Wanderröte – Warum sie so gefährlich ist

Von | Dezember 31, 2022

Wanderröte – Warum sie so gefährlich ist

Wanderröte - Symptome, Behandlung und Folgen
Die Wanderröte kann eine gefährliche Borreliose anzeigen: Mehr dazu

Eine Wanderröte sollte jeder kennen, der viel in der Natur unterwegs sind. Denn dann hast du automatisch häufiger mit Zecken zu tun. Ein Zeckenstich wird zwar oft als unbedeutend angesehen, kann aber gravierende Auswirkungen haben. Die Wanderröte ist ein erstes Warnzeichen, die sich als Rötung oder Hautausschlag am Körper zeigt.

Im schlimmsten Fall kann dies zu dauerhaften Schäden führen. Sogar für ein ganzes Leben. Unter anderem aufgrund von Borreliose oder FSME. Daher ist es wichtig, dass du die Symptome einer Wanderröte ernst nimmst. Zum Glück gibt es auch Unfallversicherungen, die bei Langzeitinvalidität aufgrund eines Zeckenstichs zahlen.

Willst Du mehr über die Wanderröte nach einem Zeckenstich erfahren? Dann lies weiter. In diesem Beitrag erfährst du, was die Wanderröte so gefährlich macht. Und wie du dich jetzt vor schweren Folgen schützen kannst.

Wanderröte – Was ist das?

Die Wanderröte kann ein typisches Anzeichen für eine Borreliose sein. Es ist jedoch kein zuverlässiger Hinweis. Denn bei manchen Menschen treten auch Knötchen oder Bläschen auf. Meist reagiert die Haut auf die Entzündung mit Rötungen. Allerdings muss es nicht unbedingt zu Symptomen kommen. Doch bei 90 % aller Infektionen mit Borrelien kannst du irgendeine Reaktion beobachten.

Die Erreger der Borreliose heißen Borrelien. Das sind Bakterien, die fachlich korrekt als Borrelien bezeichnet werden. Die recht großen Borrelien sehen aus wie eine Schraube oder eine Spirale. Ihr Name leitet sich von ihrem Entdecker Amédée Borrel (1867-1936) ab. Die meisten Borrelia-Arten können bei Menschen und Tieren langwierige Krankheiten verursachen. Das nennen Mediziner pathogen.

Die Lyme-Borreliose (kurz: Borreliose) ist schon seit über 100 Jahren bekannt. Allerdings entdeckte Willy Burgdorfer erst 1982, wodurch sie ausgelöst wird. Durch Bakterien, die im Darm der Zecke leben. Und diese Bakterien können uns zum Verhängnis werden.

Wanderröte erkennen: Ursachen, Signale und Therapie

Wanderröte – Woher kommt der Name?

Warum heißt es Wanderröte? Die lateinische Bezeichung der Erkrankung lautet Erythema migrans – zu deutsch Wanderröte. Dieser Name basiert einerseits auf der sichtbaren Hautrötung. Außerdem auf der Tatsache, dass diese „wandert“. Das bedeutet:

Etwa 3 bis 30 Tage nach einem Zeckenstich kommt es zu einer rötlichen Hautveränderung. Zunächst an der Einstichstelle. Dann wandert die ringförmige Rötung in erster Linie in die Breite – und manchmal auch über den ganzen Körper.

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Bewertung:

Wanderröte – Wie sieht sie bei Borreliose aus?

Die Wanderröte ist zunächst ein wenig größer als der Durchmesser einer Espressotasse. Der innere und meist blassere Bereich misst etwa 5 cm im Durchmesser. Zu den Rändern hin erscheint die Hautrötung etwas dunkler. Im Laufe von bis zu 4 Wochen dehnt sich der rote Ring nach außen hin aus.

Womit kann man eine Wanderröte verwechseln?

Die Wanderröte sieht ähnlich aus wie andere Krankheitsbilder. Daher kannst du sie leicht verwechseln. Zum Beispiel mit diesen Erkrankungen:

  • mit entzündlichen Rheuma-Erkrankungen (Sklerodermie)
  • oder bakteriellen Entzündungen der oberen Hautschichten (Erysipel)
  • aber auch mit allergische Reaktionen der Haut auf bestimmte Medikamente (Arzneimittel-Exanthem)
  • ebenso wie Pilzinfektionen im Gesicht und am Körper (Tinea corporis)
  • sowie Reaktionen auf bestimmte Insektenstiche

Eine Borreliose kann schweren Folgen nach sich ziehen. Deshalb gilt bei nicht erklärbaren Rötungen (Verfärbungen) der Haut: Besser sofort zum Arzt!

