Wer zahlt Bergungskosten bei Unfall


Helikopter, Suchtrupp oder Feuerwehr: Wer zahlt eigentlich die Bergungskosten nach einem Unfall?


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Wer zahlt Bergungskosten bei Unfall - Luftrettung
Wer zahlt die Bergungskosten nach einem Unfall?

Der Einschluss von Bergungskosten ist in einer Unfallversicherung sinnvoll und wertvoll. Bergungskosten inklusive Rückholkosten in Höhe von mindestens 5.000 Euro gelten inzwischen als Mindeststandard für jede Unfallversicherung. Doch Vorsicht! Lesen Sie auf dieser Seite, warum dieser Betrag viel zu wenig ist und wo Sie beitragsfreie Topleistungen bis zu einer Million erhalten. Die Frage lautet: “Wann, wie hoch und wer zahlt Bergungskosten nach einem Unfall?

Bergungskosten sind die Kosten, die eine Unfallversicherung übernimmt, wenn beispielsweise nach einem Unfall Such-, Rettungs- oder Bergungsmaßnahmen erforderlich werden. Erstattet werden die Einsätze von öffentlich-rechtlichen oder privatrechtlich organisierten Rettungsdiensten. Dies können z.B. Feuerwehr, THW, Flugpolizei, Luftrettung, Höhlenrettung oder ähnliche Institutionen sein. Ebenso wird der Transport des Verletzten ins nächste Krankenhaus oder in eine Spezialklinik erstattet. Beispielsweise wenn ein Sturz vom Pferd aufgrund akuter Lebensgefahr eine Bergung erfordert. Führt ein Unfall zum Tod, übernimmt der Unfallversicherer in der Regel auch die Überführung des Toten zu seinem letzten ständigen Wohnsitz.


Was zählt zu den Bergungskosten in der privaten Unfallversicherung?


Unter Bergungskosten versteht man in der Unfallversicherung die Kosten, welche für die Rettung von Personen aufgewendet werden.

Dazu zählen:

  • Sucheinsätze
    • Hubschrauberflüge im Gebirge
    • Verletztensuche nach Gebäude-Einsturz
    • Kosten von öffentlich-rechtlichen und privaten Rettungsdiensten
  • Rettungs- und Bergungseinsätze
    • aus echten Notsituationen
      (z.B. PKW-Unfall mit eingeklemmten Personen)
  • Transport des Verletzten zum Krankenhaus
    • zeitlich schnellst erreichbares KH bzw. Spezialklinik
      (z.B. bei schweren Brandwunden)
  • Mehrkosten für den Heimtransport
    • Kosten für Begleitperson bei verunfallten Kindern
  • Überführung bei unfallbedingter Todesfolge
    • in der Regel zum letzten ständigen Wohnsitz

Nicht zu den Bergungskosten zählen:

  • Kosten für die Bergung eines Unfallautos
  • unfallbedingte Schäden an Sachen
  • private Suchmaßnahmen im Bekanntenkreis

Beispiel: Bergungskosten mit Rettungsboot


Unser Kunde, ein erfahrener Vermessungsingenieur, musste eine Ufermauer vermessen. Dazu kniete er sich an die Kante der brüchigen Steinmauer, stütze sich mit beiden Händen ab und beugte sich etwas nach vorne über, damit er über den Mauerrand schauen konnte. In diesem Moment gaben die Steine der obersten Reihe unter ihm nach. Es gab kein zurück. Er verlor das Gleichgewicht und stürzte etwa 5 Meter in die Tiefe. Zum Glück auf ein sandiges Stück Ufer. Da eine Bergung des Unfallopfers von oben aufgrund der unmittelbaren Nähe zu einer Autobahn nicht möglich war, musste die Bergung in diesem Fall vom Wasser aus erfolgen. Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerk (THW) den Verletzten schließlich per Rettungsboot aus seiner misslichen Lage. Die Bergungskosten nach dem Unfall zahlte die private Unfallversicherung.


Große Unterschiede bei Unfallversicherungen hinsichtlich Bergungskosten


Die Tarife der einzelnen Unfallversicherer unterscheiden sich stark im Hinblick der mitversicherten Bergungskosten. In manchen Tarifen sind Bergungskosten nur in Höhe von 10.000 Euro mitversichert. Demgegenüber können in den besten Unfallversicherungen und sehr leistungsstarken Tarifen Bergungskosten bis zu 1 Mio. Euro beitragsfrei mitversichert sein. (Beispiel: → VHV Unfalltarif EXKLUSIV)

Wenn Sie sich einen Überblick zu den beitragsfreien Bergungskosten der verschiedenen Anbieter verschaffen wollen, können Sie mehr als 240 Tarife mit unserem kostenlosen Unfallversicherungsvergleich prüfen.


