Private Unfallversicherung steuerlich absetzen

Private Unfallversicherung steuerlich absetzen – Nutze diese 3 Möglichkeiten!

Private Unfallversicherung steuerlich absetzen
Du kannst deine private Unfallversicherung steuerlich absetzen.

Dass man eine Private Unfallversicherung steuerlich absetzen kann, ist vielen Menschen nicht bewusst. Doch es lohnt sich. Damit sich deine private Unfallversicherung steuermindernd auswirkt, musst du jedoch ein paar Dinge beachten. Denn, ob du deine private Unfallversicherung von der Steuer absetzen kannst oder nicht, hängt von im wesentlichen von 2 Dingen ab:

Diese Fragen sind entscheidend:

  • Wer zahlt die Beiträge?
  • Für welchen Lebensbereich gilt der Schutz?

Denn je nachdem sind die Beiträge für deine Unfallversicherung als Werbungskosten oder als Sonderausgaben steuerlich absetzbar.

Wenn du selbst den Beitrag zahlst

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  1. Wenn du als Arbeitnehmer*in selbst die Beiträge für einen Unfallschutz zahlst, der nur für deine berufliche Tätigkeit gilt, sind das Werbungskosten nach § 9 Absatz 1 Satz 1 Einkommensteuergesetz (EStG). Dies gilt übrigens auch, wenn deine Unfallversicherung die Hin- und Rückfahrt zu deiner regelmäßigen Arbeitsstätte abdeckt. Du kannst dann deine private Unfallversicherung steuerlich absetzen und die gezahlten Beiträge als Werbungskosten in der Steuererklärung geltend machen.
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  2. Auch wenn dein Unfallschutz für nicht berufsbedingte Unfälle (also in der Freizeit) gilt, kannst du deine private Unfallversicherung steuerlich absetzen. In diesem Fall handelt es sich um Sonderausgaben nach § 10 Abs. 1 Nr. 3a i.V.m. Abs. 4 und 4a EStG oder § 10 Abs. 1 Nr. 3a i.V.m. § 10 (4) und (4a) EStG.
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  3. Sehr gute Unfallversicherungen bieten dir weltweiten 24-Stunden-Schutz. Dieser deckt sowohl deine privaten Unfallrisiken als auch deine beruflichen Risiken ab. Bei einer solchen Police sind deine Prämien teilweise Werbungskosten und teilweise Sonderausgaben. Auch so eine private Unfallversicherung kannst du von der Steuer absetzen, und zwar indem du den von dir gezahlten Beitrag aufteilst:
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    a) Privates Risiko
    b) Berufliches Risiko
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    Dabei kannst du dich auf ein Urteil der obersten Finanzbehörde stützen. Denn der Bundesfinanzhof (BGH) entschied mit Urteil vom 22.6.1990, VI R 2/87: Der Versicherungsnehmer muss nachvollziehbar begründen, wie die Aufteilung des Gesamtbeitrages erfolgen soll. Wenn du die von dir gewünschte Aufteilung nicht glaubhaft machen kannst, schätzt das Finanzamt die Anteile. Eine 50:50-Aufteilung (privat:beruflich) wird aber in der Regel immer anerkannt. Denn auch der BGH weiß, wofür und wann man eine Unfallversicherung braucht.

Mach den 4-fach Check: Ist deine Unfallversicherung steuerlich absetzbar?

  • Hast du im betreffenden Jahr ein steuerpflichtiges Einkommen erzielt?
  • Hast du mit anderen Versicherungen schon den Höchstbetrag erreicht?
  • Sind deine Beiträge zur Unfallversicherung Sonderausgaben oder Werbungskosten?
  • Hast du einen Nachweis für die von dir gezahlten Beiträge? Servicestarke Unfallversicherer senden dir eine kostenlose Steuerbestätigung zu.

Wo trage ich die private Unfallversicherung in meiner Steuererklärung ein?

Wenn du deine Beiträge zur Unfallversicherung vor der Steuer absetzen willst, findest du die entsprechende Stelle in der Anlage »Vorsorgeaufwand«. Alles, was als sonstige Vorsorgeaufwendungen gilt, kannst du hier in den Zeilen 46 bis 50 vermerken. Also dementsprechend auch deine Unfallversicherung. Und falls du deine Unfallpolice beruflich absetzen möchtest, schaue für solche Werbungskosten in der Anlage N, hier speziell in den Zeilen 46 bis 48.

Was ist mit den Beiträgen für meine Kinder?

Wenn ihr als Eltern euer Kind gegen die Gefahren eines Unfalls schützt, könnt ihr auch diese private Unfallversicherung für Kinder im Rahmen der Sonderausgaben in der Steuererklärung absetzen.

Wenn dein Chef für dich den Beitrag zahlt

Unfallversicherung steuerlich geltend machen wenn der Arbeitgeber zahlt

Wenn du einen sozialen Chef hast, der den Beitrag zu deiner Unfallversicherung übernimmt, stellen die übernommenen Beiträge für dich steuerpflichtigen Arbeitslohn dar.

AUSNAHME REISETÄTIGKEIT: 

Bietet dir deine Unfallversicherung auch Versicherungsschutz bei auswärtigen Tätigkeiten, dann sind die dafür vom Arbeitgeber gezahlten Beiträge nach § 3 Nr. 13 und 16 EStG steuerfrei. Dies gilt sowohl für Unfallversicherungen die ausschließlich Arbeitsunfälle abdecken als auch für Unfallversicherungen, die alle Unfälle abdecken – sofern auch das auswärtige Risiko versichert ist. Beiträge zu Unfallversicherungen sind als Reisenebenkosten steuerfrei, sofern sie Unfälle während einer Auswärtstätigkeit abdecken.

Ansonsten kannst du deine private Unfallversicherung wie oben beschrieben von der Steuer absetzen. Lies mehr zum Thema → Wann ist eine Unfallversicherung steuerlich absetzbar?

Wo stehen die Regelungen im Steuergesetz?

Ein Blick in das Gesetz erspart viel Geschwätz. Wenn du die gesetzlichen Bestimmungen zur Absetzbarkeit gerne noch einmal nachlesen möchtest, findest du die entsprechenden Texte hier:

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