahrrad oder eBike (20 km/h) oder einem Auto (50 – 60 km/h) besteht somit ein gewaltiger Unterschied. Trotz der geringen Fortbewegungsgeschwindigkeit, können Fußgänger jedoch spontaner als andere Verkehrsteilnehmer ihre Richtung ändern. Dies führt zu nicht vorhersehbaren Bewegungsmustern. Bereits aus dieser Kombination ergeben sich potenzielle Gefahrenquellen. Neben Zusammenstößen mit anderen Verkehrsteilnehmern, kommt es darüber hinaus zu einer erheblichen Anzahl an Eigenunfällen, wie z.B. Stürzen.

Die Unfallstatistiken zeigen allerdings: In jährlich über 16.000 Fällen ist das falsche Verhalten von anderen Fahrzeugführern die Ursache für einen Verkehrsunfall mit Personenschäden bei Fußgängern. Damit sind Fußgänger häufig das “Unfallopfer”. Außerdem haben Passanten keine Knautschzone. Dementsprechend hoch ist das Verletzungsrisiko. Deshalb liegt die Wahrscheinlichkeit, als schutzloser Verkehrsteilnehmer tödlich zu verunglücken ca. 5 – 8 Mal höher als das Risiko eines PKW-Insassen.

Zahlen, Daten und Fakten zum Unfallrisiko für Fußgänger

  • als Fußgänger ist das Risiko eines tödlichen Unfalls besonders hoch
  • die meisten Fußgänger verunglücken innerhalb geschlossener Ortschaften
  • Auf 1 Mrd. Personenkilometer kommen 14 tote Fußgänger (2017)
  • Im Vergleich dazu ca. 2,4 Auto- und Motorradfahrer
  • In ca. 75 % aller Fußgänger-Unfälle sind andere Verkehrsteilnehmer schuld
  • Bei Kollisionen zwischen einem Fahrrad und einem Fußgänger liegt die Hauptverantwortlichkeit in 59 % der Fälle beim Biker
  • Ca. 56 % aller getöteten Fußgänger sind über 64 Jahre alt
  • Etwa 40 % aller Fußgänger-Unfälle ereignen sich im Frontbereich und ca. 20 % beim zurückfahren
  • Das Tippen am Smartphone erhöht das Unfallrisiko für Fußgänger
  • Wer am Handy Musik hört, steigert sein Unfallrisiko gar um das 4-fache
  • Wer als Fußgänger im Verkehr Texte tippt, verdoppelt sein Unfallrisiko
  • Kinder bis 6 Jahre verunglücken in jedem 4. Fall als Fußgänger

Welche Unfallversicherung speziell für Landwirte Sinn macht


Versicherte Personen die den Beruf Landwirt ausüben erhalten bei der NV-Versicherung 25 Prozent. Die NV-Versicherung ist seit 1818 traditionell der Landwirtschaft verbunden. Die Tarife der NV-Versicherung belegen immer wieder Spitzenplatzierungen in unabhängigen Leistungsvergleichen (z.B. der Tarif UNFALLMAXX, “Platz 1” unter 4.000 getesteten Tarifen / Finanztest 2007)


Macht eine ergänzende private Unfallversicherung überhaupt Sinn oder ist nur eine weitere überflüssige Police im prallen Versicherungsordner?


Viele Menschen fragen sich immer wieder, welche Versicherungen für sie persönlich geeignet sind. Dabei gerät oft in Vergessenheit, dass die Zeit der Überlegung und des Abwägens nicht zu lange angesetzt werden soll. Diese Fakten sprechen für einen frühzeitigen Abschluss einer Unfallversicherung:

  • In Deutschland ereignen sich fast 8 Millionen Unfälle pro Jahr.
  • Alle 4 Sekunden wird ein Mensch durch einen Unfall verletzt.

Es gilt zu bedenken, dass eine Unfallversicherung nicht rückdatiert werden kann. Eine Unfallversicherung muss also bereits wirksam bestehen, bevor eventuell ein Unfall eintritt und womöglich lebenslange Folgen nach sich zieht.

