Unfallgefahr in der Küche

Unfallgefahr in der Küche: Die 3 größten Risiken

Unfallgefahr in der Küche - Das sind die 3 größten Risiken

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Unfallgefahr in der Küche – Wie du dich schützt. Meine Mutter war Köchin und ermahnte mich von klein auf, in der Küche vorsichtig zu sein. Auch die privaten und gesetzlichen Unfallversicherungen warnen seit Jahren, denn schon beim banalen „Kaffee brühen“ droht Gefahr. Ebenso kannst du dich bereits beim Kartoffelschneiden böse verletzen. Denn in Küchen geht es immer heiß her.

Zwar würde niemand bei einem Star-Koch wie Tim Mälzer oder Johann Lafer an einen Beruf mit besonderem Gefährdungspotenzial denken. Aber das Unfallrisiko in der Küche solltest du definitiv nicht unterschätzen. Übrigens sind Profis ebenso gefährdet wie Hobbyköche.

Grundsätzlich gilt, dass Routine immer das Unfallrisiko erhöht. Schließlich erledigen wir viele Arbeiten im Laufe der Zeit einfach so – aus unserem Unterbewusstsein heraus. Dabei lässt unsere Konzentration automatisch nach. Und das erhöht das Unfallrisiko – auch in der Küche. Das gilt sowohl für Familien mit Kindern als auch für Singles.

Die 3 gefährlichen „V’s“ in deiner Küche

Die Arbeit in der Küche wird im Allgemeinen nicht als gefährlich angesehen. Aber schon Goethe hat auf die Gefahr von Unfällen in der Küche hingewiesen: „Ein verbranntes Kind scheut das Feuer, ein oft versengter Greis scheut sich zu wärmen“. Wenn du dich aber erst einmal verbrannt hast, ist es bereits zu spät. Das trifft sowohl auf kleine Kinder als auch auf Senioren zu.

Die größten Gefahren resultieren aus:

  • 1. Verbrennungen
  • 2. Verbrühungen
  • 3. Verletzungen mit Messern und Maschinen

Unfälle in der Küche haben oft schwerwiegende und dauerhafte Folgen (Invalidität). Vor allem tiefere Schnittwunden stellen zwei unterschätzte Risiken dar. Denn Schnittwunden bedeuten erstens oft einen starken Blutverlust und zweitens ein Infektionsrisiko. Speziell wenn eine Arterie verwundet wird, kann es für dich lebensbedrohlich werden. Deshalb: Wenn du die Blutung nicht stoppen kannst oder drohst, in Ohnmacht zu fallen, rufe den Notdienst unter 112 an. Selbst bei leichten Schnittwunden, zum Beispiel am Finger, besteht die Gefahr einer Infektion. Denn durch die offene Wunde können Bakterien in die Blutbahn gelangen und so eine Infektion auslösen.

Nebenbei bemerkt werden auch kleine Ritzen und Fugen in der Küche von Zecken als ideales Versteck bevorzugt. Vor allem da sie mit Gemüse in die Wohnung getragen werden. Das erhöht das Risiko eines Stichs mit anschließender Borreliose.

Die 7 Gefahren-Hotspots für Unfallgefahren in der Küche

Egal, ob du für deine Freunde ein veganes Fünf-Gänge-Menü zaubern willst oder dir eine TK-Mahlzeit in der Mikrowelle erhitzt, deine Küche bleibt das Herzstück deines Zuhauses. Deshalb ist es wichtig, die Küche gut zu organisieren, damit wir diesen Bereich nicht nur zum Kochen, vor allem aber auch sicher zum Leben genießen können.