Was verursacht eine Wanderröte?

Die Wanderröte wird durch Borrelien verursacht. Zecken übertragen sie durch einen Einstich in deine Haut. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schnell das passieren kann. Denn mein Sohn, meine Frau und ich wurden bereits von Zecken gestochen. Auch bei meiner Frau zeigte sich das typische Erythema migrans – die Wanderröte.

Das frühe Entfernen von Zecken senkt zwar das Risiko einer Infektion mit Borrelien spürbar. Aber dennoch kannst du negative Folgen nie ganz aussschließen. Aus diesem Grund ist eine Unfallversicherung mit Einschluss von Zeckenstichen absolut ratsam.

Lindert Juckreiz und Schwellungen

Bewertung:

Diagnose: Erythema migrans (Wanderröte)

Wo tritt die Wanderröte bei Erwachsenen auf?

Die Wanderröte zeigt sich zunächst an der Einstichstelle – dem Zeckenstich. Im Verlauf der Infektion kann die Wanderröte aber auch an anderen Stellen auftreten.

Vorkommen der Wanderröte bei Erwachsenen

  • Kopf
  • Hals
  • Beine

Vorkommen der Wanderröte bei Kindern

  • Ohren
  • Brustwarzen
  • Genitalien
  • Bläulich-rote Verfärbung der Haut, welche im Lauf der chronischen Erkrankung ähnlich dünn wie Pergament wird (Acrodermatitis chronica atrophicans). Die Symptome in Form von Knötchen oder Schwellungen zeigen sich vor allem innen an den Zehen und Beinen, sowie an Fingern und Armen.

Welche Symptome sind typisch?

Zu Beginn der Borreliose klagen die meisten Patienten über Müdigkeit, erhöhte Temperatur und Kopfschmerzen. Die typische Rötung der Haut wird außerdem oft von grippeähnlichen Symptomen begleitet. Für gewöhnlich verursacht die Hautrötung selbst selten Schmerzen oder Juckreiz. In der Regel tut sie nicht weh. Allerdings ist die Stelle oft warm.

Die bekanntesten Symptome bei Erwachsenen

  • Fieber
  • geschwollene Lymphknoten
  • Jucken
  • Brennen
  • Schmerzen in Muskeln und Gelenken
  • Arme und Beine „sind“ schwer wie Blei

MEDIZINER WARNEN …

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Wenn ein Zeckenstich (Zeckenbiss) juckt kann es dafür verschiedene Ursachen geben. In den meisten Fällen musst du von einer Infektion mit Krankheitserregern ausgehen:

  • Einerseits kann Juckreiz auf eine lokale Entzündung am Zeckenstich hinweisen. Diese kann entstehen, weil die Zecke deine Haut mit ihren scherenartigen Mundwerkzeugen aufschneidet. So können Bakterien, die immer auf der Haut vorkommen, in diese Wunde eindringen.
  • Ebenso kann ein Juckreiz eine Lyme-Borreliose anzeigen. Vor allem wenn dieser im Bereich der Wanderröte oder am Zeckenstich auftritt. Eine Lyme-Borreliose ist die medizinisch korrekte Bezeichnung für eine Borreliose. Der Name entstand aufgrund einer Entdeckung im amerikanischen Ort Lyme. Dort registrierten Ärzte eine auffällige Häufung von Entzündungen in Gelenken. Immer war ein Zeckenstich vorausgegangen.

Wanderröte – Wann und wie schnell tritt sie auf?

Die Zecke sticht zu

Gleichzeitig sondert die Zecke Speichel ab. Das darin enthaltene Sekret hemmt die Blutgerinnung. Vor allem, damit der Stechrüssel (Hypostom) nicht verstopft. Außerdem fließt so mehr Blut zur Einstichstelle. Eine Art „Zement“ verklebt zudem die Mundwerkzeuge fest mit der Haut des Opfers.

Sofort nach dem Zeckenstich

Im Speichel von ca. 0,1 bis 5 Prozent aller Zecken befinden sich FSME-Viren, welche bereits nach kurzer Zeit übertragen werden können.

12 bis 24 Stunden nach dem Stich

Borrelien (sofern vorhanden) werden übertragen: Die Wahrscheinlichkeit für eine Borreliose-Infektion liegt bei 1,5 bis 6 Prozent.

