Krankenhaustagegeld wann wird gezahlt


Krankenhaustagegeld: Wann wird gezahlt?


Krankenhaustagegeld wann wird gezahlt

Was ist ein Krankenhaustagegeld und wann wird gezahlt? Wie unterscheiden sich Krankenhaustagegeld und Unfallkrankenhaustagegeld?

Viele Menschen stellen sich diese Fragen. Vor allem da im Jahr 2018 deutsche Krankenhäuser ca. 19,4 Mio. Fälle registrierten. Das heißt 25 Prozent mehr Patienten als noch 1991. Die Gewinner sind vor allem privat geführte Kliniken, denn sie konnten in den letzten 10 Jahren ihre Fallzahlen um etwa 30 % steigern. Dagegen verbesserten öffentliche oder freie gemeinnützige Träger ihr Ergebnis nur um 7 – 8 Prozent.

Die Lage im deutschen Krankenhausmarkt:

  • 1.925 Krankenhäuser (2018)
  • Die Fallzahlen steigen.
  • Es gibt 97 Häuser mit über 800 Betten, wobei die Zahl der Krankenhäuser stetig abnimmt (2017)
  • Knapp 498.400 Krankenhausbetten (2018) – ebenfalls rückläufig.
  • Zudem wird die Verweildauer der Patienten immer kürzer und betrug 2016 rund 7,3 Tage.
  • Die Auslastung der Betten liegt bei 77,1 % (2018).
  • Vor allem Personalkosten sind mit ca. 61,1 Mrd. Euro (70 %) der größte Kostenfaktor

Krankenhaustagegeld: Was ist das?


Häufige erreicht uns die Frage wann Krankenhaustagegeld gezahlt wird.

Was ist der Unterschied zwischen:

  1. allgemeines Krankenhaustagegeld (Krankenversicherung)
  2. Krankenkaustagegeld in einer Unfallversicherung
  3. Genesungsgeld in der Unfallversicherung
  4. allgemeines Krankentagegeld (Krankenversicherung)
  5. Krankentagegeld in einer Unfallversicherung
  6. Krankenhaustagegeld in einer Insassen-Unfallversicherung

EXPERTEN-TIPP:

Die VHV EXKLUSIV zahlt Ihnen ein vereinbartes Krankenhaustagegeld bis zu 1.825 Tage lang. Zusätzlich Genesungsgeld bis zu 750 Tage. Außerdem Komageld und z. B. Schmerzensgeld bei Knochenbrüchen (inkl. Oberschenkelhalsbruch) und Bänderrissen. Mehr dazu …

Wie unterscheiden sich diese Leistungen? Und wie hängen Sie zusammen?

Nach einem Aufenthalt im Krankenhaus

  • Das Krankenhaustagegeld (KHTG) wird gezahlt, wenn der Versicherte stationär im Krankenhaus behandelt wird. Ein Krankenhaustagegeld kann in einer privaten Krankenvollversicherung oder Krankenhauszusatzversicherung bestehen. Zum Beispiel im Stiftung Warentest Testsieger-Tarif KlinikSchutz Premium. Es wird in der Regel ab dem 1. Tag (Aufnahmetag) gezahlt, wenn der Patient mindestens einmal übernachtet. Bei einem allgemeinen KHTG spielt es keine Rolle, ob die Ursache eine Krankheit oder ein Unfall war.
  • Für ein Unfall-Krankenhaustagegeld gelten die gleichen Voraussetzungen. Mit anderen Worten eine stationäre Unterbringung und mindestens eine Übernachtung. Der Versicherer zahlt hier aber nur dann, wenn der Auslöser ein Unfall war. Ob Freizeitunfall oder Berufsunfall spielt dabei keine Rolle.
  • Das Genesungsgeld ist auch eine Leistung der Unfallversicherung. Es hängt indirekt mit dem Unfall-Krankenhaustagegeld (2.) zusammen und ist an dieses gekoppelt. Das heißt: Sie erhalten ein Genesungsgeld für den gleichen Zeitraum, für den Sie ein Unfall-Krankenhaustagegeld erhalten haben. Das Genesungsgeld fließt nach der Entlassung aus dem Krankenhaus. Die meisten Versicherer zahlen nur für bis zu 100 Tage. Die besten Anbieter leisten bis zu 750 Tage. Vergleichen lohnt sich. Außerdem zahlen die meisten Anbieter das Genesungsgeld in gestaffelter Form. Zum Beispiel für die ersten 10 Tage zu 100 %. Für die nächsten zehn Tage erhalten Sie das vereinbarte Genesungsgeld zur Hälfte. Und für die verbleibenden Tage wird das Genesungsgeld zu 25 Prozent ausgezahlt. Auch diesbezüglich gibt es Unterschiede.

