Unfallversicherung als Student

Als Student braucht man eine private Unfallversicherung

Welche Unfallversicherung brauche ich als Student?

Dass eine private Unfallversicherung als Student sinnvoll ist, liegt auf der Hand. Denn als Student schützt dich die Gesetzliche Unfallversicherung ausschließlich während deines Studiums. Dazu gehören zum Beispiel: Vorlesungen, Prüfungen, Praktika und Exkursionen.

Ebenso bist du auf dem Weg von und zu einer staatlich anerkannten Universität, Hochschule oder Fachhochschule versichert. Doch da gibt es einen Haken. Denn die meisten Unfälle passieren in der Freizeit. Und was ist dann?

Aus diesem Grund ist eine ergänzende private Unfallversicherung für Studenten äußerst wichtig. Sie hat sich seit über 100 Jahren bewährt. Aber wie kommst du möglichst günstig an diese wichtige Absicherung? In diesem Artikel liest du, wie du mit minimalem Aufwand maximale Leistungen erhältst.

Lieblingstasse für Studierende

Bewertung:

Raus aus der Armutsfalle

Gerade weil Studenten mehr rechnen müssen, brauchen sie eine private Unfallversicherung. Immer mehr Menschen fragen sich: „Was tun, wenn am Ende des Geldes noch so viel vom Monat übrig ist?“ Doch vor allem Studenten können davon ein Lied singen. Denn die meisten sind chronisch eher knapp bei Kasse.

Selbst bei einem dualen Studiengang musst du rechnen. Wir wissen genau, wovon wir sprechen, denn unsere 3 Kinder absolvierten allesamt ein duales Studium. Die Tochter zahlte für ihre 23-Quadratmeter-Bude etwas mehr als 600 Euro im Monat. Das karge Studenteneinkommen war also im Handumdrehen weg. Und die meisten Eltern können den „armen Studenten“ nur begrenzt im Rahmen ihrer Möglichkeiten unter die Arme greifen.

Angesichts begrenzter finanzieller Mittel fragen sich daher viele Studenten vollkommen zu Recht: „Braucht man als Student eine private Unfallversicherung?“ Und die simple Antwort lautet für 99 Prozent aller Studierenden: JA!

Worauf kommt es an?

Falls du zufällig einen Jura-Studenten kennst, kommt dir der folgende Satzbeginn wahrscheinlich bekannt vor: „Es kommt darauf an.“ So antworten Juristen immer. Genauso ist es auch bei einer Unfallversicherung für Studenten. Im Klartext: Wenn du „Richie Rich“ oder so ähnlich heißt, nimmt der Stellenwert einer Unfallversicherung spürbar ab. Denn als Tochter oder Sohn aus einem vermögenden Elternhaus mag man auf eine Unfallversicherung durchaus ganz verzichten können.

Ebenso, falls du welchen Gründen auch immer (z.B. Erbschaft von Oma Lisbeth) finanziell bereits ausgesorgt hast. Allerdings dürfte dies auf die wenigsten zutreffen, denn laut Statistik haben 45 Prozent aller Studenten weniger als 500 Euro Nettoeinkommen zur Verfügung.

Was für 99 Prozent aller Studierenden gilt

Nach einem aktuellen Bericht der Paritätischen Forschungsstelle ist jeder 3. Student in Deutschland von Armut betroffen. Bei den allein lebenden Studierenden leiden sogar vier von fünf unter Armut. Den Befund zur Armut von Studierenden in Deutschland kannst du hier downloaden.

Insbesondere für alle Aktivitäten außerhalb des universitären Bereichs ist deshalb eine private Unfallversicherung für Studenten sinnvoll. Denn eine gute Unfallpolice für Studenten bietet dir rund um die Uhr einen weltweiten Versicherungsschutz. Das ist wichtig, wenn du zum Beispiel bei einer der folgenden Aktivitäten einen Unfall erleidest:

Die Unfallversicherung leistet nicht nur für einen erlittenen Dauerschaden (Invalidität), sondern auch für eventuell anfallende Bergungskosten. Doch Vorsicht: Gerade bei Unfallversicherungen gibt es extreme Unterschiede hinsichtlich Preis und Leistung. Bis zu 100 Prozent Beitragsdifferenz sind durchaus möglich. Wer als Student eine Unfallversicherung sucht, sollte daher auf einen preisgünstigen Anbieter setzen.

