Home Office Versicherung

Von | August 29, 2021

Welche Versicherung zahlt bei Unfällen im Home Office?

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Arbeiten Sie auch im Home Office? Dann haben Sie sich womöglich schon gefragt, welche Versicherung Sie im Home Office (Homeoffice) schützt. Die Corona-Pandemie treibt immer mehr Arbeitnehmer an den heimischen Schreibtisch. Das Angebot vieler Arbeitgeber in der aktuellen Corona-Krise ist verlockend: Arbeiten in den eigenen vier Wänden, in der Nähe von Frau und Familie.

Auch Kriminelle nutzen verstärkt die Schwachstellen der heimischen IT-Infrastruktur. Deshalb machen Cyber-Versicherungen immer mehr Sinn. Aber wie verhält es sich eigentlich mit der Unfallversicherung im Home Office?


Gesetzlicher Versicherungsschutz wenn man zu Hause arbeitet


Die gesetzliche Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) ist eine feine Sache, um die uns viele Länder beneiden. Grundsätzlich sind Unfälle, welche sich durch oder bei einer versicherten Tätigkeit ereignen als Arbeitsunfall anerkannt. Damit sind diese im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung versichert.

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Was sind überhaupt versicherte Tätigkeiten?


Für den gesetzlichen Versicherungsschutz ist der Ort an dem die Tätigkeit ausgeübt wird, nicht unbedingt entscheidend. Viel wichtiger ist, ob die Tätigkeit in enger Beziehung zu den beruflichen Aufgaben steht. Das Bundessozialgericht (BSG) hat diesbezüglich den Begriff der „Handlungstendenz“ geprägt.

Beispiel:

Stürzt ein Versicherter auf der Treppe und zieht sich dabei Verletzungen zu, kommt es darauf an, warum er die Treppe benutzte. Wollte er auf den Dachboden, um den WLAN-Router neu zu starten, welchen er für seine dienstliche Video-Konferenze braucht, dann wäre dieser Unfall im Home Office über die gesetzliche Unfallversicherung versichert.

Wollte er andererseits nur auf den Dachboden, um seine privaten Fotoalben zu suchen, handelt es sich nicht um einen gesetzlich versicherten Unfall. Der Gesetzgeber grenzt eigenwirtschaftliche – d.h. ganz private ‒ Handlungen aus. Diese sind im Büro wie auch im Home Office nie gesetzlich nicht unfallversichert. Ein Grund mehr, weshalb man eine private Unfallversicherung braucht. Doch nicht alle Tarife bieten ausreichend hohe Leistungen.


In diesen Fällen leistet nur die private Versicherung im Home Office


Das Problem bei der gesetzlichen Unfallversicherung ist die mangelnde Trennschärfe. Das gleiche Problem hat man bei privaten Unfallversicherungen mit einer „Ausschnittsdeckung“. Deshalb raten wir davon grundsätzlich ab.

Unser Leben ist aber nicht nur schwarz oder weiß, farblos oder bunt, beruflich oder privat. Daraus resultiert, dass man oftmals gar nicht oder nur schwer zwischen der versicherten und der unversicherten Tätigkeit unterscheiden kann. Vor allem bei Arbeiten im Home Office ist die „Grauzone der Abgrenzung“ noch schwieriger.

In diesen Fällen lehnte die gesetzliche Versicherung den Schutz im Home Office ab

Die Frage „Wer zahlt bei einem Arbeitsunfall“ beschäftigt immer wieder die Gerichte. Auch zum gesetzlichen Unfallschutz im Home Office gibt es bereits mehrere Urteile des Bundessozialgerichts (BSG). So klärten die Richter bezüglich der Versicherung auf Wegen im Home Office:

  • Wer einem dringenden Bedürfnis nachkommt und zur Toilette geht, ist nicht über die gesetzliche Versicherung versichert. Der Gang zum WC ist eine eigenwirtschaftliche Tätigkeit.
  • Wer zur Küche geht, um sich einen Snack zu holen oder einen Kaffe zu kochen, handelt eigenwirtschaftlich und ist damit im Home Office nicht über die Berufsgenossenschaft versichert.

Das Betriebsrätemodernisierungsgesetz soll den gesetzlichen Unfallschutz im Home Office ab Sommer 2021 verbessern. Dann wäre zumindest der Gang zur Toilette oder in die Küche versichert. Alle Vorhaben in der freien Zeit zuhause sind jedoch nach wie vor nur über eine private Unfallversicherung versichert. So zum Beispiel auch:

  • Sportliche Aktivitäten
  • Kochen und Backen
  • Spiele mit den Kindern
  • Handwerkliche Projekte

GUT ZU WISSEN:

Arbeitswege außerhalb des Zuhauses beginnen aus Sicht der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) nicht an der Wohnungstüre, sondern erst beim Durchschreiten der Haustüre.

Wenn Sie noch mehr interessante Urteile zu den Grenzen des gesetzlichen Versicherungsschutzes lesen möchten, dann lesen Sie dazu unseren Artikel → Was zahlt die Berufsgenossenschaft?


Eine private Unfallversicherung zahlt im Büro, im Home Office und an anderen Örtchen!


Die Lösung: Wer auch im Home Office auf Nummer sicher gehen will, sollte eine private Unfallversicherung besitzen. Leistungsstarke Unfallversicherungen begrenzen ihren Schutz nicht auf bestimmte Lebensbereiche (Beruf oder Freizeit). Von Ausschnittsdeckungen (z.B. Reiterunfallversicherung) raten wir grundsätzlichen ab.

Die besten Unfallversicherungen leisten rund um die Uhr und auf der ganzen Welt. Das bedeutet Versicherungsschutz in der Freizeit, im Beruf und natürlich auch im Home Office. Wenn Sie die beste Unfallversicherung für sich suchen und dabei bis zu 80 % sparen wollen, dann zeigt Ihnen der kostenlose TARIFCHECK den direkten Weg zur besten Police.

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