Am 3. bis 30. Tag

Die Wanderröte zeigt sich mit einem Durchmesser von ca. 5 cm. Danach dehnt sich die Wanderröte aus.

1 bis 2 Wochen später

Es zeigen sich erste Beschwerden – ähnlich einer Grippe: Fieber, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Schmerzen in den Gelenken.

Wann verschwindet die Wanderröte wieder?

Wie lange ist die Wanderröte ohne Behandlung sichtbar?

Sie kommt von allein, aber wann geht die Wanderröte wieder weg? Die Dauer der Wanderröte hängt von der Behandlung ab. Üblicherweise erscheint sie etwa 3 bis 4 Tage nach dem Zeckenstich. Der Volksmund spricht fälschlicherweise vom „Biss“. Danach bleibt die Wanderröte in der Regel für 2 bis 3 Wochen sichtbar. Dabei nimmt der Durchmesser pro Tag um etwa 3 mm zu. Außerdem kann die Rötung über den ganzen Körper wandern.

Wann verschwindet die Wanderröte nach der Gabe von Antibiotika?

Bei manchen Menschen kommt und geht die Wanderröte von allein. Bei anderen klingt sie trotz Antibiotika nicht ab und wird anfangs sogar noch größer. Dies kann 2 Ursachen haben:

  • So können die von der Zecke übertragenen Bakterien (Borrelia burgdorferi) gegenüber dem Antibiotikum resistent (widerstandsfähig) sein.
  • Andererseits gibt es vielleicht einen ganz anderen Grund für die Hautrötung. Denn eine Wanderröte kann der so genannten Wundrose (Erysipel) ähneln. Das ist eine Art Hautentzündung, welche ebenfalls durch Bakterien verursacht wird. Allerdings nicht durch Borreliose-Bakterien, sondern durch eine bestimmte Streptokokken-Art.

In der Regel verschreibt dir der Arzt ein Antibiotikum für 10 bis 21 Tage. Damit tritt erfahrungsgemäß nach spätestens 30 Tagen eine Heilung ein. Welche Antibiotika bei Wanderröte eingesetzt werden, richtet sich einerseits nach deinen Symptomen. Und danach, ob das Medikament oral (durch den Mund) oder intravenös (direkt in eine Vene gespritzt) verabreicht wird.

Übliche Antibiotika für Kinder und Erwachsene sind:

Bei oraler Anwendung:

  • Doxycyclin
  • Amoxicillin
  • Azithromycin

Bei intravenöser Anwendung:

  • Cefotaxim
  • Ceftriaxon (bei Neuro-Borreliose, Herz- oder Gelenkschmerzen)
  • Penicillin G

Schwangere Frauen erhalten oftmals:

  • Amoxicillin

Was tun bei Wanderröte nach Zeckenbiss?

Wann und wie schnell zum Arzt?

Wenn du eine unerklärliche Rötung der Haut an deinem Körper bemerkst, solltest du einen Arzt aufsuchen. Vor allem nach einem Zeckenstich. Zu welchem Arzt gehst du am besten? Wende dich an deinen Hausarzt oder an einen Dermatologen (Hautarzt). Beide können dir helfen.

Mit diesen 3 Methoden kann der Arzt eine Borreliose feststellen:

  • mittels Blick-Diagnose
  • außerdem durch einen Antikörper-Test
  • oder durch Nervenwasser-Analyse (vor allem bei Verdacht auf eine Neuro-Borreliose)

Oft führt eine Kombination der verschiedenen Methoden zu einer verlässlichen Bestimmung. Dabei gilt: Je früher du mit der Antibiotikatherapie beginnst, desto besser. Denn die frühe Verabreichung von Antibiotika bringt dir 2 extrem wichtige Effekte:

Schwere Folgen bei einer nicht behandelten Borreliose

Wird eine Borreliose nicht behandelt, klingen die sichtbaren Beschwerden oftmals wieder alleine ab. Nicht selten stellen sich jedoch chronische Symptome oder ein Spätstadium ein. Das bedeutet, dass sich die Krankheit unbemerkt weiter entwickelt.

Zusätzlich zu den Hautbeschwerden kann dies dann zu ernsthaften Folgeschäden führen. Angefangen von unklaren Leiden an den Gelenken, bis hin zum Herz und dem Nervensystem.

Deshalb ist es wichtig, die Borreliose so früh wie möglich zu erkennen und zu behandeln. Schließe außerdem eine Unfallversicherung ab, die auch bei Invalidität nach einem Zeckenstich leistet.

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