Zeckenbiss was tun?

Zeckenbiss was tun? So entfernen Sie Zecken richtig

Zeckenbiss was tun - Zecken in 7 Schritten entfernen
Dieser Versicherung zahlt auch bei Zeckenbiss: Mehr dazu!

Zeckenbiss was tun? Eigentlich ist der Zeckenbiss gar kein Biss, sondern ein Stich. Denn Zecken verfügen über einen ausgeklügelten Stechapparat. Zum einen besitzt eine Zecke scherenartige Mundwerkzeuge. Diese nennt man Cheliceren. Damit trennt sie zunächst die Haut des Opfers auf. Danach sticht sie mit ihrem Stechrüssel (Hypostom) tief in das Gewebe, damit sich die Einstichstelle mit Blut füllt. Nach einem Zeckenbiss gilt: Ruhe bewahren, denn ein Zeckenbiss ist kein Grund zur Panik. Ebenso ist das Zecken entfernen kein Hexenwerk.

Auf dieser Seite erfahren Sie, was Sie nach einem Zeckenbiss (Zeckenstich) tun müssen, um den gemeinen Blutsauger zu entfernen und zu vernichten. Darüber hinaus lesen Sie, worauf Sie bei der Vor- und Nachsorge achten müssen. Vor allem, damit Sie das Risiko für schwerwiegende Gesundheitsschäden wie zum Beispiel FSME oder Borreliose senken.

Zecken können Sie mit diesen Tools entfernen:

Was müssen Sie tun, um Zecken in 7 Schritten sicher zu entfernen

Bei der Zeckenentfernung kommt es auf die richtigen Hilfsmittel und deren korrekte Anwendung an. Was gar nicht geht, sind: Öl, Benzin, Alkohol, Klebstoff oder Nagellackentferner. Zumal Sie damit unter Umständen das Infektionsrisiko durch eine Zecke erhöhen. Lesen Sie, wie Sie eine Zecke in 7 Schritten kontrolliert entfernen.

Benötigte Hilfsmittel (alternativ):

– Zecken-Pinzette (vorne gebogen und spitz)
– Zeckenkarte
– Zeckenlasso
– Zeckenhaken
– zur Not lange Fingernägel
.

So gehen Sie vor:

1. Werkzeug hautnah einsetzen

Eine spitze und gebogene Pinzette, Zeckenkarte oder ein Zeckenlasso so dicht wie möglich an Ihrer Haut bis an die Zecke heranführen.

2. Zecke fixieren

Die Zecke möglichst tief am Mundwerkzeug (Kopf) mit einer Zecken-Pinzette packen. Oder eine Zeckenkarte von der Seite mit der V-förmigen Öffnung („Schnabel“) unter die Zecke führen. Wenn Sie ein Zeckenlasso einsetzen, die Schlinge über die Zecke auf der Haut ablegen.

3. Zecke aus der Haut ziehen

Bei Verwendung einer Pinzette, die Zecke fest packen und senkrecht zur Haut abziehen. Beim Einsatz einer Zeckenkarte die Zecke entsprechend heraushebeln. Beim Lasso die Schlinge auf der Haut zuziehen und die Zecke senkrecht herausziehen.

4. Einstich desinfizieren

Desinfizieren Sie die Einstichstelle mit einem geeigneten alkoholischen Hautantiseptikum wie zum Beispiel Kodan Tinktur Forte.

5. Zecke vernichten

Zecken sind extrem robust! Vernichten Sie die Zecke daher entweder durch Zerdrücken oder Zerquetschen mit einem harten Gegenstand. Ebenso können Sie die Zecke in Alkohol (mind. 40 %), Chlor-Reiniger oder Sakrotan einlegen. Auch durch Hitze (Feuerzeug) können Sie die Zecke töten.

6. Einstich markieren

Markieren Sie die Einstichstelle mit einem Stift. Ebenso hat sich ein Foto von der Einstichstelle bewährt. So können Sie in den folgenden Tagen, die Entwicklung besser beobachten. Achten Sie außerdem auf die Rötung der Haut. Sollte sich diese ausweiten (Wanderröte!), besteht die Gefahr einer Borreliose. Suchen Sie daher sobald wie möglich einen Arzt auf.

7. Vorbeugende Maßnahmen treffen

Notieren Sie sich den Zeckenbiss im Kalender. Dies erleichtert eine eventuell später erforderliche Therapie. Denken Sie außerdem an vorbeugende Maßnahmen wie zum Beispiel eine FSME-Schutzimpfung – vor allem in Risiko-Gebieten. Ebenso wie eine Unfallversicherung inklusive Zeckenstichen und Impfschäden.

ZECKEN-VORSORGE:

Leistungsstarke Unfallversicherungen bieten Ihnen einerseits Schutz vor den Folgen von Zeckenstichen. Andererseits sind auch FSME-Impfschäden (sowie nach anderen Schutz-Impfungen) finanziell abgesichert. Hier informieren!

Zecken entfernen – manchmal hilft nur der Arzt

Als mich in 2016 eine Zecke gestochen hatte, fragte auch ich mich: „Wie gefährlich ist eine Zecke? Was muss ich nach einem Zeckenbiss als Nächstes tun? Was, wenn der Kopf der Zecke stecken bleibt?„. Vor allem da sich der Einstich an meiner linken Hüfte befand. Deshalb konnte ich selbst die Stelle nicht mehr erreichen. Auch meiner Frau gelang es nicht, die Zecke zu entfernen. Der Blutsauger hatte sich bereits zu stark mit seinen Widerhaken vom Stechapparat in meiner Haut verankert. Zudem kleben sich Zecken mit einem körpereigenen Zement (Zeckenspeichel) an der Einstichstelle fest. Daher führte in diesem Fall kein Weg an der Bereitschaftsdienstzentrale im örtlichen Krankenhaus vorbei. Und selbst der Arzt hatte seine liebe Mühe, die Zecke zu entfernen. Es ist beeindruckend, wie fest diese Blutsauger sitzen können.

Zeckenbiss was tun wenn die Zecke nicht loslässt

Labor-Befund nach Borrelieninfektion

Wenn Sie nach einem Zeckenbiss mehr Sicherheit haben wollen, ist eine Labor-Untersuchung empfehlenswert. Die Kosten belaufen sich auf etwa 25-45 Euro. Dazu reicht es aus, wenn man den Rest einer entfernten Zecke zur Diagnose an ein Labor schickt. Einfach den Zeckenrest mit einem Klebestreifen auf den Auftrag kleben und zur Post geben. Ich habe „meine“ Zecke damals an das Labor Enders gesandt. Den Labor-Auftrag für eine Untersuchung von Zecken haben wir Ihnen hier verlinkt.

Kosten für eine Zeckenuntersuchung auf Borrelien und FSME-Virus:

  • Borrelien-Nachweis (ca. 25 Euro)
  • FSME-Virus-Nachweis (ca. 45 Euro)
Zuerst Zecken entfernen - dann Borreliose-Labortest durchführen

Deshalb ist es wichtig, dass Sie in den nächsten 6 Wochen nach einem Zeckenbiss die Einstichstelle beobachten. Tritt eine kreisförmige Rötung ein, welche von innen nach außen wandert (Wanderröte), sollten Sie kurzfristig einen Arzt aufsuchen. Da schwerwiegende Folgeschäden zwar selten sind, aber auch nicht ausgeschlossen werden können, empfehlen wir Ihnen vorsorglich eine Unfallversicherung inklusive Zeckenstichen und Impfschäden.

Diesen Beitrag teilen:

Sie lesen gerade:
Zeckenbiss was tun