Immer wieder bedauern Unfallopfer (oder Eltern) im Nachhinein ihr zu langes Zögern wenn irgendwann und irgendwo eine schwere Invalidität eingetreten ist. Unsere Analysen zeigen: Eine falsche Vorstellung bezüglich der entstehenden Kosten für eine Unfallversicherung hält viele Menschen vom Vertragsabschluss zu lange ab, obwohl sie grundsätzlich eine private Unfallversicherung sinnvoll und notwendig bewerten. Viele Menschen ärgern sich nach einem Unfall wenn sie erfahren, wie wenig Geld sie für ihre finanzielle Sicherheit hätten investieren müssen. Doch nach einem Unfall ist es dann oft für immer zu spät.

Aus diesem Grund soll jetzt umfassend dargestellt werden, wann die gesetzliche und wann eine private Unfallversicherung sinnvoll ist. Dabei wird auf verschiedene Personengruppen und deren unterschiedliche Bedürfnisse eingegangen, so dass Sie selbst leicht entscheiden können, ob Ihr eigener Lebenswandel eine solche Unfallversicherung erfordert. Schon jetzt sei auf die zeitliche Komponente verwiesen und daher im Zweifel angeraten, relativ kurzfristig eine Unfallversicherung abzuschließen. Die Vertragslaufzeit können Sie flexibel bestimmen, da es am deutschen Versicherungsmarkt zwischenzeitlich Anbieter gibt, die Ihnen einen tägliches Kündigungsrecht einräumen.


Ist die gesetzliche Unfallversicherung nicht bereits ausreichend?


Als erstes könnte man sich fragen, ob nicht die gesetzliche Unfallversicherung bereits ausreichend ist. Dabei sind verschiedene Komponenten zu berücksichtigen. Bei der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft oder Schülerunfallversicherung) ist es nicht so wie bei einer gesetzlichen Krankenversicherung, dass jeder Mensch mehr oder weniger automatisch gesetzlich unfallversichert ist.

Vielmehr gibt es Unterschiede hinsichtlich der verschiedenen Personengruppen. So sind viele Menschen zwar während ihrer beruflichen Tätigkeit gesetzlich gegen Unfälle versichert, jedoch nicht in ihrer Freizeit. Besonders problematisch stellt sich die Situation beispielsweise dar für:

  • Arbeitslose
  • Hausfrauen
  • Senioren / Rentner
  • Kinder (inkl. Schüler/Studenten)

Sie haben in der Regel keinen oder nur einen sehr eingeschränkten gesetzlichen Unfallschutz.

Auch Berufstätige, die grundsätzlich von der gesetzlichen Unfallversicherung erfasst werden, sind dennoch nicht umfassend bei allen Unfällen versichert. Entscheidend hierbei ist, dass die gesetzliche Unfallversicherung nur bei berufsbedingten Unfällen und bei Wegeunfällen tätig wird. Diese Definition wird jedoch sehr streng zu Lasten des Versicherten ausgelegt. Sollte sich also ein Unfall in der Freizeit ereignen, so nützt eine gesetzliche Unfallversicherung wenig.

Das Bestehen einer gesetzlichen Unfallversicherung bedeutet also nicht, dass automatisch rund um die Uhr ein Grundschutz für alle Lebensbereiche besteht, sondern nur, dass gewisse berufliche Risiken abgesichert sind. Die Grenzen dieses gesetzlichen Schutzes sind sehr eng gesteckt, so dass auch für gesetzlich unfallversicherte Berufstätige eine zusätzliche private Unfallversicherung sinnvoll und empfehlenswert ist.


Nicht nur im Beruf, sondern vor allem in Freizeit und Haushalt ist eine Unfallversicherung sinnvoll


Auch ohne eigenes Verschulden bergen Wohnung und Haus Gefahren. Dies gilt insbesondere für die Gefahr eines Feuers. Was viele nicht wissen:

  • In Deutschland kommen p.a. etwa 400 Menschen durch einen Brand zu Tode.
  • Bei 95 % der Brandunfälle sind nicht die Flammen, sondern die Brandgase das Gefährlichste.
  • 2 von 3 Brände überraschen die Opfer im Schlaf.
  • Pro Jahr tragen etwa 6.000 Brandverletzte Dauerfolgen davon.

Die besten Unfallversicherungen leisten nicht nur für Langzeitschäden als Brandopfer, sondern auch dann, wenn Sie beispielsweise als Helfer bei der Rettung von Menschen, Tieren oder Sachen aufgrund Ihres freiwilligen Einsatzes Verletzungen erleiden.

TIPP: Testsieger-Rauchmelder prüfen alle 10 Sekunden die Umgebung auf Rauch und erkennen somit Brände frühzeitig.

