Unfallrente


Was ist die Unfallrente?


Unfallrente - Lebenslange Versorgung nach einem Unfall

Was ist eine private Unfallrente? Eine Unfallrente ist ebenso wie die Invaliditätssumme eine Leistungsart in der privaten Unfallversicherung. Beide Leistungen dienen der finanziellen Absicherung von bleibenden Schäden nach einem Unfall. Der Versicherte erhält die vereinbarte Unfallrente in der Regel lebenslang. Dazu muss jedoch ein Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent gegeben sein. Doch dieser „Schwellenwert“ wird häufig gar nicht erreicht. Und genau das ist der Haken an diesem Leistungsbaustein!

Sie können eine Unfallrente in Kombination mit einer Invaliditätssumme oder auch solo abschließen. Dies hängt vom jeweiligen Versicherer und Tarif ab.


Wann erhalten Sie eine Unfallrente ?


Sie erhalten eine private Unfallrente wenn ein Unfall zu einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % führt. Insofern gilt das „Alles-oder-nichts-Prinzip“. Somit gehen Sie leer auf, falls Sie die Hürde von 50 Prozent nicht erreichen. Das ist vielen Versicherten nicht bewusst. Demgegenüber erhalten Sie ab einer 50%-igen Invalidität bereits die volle Rente. Eine private Unfallrente fließt monatlich im Voraus.

Beispiel 1:

Herr Müller bleibt nach einem Freizeitunfall zu 53 Prozent invalide. Zum Glück hat er in seiner Unfallversicherung eine Unfallrente in Höhe von 1.000 Euro versichert. Unter Berücksichtigung von Fristen zahlt ihm der Unfallversicherer zukünftig eine monatliche Unfallrente in Höhe von 1.000 Euro. Allerdings nur solange sein Anspruch besteht.

Beispiel 2:

Wie in Beispiel 1 führt der Unfall bei Herrn Müller nur zu einem Invaliditätsgrad von 43 Prozent. In diesem Fall entfällt daher eine Rentenzahlung.

Wir raten daher von Unfallrenten eher ab, denn erstens sind diese meist starr und noch dazu sehr teuer. Bei einer Invaliditätsleistung in Form einer Kapitalzahlung ist das vollkommen anders. Hier erhalten Sie bereits ab dem geringst messbaren Grad einer Invalidität (dauernde Beeinträchtigung) Bares. Also schon ab 1 Prozent. Damit haben Sie definitiv viel mehr Möglichkeiten.

Bund der Versicherten rät von Unfallrente ab

EXPERTEN-TIPP:

Fragen Sie sich, ob vielleicht eine hohe Kapitalzahlung sinnvoller ist. Zum Beispiel bietet Ihnen die VHV EXKUSIV bis zu 1.000.000 Euro ohne Gesundheitsfragen – mit täglichem Kündigungsrecht. Mehr dazu …

Besser als eine Unfallrente ist daher womöglich eine möglichst hohe Grundsumme von mindestens 200.000 Euro wählen. Diese sollten zusätzlich mit einer Progression von 225 oder besser 350 Prozent kombinieren.

Die Vorteile einer privaten Unfallrentenversicherung

  • Zunächst erhalten Sie regelmäßige monatliche Zahlungen nach einem Unfall.
  • 2.000 Euro Monatsrente ohne Gesundheitsfragen möglich.
  • Somit dient die Unfallrente erstens zum Ausgleich von Einkommens-Einbußen. Und darüber hinaus zur Deckung von Mehrkosten nach einem Unfall .
  • Mit einer Unfallrente können Sie minderjährige Kinder absichern und eine dauerhafte Versorgung sicherstellen.
  • Im Gegensatz zur gesetzlichen Rente können Sie die Höhe der privaten U-Rente bei Antragstellung frei gewählen.
  • Während die gesetzliche Unfallrente nur bei beruflichen Unfällen inklusive der Hin- und Heimwege fließt, leistet eine private Unfallrente bei Unfällen im Beruf und in der Freizeit – 24 Stunden rund um die Uhr und weltweit.
  • Außerdem erfolgt die Zahlung der privaten U-Rente unabhängig von einer etwaigen gesetzlichen Rente. Vorausgesetzt, die Leistungen für die private Unfallversicherung sind erfüllt.
  • Anders als in der gesetzlichen Unfallversicherung, können Sie sich Ihren Versicherer für eine private Unfallrente selbst aussuchen.
  • Zusätzlich sind die Beiträge für eine Unfallversicherung mit Unfallrenten-Baustein als Werbungskosten bzw. Sonderausgaben steuerlich absetzbar.