Unfälle in der Küche passieren durch:

  • 1. risikoreiche Organisation
  • 2. riskantes Verhalten
  • 3. mangelnden Brandschutz
  • 4. keine oder veraltete Kenntnis zu → wirksamer ERSTE HILFE
  • 5. falsche Beurteilung von Gefahrstoffen
  • 6. unsichere Küchengeräte
  • 7. gefährliche Arbeitsmittel
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Unfallgefahr in der Küche – 2 Beispiele aus der Praxis

Beispiel Kind:
Dieser Fall war besonders tragisch: Das Kind unseres Kunden konnte grade erst laufen. Dann geschah das Unfassbare. Unbemerkt riss es einen Topf vom Herd. In ihm befand sich sehr heißes Fett. All das geschah so schnell, dass der Vater nicht mehr reagieren konnte. Dabei erlitt das Kind schwerste Verbrennungen im Gesicht und am Hals. Die Oberhaut und die tieferen Gewebeschichten wurden großflächig verletzt oder zerstört. Glücklicherweise konnte die private Unfallversicherung die finanziellen Folgen lindern. Als dreifacher Vater und Experte für Risikomanagement kann ich gar nicht genug betonen, wie sinnvoll und wichtig eine Unfallversicherung für Kinder ist. Bereits ab der Geburt.

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Beispiel Profi:
Unsere Kundin führte ein eigenes Restaurant. Als gelernte Köchin kannte sie die Unfallgefahren in der Küche aus dem Effeff. Dennoch geschah es: Als sie einen saftigen Braten in dünne Scheiben schnitt, glitt ihr das ultrascharfe Profi-Messer aus der Hand. Aus Reflex griff sie zu. Nur so konnte sie ihr wertvolles Messer retten. Bei diesem Versuch durchtrennte die scharfe Klinge die Sehne zwischen Daumen und Zeigefinger. Zum Glück zahlte auch in diesem Fall ihre private Unfallversicherung.

11 Regeln wie du Unfallgefahren in der Küche für Kinder vermeidest

Profiköche und Hauswirtschafts-Lehrer widmen dem Thema „Unfallgefahr in der Küchenschule“ seit jeher eine besondere Aufmerksamkeit. Und mit wenig Aufwand kannst auch du das Risiko von Unfällen bei dir zu Hause am heimischen Herd erheblich verringern. Vor allem für deine Kinder.

So vermeidest du Unfälle in der Küche:

Elektrogeräte bergen viele Risiken:

  • 1. Stromkabel: Mehrfachsteckdosen, Verlängerungen und Kabel von elektrischen Geräten wie z.B. Staubsaugern stellen gefährliche Stolperfallen dar. Verwende daher eine möglichst nah installierte Steckdose. Und stecke lieber einmal mehr um. Auch moderne Akku-Staubsauger können die Unfallgefahr deutlich reduzieren. Weil damit das Stolperrisiko entfällt.
  • 2. Maximaler Dauerbetrieb: Elektro-Kleingeräte werden nicht für den endlosen Dauerbetrieb konstruiert. Deshalb solltest du die vom Hersteller angegebene Höchstbetriebsdauer pro Einsatz beachten. Diese Angaben findest du in der Regel in der Gebrauchsanweisung.
  • 3. Teezubereiter, Wasserkocher und Kaffeemaschinen gehören an die Wand: Platziere Geräte, mit denen du heißes oder kochendes Wasser zubereiten kannst, im Küchenregal oder auf der Küchenablage so weit hinten wie möglich an der Wand. Lass außerdem nicht benötigte Kabel nicht frei baumeln. Besser ist es, sie im Inneren des Geräts aufzurollen.
  • 4. Hinten kochen: Verwende zum Kochen möglichst nur die hinteren Herdplatten. Achte außerdem darauf, dass lange Topfgriffe nach hinten zur Wand zeigen. So verhinderst du, dass Kinder die Gefäße umkippen oder zu sich herunterziehen, weil z. B. ein Kochtopf über den Herd hinausragen würde. Herdschutzgitter helfen, dein Kind vor Verbrennungen und Verbrühungen zu schützen. Und wenn du angesichts der Energiepreisentwicklung überlegst, auf einen besonders effizienten A+ Herd umzusteigen, achte auf Funktionen wie Kindersicherung und automatische Sicherheitsabschaltungen.
  • 5. Sicherung für Türen und Schubladen: Leicht zugängliche Schubladen und Schranktüren können von kleinen Kindern ohne Probleme geöffnet werden. Wenn sie gefährliche Gegenstände enthalten (z.B. Messer, Fleischgabeln oder Essigessenz), solltest du diese Behälter gegen unbefugte Benutzung sichern, z.B. mit einem magnetischen Schrankschloss. Das gilt auch, wenn demenzkranke Menschen in deinem Haushalt leben.