Kein gesetzlicher Schutz während der Freizeit

Der Freizeitmonitor 2019 der Stiftung für Zukunftsfragen zeigt das deutsche “Luxus-Problem” im Hinblick auf den Unfallschutz, denn die gesetzliche Absicherung gilt nicht in der Freizeit:

  • Deutsche haben jedoch ca. 2.537 Stunden echte Freizeit (29 %)
  • dazu werden ca. 29 % der Zeit verschlafen
  • weitere 22 % der Zeit (1.956 Std.) benötigen Körperpflege und Essen
  • nur 20 % der Zeit (1.718 Stunden) erfordert die Arbeit
  • Durchschnittlich übt jeder pro Woche 23 unterschiedliche Aktivitäten aus. Einerseits aus Angst, etwas zu verpassen (FOMO). Anderseits aufgrund von immer mehr Verpflichtungen oder z.B. Arbeit im Home-Office.

Fakt ist: Während ca. 80 Prozent der Zeit besteht kein gesetzlicher Unfallschutz. Gerade aus diesem Grund ist eine private Unfallversicherung so sinnvoll. Zumal preisgünstiger Unfallschutz von 500.000 Euro für nur 40 Cent am Tag erhältlich ist.

Statistisch passieren jedoch gerade bei Freizeitaktivitäten besonders viele Unfälle. Deshalb ist es ratsam, für diesen überwiegenden Lebensbereich eine finanzielle Vorsorge zu treffen. So können Sie Ihren Hobbys unbeschwert nachgehen und sind rund um die Uhr sorgenfrei geschützt.

So viele Unfälle verlaufen tödlich

Die Statistiken zeigen auffallend hohe Unfallquoten für die Bereiche Haushalt und Freizeit. Sowohl im Hinblick auf die Unfalltodesopfer, als auch auf die Zahl der Verletzten. Da niemand 24 Stunden am Tag arbeitet, ist eine Unfallversicherung auch für die Personen sinnvoll ist, die bereits einer gesetzlichen Unfallversicherungspflicht unterliegen. Nur mit einer zusätzlichen privaten Unfallversicherung besteht ein zeitlich und örtlich umfassender Schutz bei nahezu allen denkbaren Unfällen.

Unfallopfer in Millionen

Leistungen

Es ist ein Fakt, dass nicht jede Unfallversicherung sinnvoll ist. Lesen Sie weiter worauf beim Abschluss einer Unfallversicherung geachtet werden sollte. Eine umfassende Informationen, wie Sie die 18 teuersten Fehler bei Unfallversicherungen vermeiden finden Sie im kostenlosen MU.SO.KA-Insider-Report, welchen Sie hier gratis anfordern können.


Warum es für Sie bei der Unfallversicherung sinnvoll ist, sich auf die individuelle Absicherung Ihrer Arbeitskraft zu konzentrieren…


Bei einer Unfallversicherung gibt es nicht ein 08/15-Standard-Konzept, welches pauschal für jeden passt. Eine Unfallversicherung kann vielmehr wie ein Maßanzug Ihren persönlichen Zielen und Wünschen angepasst werden. Sie können detailliert Ihre Unfallversicherung quasi im Baukasten-System individuell zusammenstellen, denn es ist doch so…

Das Leben ist ein Risiko. Der eine mehr – der andere weniger. Sportlich aktive Menschen unterliegen grundsätzlich einem höheren Unfallrisiko. Hier sollte deshalb abgewogen werden, welche Unfallversicherung sinnvoll ist, da es sein kann, dass bestimmte Risikosportarten vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind. Dies ist aber im Einzelfall zu untersuchen und variiert von Versicherung zu Versicherung. Auch hier verschafft ein professioneller Unfallversicherungsvergleich schnell Klarheit. Wichtig! Wenn Sie irgendwelche Sonderabsprachen mit dem Versicherer treffen, dann sollten Sie diese in Ihrem eigenen Interesse auch schriftlich festhalten lassen.