Nachteile einer privaten Unfallrentenversicherung

  • Eine Unfallrente zaht, wie der Name schon sagt, erstens nur bei einem Unfall. Somit werden Krankheiten nicht vom privaten Versicherungsschutz erfasst.
  • Die gesetzliche Unfallrente von Berufsgenossenschaft (BG) gibt es erst ab einem Invaliditätsgrad von 20 Prozent. Die private Unfallrente sogar erst ab 50 %. Damit gilt das „Alles-oder-nichts-Prinzip“. Im Gegensatz dazu wird eine Invaliditätssumme bereits ab dem geringst messbaren Grad, also ab 1 Prozent gezahlt. Die Leistung steigt mit zunehmendem Invaliditätsgrad je nach vereinbarter Gliedertaxe.

Unfallrente – Ein gefährlicher Trugschluss


Nach einer Meinungsumfrage des Forsa-Instituts (2010) zeigte sich, dass viele Menschen die gesetzliche Absicherung nach einem Unfall absolut falsch einschätzen:

  • ca. 72 Prozent erwarten nach einem Unfall eine einmalige
    Kapitalzahlung von der gesetzlichen Rentenversicherung
  • ca. 62 Prozent nach einem Unfall eine einmalige
    Kapitalzahlung von der Krankenkasse
  • fast 50 Prozent nach einem Unfall eine einmalige
    Kapitalzahlung sogar vom Sozialamt.

Damit liegt die Mehrheit absolut daneben. Richtig ist: Wenn überhaupt, zahlen die gesetzlichen Unfallkassen nur monatliche Renten. Einmalige Kapitalzahlungen werden von gesetzlichen Unfallversicherung nicht zur Verfügung gestellt. Damit fehlt das dringend benötigte Bar-Kapital.


Was kostet eine private Unfallrente?


Eine private Unfallrente ist im Verhältnis zu einer Kapitalsumme relativ teuer. Vor allem, da die Unfallrente erst ab einem Invaliditätsgrad von 50 Prozent ausgezahlt wird. Hier können Sie berechnen, was eine private Unfallrente von bis zu 2.000 Euro kostet.


Muss die Unfallrente versteuert werden?


Die private Unfallrente wird versteuert. Allerdings nicht in voller Höhe, denn als Berechnungsbasis gilt lediglich der Ertragsanteil. Im Gegensatz dazu sind Auszahlungen aus einer privaten Unfallversicherung steuerfrei, sofern es sich zum Beispiel um Schmerzensgeld oder eine Invaliditätssumme handelt.


Wichtig zu wissen!


Eine Unfallrente leistet ebenso wie eine Unfallversicherung mit Kapitalzahlung nur bei einem Unfall. Krankheiten werden somit nicht davon erfasst. Insofern kann auch eine Unfallrente keine Berufsunfähigkeitsversicherung ersetzen.


Die Lösung: Kapitalleistung statt Unfallrente


Wenn Sie nach einem Unfall nicht ein Darlehen bei Ihrer Bank aufnehmen möchten, fahren Sie mit einer Kapitalleistung in der Unfallversicherung besser. Denn mit Barkapital bleiben Sie flüssig. Und wer flüssig ist, hat definiti mehr Möglichkeiten. Vor allem nach einem Unfall tut diese „finanzielle Freiheit“ außerordentlich gut, denn nach einem Unfall war noch niemand zu gut versorgt. Und wer unbedingt auf Rente steht, kann eine Kapitalleistung jederzeit selbst verrenten lassen. Dazu gibt es viele attraktive Möglichkeiten. Die beste Unfallversicherung bietet deshalb eine möglichst hohe Grundinvaliditätssumme in Kombination mit einer Progression zwischen 225 und 350 Prozent.

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