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  • 6. Chemie & Co. sicher lagern: In jeder Küche finden sich scharfe Zutaten, Reiniger oder chemische Mittel. Diese können bei falschem Einsatz die Gesundheit gefährden können. Bewahre diese Mittel daher so auf, dass sie für Kinder und verwirrte Personen unerreichbar sind. Dafür eignen sich hoch liegende Schränke oder verschließbare Gitterboxen (Food Safe), welche du auch im Kühlschrank einsetzen kannst.
  • 7. Kinder & Kranke nie alleine lassen: Viele Unfälle können durch entsprechende technische Vorkehrungen verhindert werden, aber du kannst das Unfallrisiko in der Küche nie ganz ausschließen. Deshalb ist es wichtig, Kinder und Menschen mit geistiger Behinderung oder Demenz nie allein und unbeaufsichtigt zu lassen, vor allem nicht in der Küche. Mit einem Kindernotfall-Kurs frischst du schnell und einfach dein Erste-Hilfe-Wissen speziell für Kinder auf.
  • 8. Heißes in der Küche lassen: Speisen müssen abkühlen! Der Keller oder der Balkon sind dafür ideal, aber Töpfe, Pfannen und Schüsseln mit heißem Inhalt sollten nach Möglichkeit in der Küche bleiben. Das Unfallrisiko in der Küche steigt überpropotional, wenn du heiße Töpfe durch die Wohnung trägst, auch wenn dich Topflappen oder Handschuhe vor Hitze schützen.

Stürze sind mit 80 % die Hauptursache für tödliche Unfälle im Haushalt

  • 9. Rutschiger Boden: In einer Küche ist es feucht und fettig. Aus diesem Grund geraten Soßen, Öle oder die in Gemüse und Obst enthaltenen Säfte schnell auf dem Fußboden. Werden diese nicht aufgewischt, kommt es zu gefährlichen Rutschpartien. Auch Schalen oder Stücke von z.B. Kartoffeln, Karotten oder Zwiebeln, die auf dem Boden liegen, sind glitschig wie ein Aal. Darum solltest du Abfälle, die auf dem Boden liegen, sofort entfernen. Und denk daran: Vor allem ältere Menschen brauchen nach einem Unfall eine besondere Versorgung. Erste Hilfe bei geriatrischen Notfällen kannst du beispielsweise in diesem speziellen Online-Kurs erlernen.
  • 10. Falsches Handling von Messern: Messer schneiden Fleisch, dazu sind sie schließlich da. Deshalb solltest du mit scharfen und spitzen Messern stets vorsichtig sein. Mit fettigen oder nassen Händen solltest du Messer nicht benutzen. Und außerdem gehören Messer nicht in den Schnittabfall oder ins Spülwasser. Folglich solltest du auch nicht mit einem Messer in der Hand herumlaufen.
  • 11. Set für den Notfall fehlt: Küchenarbeit ist stes mit Risiken verbunden. Deshalb solltest du auch auf den schlimmsten Fall vorbereitet sein. Sorge dafür, dass Pflaster, ein Erste-Hilfe-Kasten und Brandgel immer griffbereit sind, falls sich das Risiko eines Unfalls in einen echten Unfall verwandelt. Brandgel leistet auch bei einem Sonnenbrand wertvolle Dienste. Ebenso gehören ein Feuerlöscher und eine Löschdecke für den Fall eines Fettbrandes in jede Küche. EXTREM WICHTIG: Gieße niemals Wasser auf brennendes Fett!

Weitere Infos und Kurse rund um die Unfallgefahr in Küche, Haus und Garten:

Eine Unfallversicherung schützt dich vor den finanziellen Folgen eines Unfall in Küche & Co.

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