Wie hoch sind die Bergungskosten bei einem Unfall und wer zahlt die Rettung mit dem Helikopter?


Jeder professionelle Wanderer kennt das Risiko. Skifahrer und Snowboarder sowieso. Fast 25.000 Skifahrer und dazu 5000 verunfallte Snowboarder landen jedes Jahr allein in Österreich in den Notaufnahmen der Ambulanzen.

Wenn es im Gebirge zu einem Unfall kommt, kann eine Bergrettung ganz schön ins Geld gehen. Vor allem dann, wenn technisches Gerät oder z.B. eine Helikopter eingesetzt wird. Viele Menschen fragen sich: “Wer zahlt die Bergungskosten nach einem Unfall?”

Was viele nicht wissen: Die Bergungskosten für einen Rettungshubschrauber werden nach einem Unfall nach Flugminuten abgerechnet. Jede Minute kostet etwa 90 Euro. Ein Bergungseinsatz von nur 45 Minuten liegt dann schnell bei Bergungskosten in Höhe von 4.050 Euro. Die Bergungskosten beim Hubschraubereinsatz belaufen sich durchschnittlich auf dreieinhalbtausend Euro. Läuft nicht alles reibungslos, entstehen schnell Kosten im 5-stelligen Bereich. Dies ist insbesondere dann der Fall wenn die Bergung während der Nacht, bei schwierigen Wetterlagen oder in unzugänglichem Gelände erfolgen muss.

Kostenbeispiel für Bergungskosten:

Es ist nichtungewöhnlich, dass bei einem Sucheinsatz z.B. im Schichtbetrieb über mehrere Tag insgesamt 50 Retter im Einsatz sind. Bei einem Stundensatz der Bergrettung von etwa 150 – 400 Euro ergibt sich folgende Rechnung:

275 Euro (Mittelwert) * 50 Retter (Tag/Nacht) = 13.750 Euro

Was viele nicht wissen? Die Kostenrechnung für die entstandenen Bergungskosten geht direkt dem Verursacher zu, also dem geretteten Opfer. Was z.B. die Krankenversicherung nicht zahlt, bleibt am Verletzten hängen – es sei denn, Bergungskosten in ausreichender Höhe sind über seine private Unfallversicherung abgesichert!

Fazit: Der Leistungsbaustein “Bergungskosten” wird in der Unfallversicherung häufig unterschätzt. Erst wenn sich die Frage stellt, wer die Bergungskosten nach einem Unfall zahlt, kommt für viele das böse Erwachen. Achten Sie deshalb auf einen entsprechenden beitragsfreien Einschluss von Bergungskosten in ausreichender Höhe!


3 Dinge, die Sie beachten müssen, damit Ihre Unfallversicherung die Bergungskosten bei Unfall zahlt


Benötigte Zeit: 5 Minuten.

Wer zahlt welche Bergungskosten bei Unfall?

  1. Sind die Bergungskosten mindestens in Höhe von 50.000 Euro beitragsfrei mitversichert?

    In vielen Unfallversicherungen sind Bergungskosten nur mit einem Minimalbetrag von 5.000 Euro mitversichert. Dieser Betrag ist zu niedrig, da Bergungskosten schnell eine 5-stellige Dimension erreichen.

  2. Werden Suchaktionen auch bei vermuteten beziehungsweise drohenden Unfällen erstattet?

    Insbesondere in älteren Unfallversicherungen können Bergungskosten an einen tatsächlich eingetretenen Unfall gekoppelt sein.

  3. Können Sie Ihren Anspruch auf Rettungskosten direkt gegenüber Ihrer Unfallversicherung geltend machen?

    Grundsätzlich leistet die Unfallversicherung subsidiär. Das heißt: Soweit ein anderer Ersatzpflichtiger eintritt, übernimmt die Unfallversicherung die restlichen Kosten. Sollte jedoch z.B. die Krankenversicherung ihre Leistung verweigern, ist es wichtig, dass Sie Ihren Anspruch auf Bergungskosten direkt gegenüber Ihrer Unfallversicherung geltend machen können.

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