Eigenes Sicherheitsbedürfnis versus objektives Risiko

Bei der Frage, ob eine Unfallversicherung sinnvoll ist, spielt auch Ihr eigenes Sicherheitsbedürfnis eine Rolle. Will man jeden Tag mit der Angst leben, dass möglicherweise ein schwerer Unfall passiert und man der Situation finanziell hilflos ausgeliefert ist – oder kauft man sich lieber finanzielle Sicherheit und muss sich über solche Szenarien keine Gedanken mehr machen? Auch das lässt sich nicht pauschal mit “ja” oder “nein” beantworten, sondern hängt auch von der eigenen Risikoneigung ab, denn…

Die Erfahrungen und Erlebnisse aus der Vergangenheit prägen unseren Wunsch nach Sicherheit und Geborgenheit. Dabei ist häufig zu beobachten, dass gerade die Personengruppen, welche riskanter leben, die Notwendigkeit einer Unfallversicherung nicht unbedingt sehen. So haben beispielsweise Ski-Fahrer ein deutlich höheres Unfallrisiko, wie nicht nur der tragische Unfall von Prominenten wie Michael Schumacher vor Augen führt. Für Motorradfahrer gilt dies ebenso.

Generell sollte man sich bei Versicherungen auf existenz-zerstörende bzw. existenz-bedrohende Risiken konzentrieren. Und in diesem Zusammenhang ist es ratsam, wenn Sie nicht zu sehr auf Ihre subjektive Empfindung achten, sondern eher das objektive Risiko als Entscheidungsgrundlage wählen. Niemand wünscht sich, dass ein Unfall passiert – und insofern ist es ganz natürlich, dass man diesen Gedanken immer wieder weit von sich schiebt. Man sollte dennoch mit Wahrscheinlichkeiten arbeiten und Risiken, die nun einmal realistisch drohen und Ihre Existenz gefährden können, absichern, bevor es zu spät ist.

Alter als Maßstab für die Versicherungssumme

Bei der Wahl der passenden Unfallversicherung spielt auch das eigene Lebensalter im Zeitpunkt des Abschlusses der Versicherung eine Rolle. Sie sollten sich fragen, wie viele Jahre Sie womöglich mit den Leistungen aus Ihrer Unfallversicherung (über)leben müssen. Während jüngere Menschen noch viele Lebensjahre vor sich haben, nimmt die Lebenserwartung im Alter zwangsläufig immer weiter ab. Dies hat Auswirkungen auf Ihren Versicherungsbedarf. Grundsätzlich muss deshalb die Invaliditätssumme für Kinder und Berufstätige höher angesetzt werden, als für Menschen im Ruhestand.

Zusatzleistungen

Neben den Standardleistungen (Invalidität/Unfallrente) gibt es in einer privaten Unfallversicherung auch zusätzliche Erweiterungen und Einschlüsse, zwischen denen Sie wählen können. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, einen solchen Vertrag abzuschließen, sollten Sie sich diese zusätzlichen Leistungen zumindest einmal ansehen und dann entscheiden, ob Sie diese für notwendig erachten.

Unfallversicherung sinnvoll durch Extras ergänzen

Jedoch bleibt anzumerken, dass in der Regel niemand alle Zusatzleistungen benötigt. Es handelt sich um die Absicherung spezieller Risiken und Vorlieben, so dass individuell festgestellt werden muss, ob hier für Sie ein konkretes Absicherungsbedürfnis besteht. Die meisten Policen beinhalten beitragsfreie Leistungen wie zum Beispiel Bergungskosten und kosmetische Operationen. Allerdings unterscheiden sich die Tarife deutlich hinsichtlich der Höhe der mitversicherten Leistungen.

Darüber hinaus können vereinbart werden:

  • Todesfälle durch Unfall (Unfalltod)
  • Unfallkrankenhaus-Tagegeld
  • Unfall-Tagegeld
  • Unfall-Rente
  • Mehrleistungen bei hohen Invaliditätsgraden (Progressionen)
  • Assistance-(Service-)Leistungen
  • Krebs / Knochenbruch
  • Dynamik
  • etc.

Wichtig ist, dass der Versicherungsnehmer versteht, welche Leistungen sich hinter diesen Begriffen konkret verstecken und umfassend prüft, ob er sich Situationen im Leben gegenübersieht, in denen er diese gebrauchen kann. Im Tarifvergleich finden Sie unter der blauen Schaltfläche mit dem “i” zu jeder Position eine ausführliche Erklärung.


Unfallversicherung sinnvoll als Alternative und Ergänzung zu anderen Policen


Es ist ein Fakt: Die private Unfallversicherung ist mit Abstand die günstigste Form, wenn Sie eine finanzielle Absicherung Ihrer körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit wünschen. Zwar gibt es Alternativen wie zum Beispiel Berufsunfähigkeits-, Erwerbsunfähigkeits- oder Dread-Disease-Versicherungen (auch als „Schwere-Krankheiten-Vorsorge“ oder „Critical Illness“ bezeichnet), aber diese Vertragsformen

  • sind deutlich teurer
  • erfordern eine wesentlich intensivere Gesundheitsprüfung.