Nach Krankheit oder Unfall – auch im eigenen Bett

  • Was ist der Unterschied zwischen einem Krankenhaustagegeld und einem Krankentagegeld? Ja, es ist das »haus« in der Mitte. Denn ein Krankenhaustagegeld erhalten Sie immer nur dann, wenn ein stationärer Aufenthalt im Krankenhaus erfolgt. Ein allgemeines Krankentagegeld zahlt der private Versicherer selbst dann, wenn Sie arbeitsunfähig und zuhause sind. Ein Aufenthalt im Krankenhaus ist nicht erforderlich. Das Krankentagegeld hat eine Doppelfunktion: Es sichert Ihr Einkommen oder erstattet Ihnen zusätzliche Aufwendungen. Zum Beispiel für die Betreuung Ihrer Kinder. Als Arbeitnehmer können Sie diesen Baustein frühestens ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit versichern, denn für die ersten 6 Wochen erhalten Sie die gesetzliche Lohnfortzahlung. Der Versicherer zahlt Ihnen das Krankentagegeld bis sie wieder arbeiten können. Selbstständige können Tagegelder theoretisch sogar ab dem 1. Tag versichern. Das hat jedoch seinen Preis. Deshalb sind Absicherungen mit längeren Wartezeiten (Karenzzeiten) üblich. Zum Beispiel ab dem 8., 15. oder 29. Tag.
  • Das Krankentagegeld in einer Unfallversicherung funktioniert wie ein allgemeines Krankentagegeld (4.). Allerdings muss die Arbeitsunfähigkeit als Folge eines versicherten Unfalls eingetreten sein.

Nach einem Unfall mit dem Auto

  • Das Krankenhaustagegeld in einer Insassen-Unfallversicherung wird gezahlt, wenn ein verletzter KFZ-Insasse infolgedessen vollstationär behandelt werden muss. Vorausgesetzt, dies war medizinisch notwendig. Außerdem ist die Dauer der Leistung aus einer KFZ-Unfallversicherung ist auf 2 Jahre begrenzt.

Nutzen Sie den detaillierten Tarifcheck zum Krankenhaustagegeld in Unfallversicherungen, denn Sie sehen sofort:

  • Wie lange der Unfallversicherer das Krankenhaustagegeld zahl (z. B. 5 Jahre)
  • zusätzlich ob das Krankenhaustagegeld im Ausland versichert und ggf. befristet ist
  • und außerdem ob auch ambulante Operationen mitversichert gelten


Wie lange wird Krankenhaustagegeld gezahlt?


Zunächst stellt sich die Frage: „Krankenhaustagegeld ab wann und für wie viele Tage“? Sie erhalten ein versichertes Krankenhaustagegeld ab dem ersten Tag einer stationären Unterbringung. Im Grunde gibt es keine zeitliche Beschränkung wie lange das Krankenhaustagegeld gezahlt wird. Entscheidend ist, wie lange Sie stationär im Krankenhaus behandelt werden müssen. Von daher erfolgt die Auszahlung zeitlich unbegrenzt.

Wie lange wird Krankenhaustagegeld rückwirkend gezahlt?

Es kann sein, dass Sie Ihren Antrag auf Krankenhaustagegeld erst verspätet einreichen können. Beispielsweise nach einem Unfall, einer schweren Erkrankung oder einer Schwangerschaft. Dann stellt sich die Frage, wie lange rückwirkend Sie Krankenhaustagegeld beantragen können. Sie sollten ein Attest über einen Aufenthalt im Krankenhaus so früh wie möglich einreichen. Davon abgesehen gilt in aller Regel bei einer unverschuldeten Verzögerung die gesetzliche Verjährungsfrist. Diese beträgt gemäß BGB 3 Jahre.


Wird Krankenhaustagegeld auch bei Reha gezahlt?


Leisten Unfallversicherungen ein Krankenhaustagegeld bei ambulanter Reha? Wird das Krankenhaustagegeld bei stationärer Reha erstattet?

Reha-Leistungen in Form eines Krankenhaustagegeldes sind in der Unfallversicherung nicht üblich. Sie können Reha-Leistungen als Sonderleistungen vereinbaren. Und zwar als Reha- :

Auch für die Reha-Leistungen gilt als Voraussetzung, dass ein versicherter Unfall eingetreten ist. Als Auslöser für diese Leistung gilt in der Regel ein mehrwöchiger Krankenhausaufenthalt (z.B. 4 Wochen). Dieser Zeitraum kann von Tarif zu Tarif variieren.

Im Hinblick auf die Übernahme der Kosten setzen manche Unfallversicherer voraus, dass die Reha-Maßnahmen nicht durch einen anderen (Dritten) übernommen werden. Das könnte z. B. der Fall sein, wenn Sie durch ein Auto verletzt wurden und die KFZ-Haftpflichtversicherung für die Reha-Kosten aufkommen muss. Manche Unfallversicherer regeln die Reha-Leistungen deutlich unproblematischer. Auch sind die Reha-Leistungen unterschiedlich begrenzt, weshalb ein Vergleich in jedem Fall lohnt.

Zahlt die Krankenhaustagegeld bei Schwangerschaft?

Die allgemeine Krankenhaustagegeldversicherung zahlt auch bei Entbindung. Ebenso, falls es in der Schwangerschaft zu Komplikationen kommt, wodurch ein stationärer Aufenthalt im Krankenhaus erforderlich wird. Eine Unfall-Krankenhaustagegeld zahlt dagegen nicht, da es sich nicht um einen Unfall im Sinne der Unfallversicherungsbedingungen handelt. Auch, wenn der Volksmund hin und wieder von einem „Unfall“ spricht.

Zahlt die Unfallversicherung ein Krankenhaustagegeld für eine Mutter Kind Kur?

Nein. Diese Leistung ist jedoch z. B. über eine Krankenhauszusatzversicherung versicherbar. Laut Stiftung Warentest bietet Ihnen die Deutsche Familienversicherung den besten Tarif.

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