Unfallgefahr in der Küche

Unfallgefahr in der Küche: Die 3 größten Risiken

Unfallgefahr in der Küche - Das sind die 3 größten Risiken

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Unfallgefahr in der Küche – Private und gesetzliche Unfallversicherungen waren seit Jahren: Schon beim Kaffee brühen droht Gefahr. Ebenso kann man sich beim Kartoffelschneiden verletzen. Denn in jeder Küche geht es heiß her. Zwar würde niemand bei einem Sterne-Koch an einen gefährlichen Beruf denken. Aber Profis sind ebenso gefährdet wie Hobbyköche.

Grundsätzlich erhöht Routine die Gefahr eines Unfalls. Denn viele Arbeiten erledigen wir aus dem Unterbewusstsein. Dabei lässt unsere Konzentration nach. Weshalb das Unfallrisiko in der Küche steigt. Das gilt für Familien mit Kindern und ebenso wie für Singles.

Die 3 gefährlichen „V’s“ in der Küche

Arbeiten in der Küche gelten allgemein nicht gerade als gefährlich. Aber schon Goethe verdeutlichte die Unfallgefahr in der Küche: „Ein gebranntes Kind scheut das Feuer, ein oft versengter Greis scheut, sich zu wärmen„. Doch hat man sich erst einmal verbrannt, ist es zu spät. Das gilt für Kleinkinder ebenso wie für Senioren. Die größten Gefahren resultieren aus:

  1. Verbrennungen
  2. Verbrühungen
  3. Verletzungen mit Messern und Maschinen

Diese Unfälle ziehen oft gravierende Dauerfolgen (Invalidität) nach sich.

Die 7 Gefahren-Schwerpunkte für Unfallgefahren in der Küche

  • 1. risikoreiche Organisation
  • 2. riskantes Verhalten
  • 3. mangelnder Brandschutz
  • 4. keine oder veraltete Kenntnis zu → wirksamer ERSTE HILFE
  • 5. falsche Beurteilung von Gefahrstoffen
  • 6. unsichere Küchengeräte
  • 7. gefährliche Arbeitsmittel
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2 echte Beispiele für Unfälle in der Küche

Beispiel Kind:
Das Kind unseres Kundens konnte gerade laufen. In einem unbeobachteten Moment zog es sich einen Topf vom Herd. Darin befand sich heißes Fett. Dies alles geschah so schnell, dass der Vater nicht reagieren konnte. Das Kind erlitt schwere Verbrennungen im Gesicht und am Hals. Die Oberhaut und tiefere Gewebeschichten wurden massiv geschädigt bzw. zerstört. Zumindest die finanziellen Folgen konnten durch eine private Unfallversicherung gemildert werden.

Beispiel Profi:
Unsere Kundin betrieb eine Gaststätte. Als Köchin kannte sie die Unfallgefahr in der Küche aus dem Effeff. Dennoch geschah es. Als sie einen Braten in Scheiben schnitt, glitt ihr das sehr scharfe Messer aus der Hand. Aus Reflex griff sie zu. Nur so konnte Sie das teure Messer retten. Bei diesem Versuch zertrennte die scharfe Klinge die Sehne zwischen Daumen- und Zeigefinger. Zum Glück zahlte auch in diesem Fall ihre private Unfallversicherung.

11 Regeln wie Sie Unfallgefahren in der Küche für Kinder vermeiden

Profiköche und Hauswirtschafts-Lehrer widmen dem Thema „Unfallgefahr in der Küchenschule“ eine besondere Aufmerksamkeit. Mit geringem Aufwand entschärfen auch Sie Ihre Unfallrisiken am heimischen Herd:

Elektrogeräte bergen viele Risiken

  • Stromkabel: Mehrfachsteckdosen, Verlängerungen und Kabel von elektrischen Geräten wie z.B. Staubsaugern stellen gefährliche Stolperfallen dar. Verwenden Sie daher eine möglichst nahe installierte Steckdose. Und stecken Sie lieber einmal mehr um. Auch moderne Akku-Staubsauger können die Unfallgefahr deutlich reduzieren. Weil damit das Stolperrisiko entfällt.
  • Maximaler Dauerbetrieb: Auch Elektro-Kleingeräte werden nicht für den endlosen Dauerbetrieb konstruiert. Deshalb sollten Sie die vom Hersteller als angegebene Höchstbetriebsdauer pro Einsatz beachten. Sie finden diese Angabe in der Regel in in der Gebrauchsanweisung.
  • Teezubereiter, Wasserkocher und Kaffeemaschinen an die Wand: Stellen Sie Geräte, mit denen heißes oder kochendes Wasser zubereitet werden kann, auf der Küchenablage möglichst weit hinten an die Wand. Außerdem sollten Sie nicht benötigtes Kabel nicht frei baumeln lassen. Besser rollen Sie es im Gerät auf.
  • Hinten kochen: Wenn möglich, nutzen Sie nur die hinteren Herdplatten zum kochen. Achten Sie außerdem darauf, dass lange Pfannenstiele nach hinten zur Wand zeigen. Damit vermeiden Sie, dass Kinder die Behältnisse umkippen oder zu sich herunterziehen weil beispielsweise ein Stieltopf über den Herd hinaus ragen würde. Herdschutzgitter helfen, Ihr Kind vor Verbrennungen und Verbrühungen zu schützen.
  • Sicherung für Türen und Schubladen: Leicht gängige Schubladen und Schranktüren lassen sich problemlos von Kleinkindern öffnen. Sofern sich darin gefährliche Inhalte (z.B. Messer, Fleischgabeln oder auch Essig-Essenz) befindet, sollten Sie diese Behältnisse z.B. mit einem magnetischen Schrankschloss gegen einen unbefugten Gebrauch sichern. Dies gilt auch, wenn an Demenz erkrankte Menschen in Ihrem Haushalt leben.

Jeder 10. Kindstod ist die Folger einer Vergiftung

  • Chemie & Co. sicher lagern: In jeder Küche finden sich scharfe Zutaten, Reiniger oder chemische Mittel. Diese können bei falschem Einsatz die Gesundheit gefährden können. Lagern Sie deshalb diese Mittel so, dass sie für Kinder und verwirrte Menschen unerreichbar sind. Dafür eignen sich hoch liegende Schränke oder verschließbare Gitterboxen (Food Safe), welche auch im Kühlschrank eingesetzt werden können.
  • Kinder & Kranke nie alleine lassen: Viele Unfälle lassen sich mit entsprechenden technischen Vorkehrungen vermeiden, doch die Unfallgefahr in der Küche bleibt. Deshalb ist es wichtig, Kinder und geistig behinderte bzw. an Demenz erkranke Menschen nie allein und unbeaufsichtigt zu lassen, speziell in der Küche. Mit einem Kindernotfall-Kurs frischen Sie schnell und einfach Ihr Erste-Hilfe-Wissen speziell für Kinder auf.
  • Heißes in der Küche lassen: Speisen müssen abkühlen. Dafür bieten sich Keller oder Balkon an, doch Töpfe, Pfannen und Schalen mit heißen Inhalten sollten möglichst in der Küche bleiben. Die Unfallgefahr in der Küche steigt, wenn man heiße Töpfe durch die Wohnung trägt, selbst wenn Topflappen oder Handschuhe vor Hitze schützen.

Stürze sind mit 80 % die Hauptursache für tödliche Unfälle im Haushalt

  • Rutschiger Boden: In der Küche ist es feucht und fettig. Deshalb landen Saucen, Öle oder die in Gemüse und Obst enthaltenen Säfte schnell auf dem Boden. Wenn diese nicht aufgewischt werden, kommt es zu gefährlichen Rutschpartien. Auch auf dem Boden liegende Schalen oder Stücke z.B. von Kartoffeln, Möhren oder Zwiebeln sind spiegelglatt. Deshalb sollten auf dem Fußboden liegende Abfälle sofort beseitigt werden. Vor allem ältere Menschen brauchen nach einem Unfall eine besondere Versorgung. Erste Hilfe bei geriatrischen Notfällen können Sie auch in einem Online-Kurs erlernen.
  • Falsches Handling von Messern: Messer schneiden Fleisch, denn dafür wurden sie geschaffen. Deshalb sollten Sie immer achtsam mit scharfen und spitzen Messern umgehen. Wenn Sie fettige oder nasse Hände haben, sollten Sie Messer meiden. Außerdem gehören Messer nie in Schnittabfälle oder ins Spülwasser. Entsprechend sollten Sie nicht mit einem Messer in der Hand umher laufen.
  • Kein Set für den Notfall: Die Arbeit in der Küchen birgt Risiken. Deshalb sollten Sie für den Fall der Fälle vorbereitet sein. Achten Sie darauf, dass Pflaster und ein Erste Hilfe Koffer stets greifbar sind wenn aus der Unfallgefahr ein echter Unfall wird. Ebenso wie ein Feuerlöscher oder eine Löschdecke, falls es einmal zu einem Fettbrand kommen sollte. WICHTIG: Gießen Sie auf brennendes Fett niemals Wasser!

Infos und Kurse rund um die Unfallgefahr in Küche, Haus und Garten:

Eine Unfallversicherung schützt Sie vor den Unfallgefahren in Küche & Co.

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