Gerade für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, Vorerkrankungen, Gebrechen oder Behinderungen stellt daher eine Unfallversicherung oft die einzig realisierbare Risikovorsorge dar. Einige Anbieter bieten sogar leistungsstarke Unfallversicherungen ohne Gesundheitsprüfung.

Unfallversicherung vs Krankenversicherung

Rund 56,3 Mio. Menschen sind Stand Mai 2020 in einer gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert, doch die GKV kann eine private Unfallversicherung auf keinen Fall ersetzen, denn sie leistet im Wesentlichen nur für:

  • die medizinisch notwendige Heilbehandlung
  • Ärztliche Behandlung / Krankenhausbehandlung
  • Arzneimittel / Verbandsmittel / Hilfsmittel
  • zeitlich und der Höhe nach begrenzter Verdienstausfall

Doch dies alles ist angesichts der finanziellen Belastung, die ein schwerer Unfall nach sich zieht allenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein. Bereits der rollstuhl-gerechte Umbau eines Einfamilienhauses kann heute bis zu 90.000 Euro kosten. Diese Ausgaben übernimmt die Krankenkasse nicht.

Darüber hinaus laufen die meisten Kosten weiter, z.B. für

  • Mieten
  • Hypotheken
  • Darlehens- / Finanzierungs- / Leasing-Raten
  • Strom / Gas / Wasser
  • Kraftstoffkosten für Benzin & Diesel
  • Telefon / TV / Internet
  • Versicherungen
  • Essen & Trinken
  • Hygiene & Körperpflege
  • Bildung & Ausbildung
  • Haltung von Tieren
  • Reisen / Urlaub
  • Hobbys
  • Mitgliedsbeiträge z.B. im Fitness-Club
  • sonstige Lebenshaltungskosten

Die wichtigste Aufgabe einer privaten Unfallversicherung ist es daher, erstens unfallbedingte Mehrkosten, zweitens Einkommensverluste und drittens Einbußen an Lebensqualität finanziell auszugleichen. Dies kann die gesetzliche Krankenversicherung nicht leisten, denn nach spätestens 78 Wochen zahlt die Krankenkasse kein Krankengeld mehr. Doch das Leben geht nach einem Unfall womöglich noch Jahrzehnte weiter.

Aus diesem muss die Invaliditätssumme in einer privaten Unfallversicherung ausreichend hoch bemessen werden. Sie wissen nicht, wie hoch Sie sich versichern sollten? Lesen Sie den Artikel: Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Unfallversicherung vs Haftpflichtversicherung

Anders als z.B. in der privaten Haftpflichtversicherung zahlt eine private Unfallversicherung unabhängig von der Schuldfrage. Das bedeutet für Sie: Ganz gleich, ob Sie einen Unfall selbst verursacht haben (z.B. ein Sturz auf der Treppe) oder ob Sie durch das Fehlverhalten eines anderen verletzt wurden (z.B. ein Fahrradfahrer fährt Sie auf dem Gehweg um), Ihre private Unfallversicherung steht Ihnen finanziell mit den vereinbarten Leistungen zur Seite – rund um die Uhr, auf der ganzen Welt. Etwaige Haftpflichtansprüche werden nicht mit einer privaten Unfallversicherung verrechnet. Diese erhalten Sie bei Fremdverschulden zusätzlich.

Fazit zum Sinn einer privaten Unfallversicherung

Dass eine Unfallversicherung für die meisten Menschen sinnvoll ist, sollte klar und deutlich geworden sein. Die Vorteile dieser Absicherungsform liegen auf der Hand. Insbesondere angesichts der relativ geringen Kosten. Im Ergebnis kann man jedem, der auf die Früchte seiner Arbeitskraft – also auf sein selbst erarbeitetes Einkommen – angewiesen mit gutem Gewissen raten, sich und seine Familie mit einer Unfallversicherung sinnvoll abzusichern. Mit dem professionellen Beste-Unfallversicherung Tarifvergleich finden Sie die für Sie passende und preisgünstigste Unfallversicherung. Jetzt kostenlos testen!

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