Fakten zur Unfallversicherung während des Studiums

Studierende sind ebenso wie alle anderen Menschen den alltäglichen Gefahren des Lebens ausgesetzt. Und irgendwann und irgendwo kann immer etwas passieren. Früher oder später ist man dann heilfroh, wenn man auf eine gute und günstige Unfallversicherung zurückgreifen kann. Denn der gesetzliche Unfallschutz für Studenten (Unfallkasse bzw. Berufsgenossenschaft) gilt ausschließlich für studienbezogene Tätigkeiten, die im unmittelbaren zeitlichen und räumlichen Zusammenhang mit der Hochschule stehen müssen. Hochschulsport gilt im Rahmen der offiziell eingerichteten methodischen und sportpraktischen Übungen mitversichert.

Dagegen besteht bei freier, privater Sportausübung kein Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung. Deshalb empfehlen immer mehr Hochschulen eine private Unfallversicherung für Studierende als dringende Ergänzung.

Hier leistet die Gesetzliche Unfallversicherung für Studenten nicht

  • studienbezogenes Arbeiten zuhause
  • empfohlene aber nicht vorgeschriebene, privat organisierte Auslandsaufenthalte
  • Auslandsreisen für die Erstellung von Diplomarbeiten
  • unbetreute Feld- oder Geländearbeiten außerhalb des Unigeländes
  • (z.B. aufgrund Abschluss- oder Doktorarbeiten)
  • über Sportprogramm vermittelte Kooperations-Angebote von Sport- oder Reitvereinen, Surf-, Fallschirm- oder Segelflugschulen
  • Ausübung von Extremsportarten
  • entgeltliche Nutzung von Fitnesseinrichtungen an Hochschulen
  • privat organisierter Sport auf dem Campus

TIPP: Bei Veranstaltungen, an denen mehr Hochschulgäste als Hochschulangehörige teilnehmen, kann es bereits zu Schwierigkeiten bezüglich des Gesetzlichen Unfallversicherungsschutz kommen. Für eine private Unfallversicherung spielt so etwas keine Rolle.

Die häufigsten Unfallgefahren für Studenten:

  • im Verkehr (Fußgänger / Fahrrad / Auto / Bahn)
  • im eigenen Haushalt bzw. in der WG
  • bei der Ausübung von Hobbys (z.B. Sturz vom Pferd)
  • beim Sport
  • auf Reisen
  • Work and Travel (Travel & Study)
  • Akademisches Jahr / Forschungsjahr
  • Sokrates / Erasmus / DAAD
  • Sprachreisen

Gerade für Vielreisende bietet eine private Unfallversicherung für Studenten einen unverzichtbaren Schutz. Denn möglicherweise weißt du, dass die Gesetzliche Krankenversicherung keine Absicherung für die langfristigen, finanziellen Folgen eines Unfalls bietet.

Warum privater Unfallschutz für Studenten ratsam ist

Jeder Versicherungsvertreter wird dir zu einer Unfallversicherung raten, aber wir vertrauen lieber auf die Fakten. Die Zahlen der Gesetzlichen Schüler-Unfallversicherung 2019 belegen:

  • 10.332 Schulunfälle an Hochschulen
  • davon 6.073 Unfälle auf dem Weg zur Hochschule
  • 1.696 Mal war ein anderer Mensch der Auslöser
  • in 7.350 Fällen verletzten sich die Studierenden selbst
  • mit 7,89 % ereigneten sich die meisten Unfälle mit dem Fahrrad
  • 1,58 % mit einem motorisierten Zweirad
  • und 3,68 % mit einem PKW
  • auch bei tödlichen Verkehrsunfällen an Hochschulen rangieren Fahrrad und PKW ganz vorne
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