Private Unfallversicherung steuerlich absetzen


3 Möglichkeiten, wie Sie Ihre private Unfallversicherung steuerlich absetzen können


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Die beste Unfallversicherung können Sie von der Steuer absetzen. Doch ganz so einfach ist es nicht, denn nur ein 1 % aller Unfalltarife verdienen das Prädikat „Beste Unfallversicherung“. Ob Sie eine private Unfallversicherung steuerlich absetzen können, hängt von 2 Fragen ab:

  • Erstens: Wer zahlt die Beiträge?
  • Und für welchen Lebensbereich gilt der Schutz?

Je nachdem sind die Beiträge für Ihre Unfallversicherung als Werbungskosten oder als Sonderausgaben steuerlich absetzbar.

Private Unfallversicherung steuerlich absetzen - Werbungskosten oder Sonderausgaben
  1. Wenn Sie als Arbeitnehmer Beiträge für Unfallschutz zahlen, welcher ausschließlich für Ihre berufliche Tätigkeit gilt, dann handelt es sich um Werbungskosten gemäß § 9 Abs. 1 Satz 1 Einkommensteuergesetz – EStG. Das gilt auch, wenn Ihre Unfallpolice den Hin- und Rückweg zu Ihrer regelmäßigen Arbeitsstätte abdeckt. Dann können Sie Ihre private Unfallversicherung steuerlich absetzen und die gezahlten Beiträge als Werbungskosten geltend machen.
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  2. Auch wenn Ihr Unfallschutz für außerberufliche Unfälle gilt, können Sie Ihre private Unfallversicherung steuerlich absetzen. In diesem Fall handelt es sich um Sonderausgaben gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 3a i.V.m. Abs. 4 und 4a EStG bzw. § 10 Abs. 1 Nr. 3a i.V.m. § 10 Abs. 4 und 4a EStG.
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  3. In den meisten Unfallversicherungen gilt das private und ebenso das berufliche Risiko mitversichert. Marktüblich sind 24h-Deckungen (rund um die Uhr) mit weltweitem Schutz. Die von Arbeitnehmern für derartige Policen gezahlten Beiträge stellen somit teilweise Werbungskosten und zum anderen Teil Sonderausgaben dar. Sie können eine übliche private Unfallversicherung steuerlich absetzen, in dem Sie den von Ihnen gezahlten Beitrag splitten:
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    a) Privates Risiko
    b) Berufliches Risiko
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    Der Bundesfinanzhof entschied mit Urteil vom 22.6.1990, VI R 2/87): Der Versicherungsnehmer muss nachvollziehbar begründen, wie die Aufteilung des Gesamtbeitrages erfolgen soll. Falls Sie die von Ihnen gewünschte Aufteilung nicht glaubhaft darlegen können, wird das Finanzamt schätzen. Eine 50:50-Aufteilung (privat:beruflich) wird in der Regel immer anerkannt. Lesen Sie hier, wofür und wann man eine Unfallversicherung braucht.

Können Sie eine Unfallversicherung steuerlich ansetzen, selbst wenn Ihr Arbeitgeber dafür zahlt?


Wenn Ihr Chef den Beitrag zu Ihrer Unfallversicherung übernimmt, handelt es sich bei den übernommenen Beiträgen um steuerpflichtigen Arbeitslohn.

AUSNAHME REISETÄTIGKEIT:  Wenn Ihre Unfallversicherung Ihnen auch Versicherungsschutz bei Auswärtstätigkeiten bietet, sind die vom Arbeitgeber dafür gezahlten Beiträge gemäß § 3 Nr. 13 und 16 EStG steuerfrei Dies gilt sowohl für Unfallversicherungen gegen ausschließlich berufliche Unfälle als auch für Unfallversicherungen gegen alle Unfälle, sofern das Auswärtsrisiko mitversichert ist. Beiträge zu Unfallversicherungen sind als Reisenebenkosten steuerfrei, soweit sie Unfälle bei einer Auswärtstätigkeit abdecken. Ansonsten können Sie Ihre private Unfallversicherung steuerlich absetzen wie zuvor beschrieben. Lesen Sie mehr Thema → Wann ist eine Unfallversicherung steuerlich absetzbar?

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