Bisswunde Hund – Bisswunde Katze

By | 8. Mai 2015

Bisswunde Hund, Bisswunde Katze!
Ist das eigentlich versichert?

Die Themen „Bisswunde Hund“ oder „Bisswunde Katze“ sind für jeden interessant. Besonders aber für diejenigen, die ein eigenes Haustier haben. Nicht nur erfahrene Tierpfleger im Tierheim berichten von häufigen und schweren Bissverletzungen. Auch im häuslichen Umfeld kommt es immer wieder zu Unfällen mit Hunden und Katzen. Ein Tier bleibt ein Tier und reagiert in bestimmten Situationen instinktiv. Die häufigsten Verletzungen mit Tieren entstehen durch…

  • Bisse bei Schmerzen und Krankheiten
  • Bisse aus Angst oder Panik
  • Bisse durch Störungen beim Fressen
  • Bisse bei Erschrecken im Schlaf

Wenn zwei oder mehr Tiere ihr Revier verteidigen oder um ihr Futter kämpfen, dann muss Herrchen oder Frauchen schon einmal dazwischen gehen. In diesen Situationen kann es sehr schnell passieren, dass man die spitzen Zähne des ansonsten so lieben Vierbeiners am eigenen Leib zu spüren bekommt. Vor allem für Haustierbesitzer ist daher eine Unfallversicherung sinnvoll.

Bisswunde Katze: Gefahr wird unterschätzt!

Ein Kunde meldete folgenden Schaden: „…als ich eine wilde Katze im Garten streicheln wollte, biss mich diese in die Armbeuge. Zunächst dachte ich, das sei ganz harmlos und bin deshalb nicht direkt zum
Arzt gegangen. Am Ende lag ich mehrere Tage mit Wundstarrkrampf im Krankenhaus. Das war mir eine Lehre. Jetzt nehme ich jeden Biss ernst.“

Verletzungen von Hunden (Bisswunde Hund) und Katzen (Bisswunde Katze) sehen auf den ersten Blick oft unscheinbar aus, haben es aber – im wahrsten Sinne des Wortes – in sich. Vor allem Katzenbisse sind klein, aber gemein. Katzenbisse werden am häufigsten unterschätzt.

Unfallversicherung inklusive Bissverletzung hier berechnen

Katzen haben sehr spitze Zähne. Daher sind die Wunden meist klein, bluten wenig und schließen sich relativ schnell. Hundebisse bluten dagegen meist stark. Bei beiden Tierarten gilt jedoch: Egal, wie groß oder klein die Bissstelle aussieht, es können neben der Haut auch Muskeln, Sehnen, Nerven, Blutgefäße oder Knochen beschädigt werden. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich die Wunden durch Keime, die sich an den Zähnen und im Speichel der Tiere befinden, entzünden. 

Aus der Schadenspraxis zum Thema „Bisswunde Hund“

Ein Hundefreund, welcher mehrere Hunde besitzt, wollte zwei Tiere beim Zank um das Futter trennen. Dabei schnappte ihn ein Hund in den Daumen. Zunächst sah alles unscheinbar aus, doch über das Wochenende entzündete sich die Wunde. Trotz Erstversorgung im Krankenhaus bekam man die Entzündung über mehrere Tage nicht in den Griff. Der Zustand der Wunde verschlimmerte sich von Tag zu Tag. Das Ende vom Lied: Das vorderste Glied vom Daumen musste amputiert werden!

Die Ärzte gingen davon aus, dass der Hund zuvor Schafskot gefressen hatte und somit beim Biss viele Erreger und Bakterien übertrug. Es ist bekannt, dass Hunde Kot anderer Tiere (Hasen, Schafe) fressen, um fehlende Nährstoffe wie beispielsweise Kalk aufzunehmen. Katzen kommen durch Mäuse mit Erregern in Kontakt. Daher führt sowohl eine „Bisswunde Hund“ oder eine „Bisswunde Katze“ immer wieder zu schlecht verheilenden Verletzungen.

Für Besitzer von Haustieren ist dann eine Unfallversicherung sinnvoll, wenn Infektionen mitversichert gelten, welche aus von Tieren verursachten Hautverletzungen resultieren. Gleiches gilt für Insektenstiche.

Fazit: Bisse durch Hunde und Katzen können gefährliche Infektionen nach sich ziehen. Nehmen Sie daher Drohgebärden wie Fauchen oder Knurren ernst. Streicheln Sie fremde Tiere erst, wenn Sie den Besitzer gefragt haben. Auf Urlaubsreisen sollte man am besten gar keine Tiere anfassen. Achten Sie darauf, dass Ihre Unfallversicherung Infektionskrankheiten beinhaltet. So sind Sie vor bösen und bissigen Überraschungen sicher.

Über 

Thomas Orthey (50) - Autor, Berater, Dozent und Sachverständiger - ist seit 1989 als Versicherungsexperte in Deutschland tätig. Der studierte Versicherungsbetriebswirt publizierte in den letzten 17 Jahren mehr als 300 Fachartikel für jeweils ca. 720.000 Leser in 13 Tages- und Wirtschaftszeitungen, sowie in namhaften Fachmagazinen. Seine außergewöhnlichen Experten-Tipps wurden bislang über 70 Mio. Mal schwarz auf weiß gedruckt. Die Presse bezeichnet ihn als einen Mann "der für seine klaren Worte bekannt" ist. (Rhein-Zeitung)

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